Stuttgart gegen Hertha Kein Sieger im Abstiegs-Gipfel

Das Duell der Abstiegskandidaten Stuttgart und Hertha war ein zäher Kampf: Während der VfB viel für die Offensive tat, waren die Berliner vor allem auf die Defensive bedacht. Am Ende hatte keiner den Sieg verdient.
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Timo Werner (l.) gegen Salomon Kalou: Keiner hatte das nötige Glück im Abschluss. Quelle: Reuters
Stuttgart gegen Hertha

Timo Werner (l.) gegen Salomon Kalou: Keiner hatte das nötige Glück im Abschluss.

(Foto: Reuters)

StuttgartTrotz eines engagierten Auftritts des VfB Stuttgart im Krisenduell gegen Hertha BSC dürften die Tage von Huub Stevens als Trainer des Bundesliga-Schlusslichts gezählt sein. Im Duell gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf aus Berlin kamen die Schwaben am Freitagabend nur zu einem 0:0 und verharren auch nach dem 24. Spieltag und acht sieglosen Spielen in Serie mit nun 20 Punkten am Tabellenende. Eine Trennung von Stevens noch an diesem Wochenende gilt in Stuttgart als wahrscheinlich. Im Ex-Leipziger Alexander Zorniger steht der Nachfolger angeblich schon bereit.

Die Mannschaft machte Sportdirektor Robin Dutt eine Entscheidung in der Trainerfrage zumindest nicht leicht. Gegen erneut extrem defensiv eingestellte Berliner wollte der VfB den Sieg erzwingen - blieb aber mit seinen bescheidenen Mitteln glücklos. Die Hertha schien von Anfang an mit einem Punkt zufrieden. Mit 25 Zählern bleibt man auf Platz 14 der Fußball-Bundesliga. Zum ersten Mal in dieser Saison blieb Hertha in zwei Spielen nacheinander ohne Gegentor. Nico Schulz sah Sekunden vor dem Ende wegen Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Stevens und sein Hertha-Kollege Pal Dardai versuchten, mit zuletzt lange verschmähten Profis Schwung in ihre Teams zu bringen. Bei Stuttgart kam der Serbe Filip Kostic zu seinem ersten Starteinsatz seit Ende November. Bei den Berlinern durfte John Heitinga erstmals seit Anfang November in der defensiven Schaltzentrale wieder mitwirken. Der Niederländer zeigte sich gleich von seiner bekannt aggressiven Seite. Nach 15 Sekunden landete bei einem Zweikampf sein Ellenbogen im Gesicht von Timo Werner. Schiedsrichter Felix Brych zeigte eine Blitz-Gelbe-Karte.

Werner reagierte an seinem 19. Geburtstag unbeeindruckt. Der Schwaben-Jungstar war einer der Besten seines Teams. In der 14. Minute vergab er aber eine Chance durch zu hastigen Abschluss - ein Musterbeispiel für die schwache Chancenverwertung der Stuttgarter im bislang so tristen Jahr 2015.

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