Trainer mit eigenem Emoji Mach den (Klopp)

Jürgen Klopp weiß als Fußballtrainer viel, vor allem aber, wie man Aufmerksamkeit erzeugt. In England hat der Coach des FC Liverpool in kürzester Zeit Kultstatus erreicht. Der Klub nutzt das kräftig fürs Marketing.
Der Messenger von Microsoft und der FC Liverpool arbeiten zusammen. Quelle: Screenshot
Skype macht den Klopp

Der Messenger von Microsoft und der FC Liverpool arbeiten zusammen.

(Foto: Screenshot)

DüsseldorfJürgen Klopp und das englischsprachige Ausland, das funktioniert irgendwie immer. In England genießt der Trainer des FC Liverpool bereits Kultstatus, seine aus der Bundesliga bekannten emotionalen Auftritte sowie seine englischen Stilblüten machten ihn bereits zum Teil der Popkultur. Es ist eine Popularität, die auch sein Klub zu schätzen weiß – auch aus wirtschaftlichen Gründen. Liverpool versuchte bereits, sich Klopps Ausspruch „The Normal One“ als Marke zu sichern.

Der Trainer kommt mit seinen markanten Auftritten gut bei den Fans an, und das lässt sich vermarkten. Die britische Premier League ist international besser vermarktet als jede andere Fußball-Profiliga der Welt, der FC Liverpool eine der stärksten Marken des internationalen Sports. Und so passt es auch, dass nun der Fußballklub und der Software-Riese Microsoft zueinander gefunden haben. Die Schnittstelle: der Messenger Skype.

Wie „The Normal One“ die Briten verzückt
Liverpool
1 von 11

Euphorie, Verletztenmisere, Trainer-Streit, ab und an sportliche Ausrufezeichen: Am 17. Januar 2016 war Jürgen Klopp mit dem Spiel gegen Manchester United 100 Tage Trainer des FC Liverpool. Den Fans hat er einige Höhepunkte beschert. Schlaglichter seit Amtsantritt des 48-Jährigen.

Hamstring
2 von 11

Zuletzt sind die Liverpool-Profis unter Klopps Regie mit einer Oberschenkelverletzung (englisch: hamstring) reihenweise ausgefallen. Sehr zum Ärger des deutschen Trainers. „Hamstring is the shit word of the year for me“, schimpfte er.

Schlimm
3 von 11

„Ich kannte das Wort gar nicht, bevor ich nach England gekommen bin, aber Hamstring ist für mich das schlimmste Wort des Jahres. Es heißt immer nur Hamstring, Hamstring, Hamstring.“

Trainer-Streit
4 von 11

Einige Experten auf der Insel machen Klopp für die vielen Verletzungen verantwortlich. Der Vorwurf: Es liegt am Trainings- und Spielstil des früheren Dortmunder Coaches. „Weil er diese Extra-Energie, diese zehn Extra-Meter gefordert hat, sind die Jungs nach so vielen Spielen in so kurzer Zeit jetzt müde und erleiden diese Muskelverletzungen“, kritisiert beispielsweise Sunderlands Trainer Sam Allardyce den deutschen Kollegen. Mit Tony Pulis, Trainer von West Bromwich Albion, ist er während des Spiels aneinander geraten: Der hat nach dem Abpfiff den Handschlag verweigert.

Emotionen
5 von 11

So viele Emotionen hat es an den Seitenlinien in der Premier League selten gegeben. Wild gestikulierend feuert er seine Mannschaft stets an. Auch die vierten Schiedsrichter kennen Klopp inzwischen gut. Doch er übertreibt gelegentlich ein bisschen. So hat Arsenal-Trainer-Oldie Arsène Wenger seinen Kollegen erst am Mittwoch möglicherweise vor einem Verweis auf die Tribüne bewahrt. „Ich habe ihm gesagt, er solle sich beruhigen“, erklärte der Franzose.

The Normal One
6 von 11

In Anspielung an die gewohnt offensiven Aussagen des Portugiesen José Mourinho, der sich bei seinem Amtsantritt als Chelsea-Coach als „The Special One“ bezeichnete, macht es Klopp eine Nummer kleiner. Mit „Maybe I'm the Normale One“ stellt sich der Ex-Profi bei seiner Präsentation vor. Die Merchandising-Abteilung des Clubs reagiert umgehend und bringt T-Shirts mit Klopps Gesicht und dem Spruch „The Normal One“ heraus.

Euphorie
7 von 11

Spätestens seit dem 4:1-Auswärtssieg bei Manchester City Ende November liegen die Liverpool-Anhänger ihrem neuen Idol zu Füßen. „Der Klopp-Effekt scheint in Liverpool schon viel früher zu greifen, als viele Leuten angenommen hätten“, schreibt das britische Boulevard-Blatt „Mirror“. „King Klopp“ ist geboren. Doch nach 13 Partien ist beim Tabellenneunten Ernüchterung eingekehrt. Fünf Siege, vier Unentschieden und vier Niederlagen bedeuten Mittelmaß. Vorgänger Brendan Rodgers wurde entlassen, als die Reds auf Rang zehn standen.

Skype ist mit monatlich über 300 Millionen aktiven Nutzern hinter WhatsApp und dem Facebook-Messenger einer der meistgenutzten Direktnachrichtendienste weltweit. Das Programm bietet neben Internettelefonie als ein Feature zahlreiche animierte Emojis und Videoausschnitte an. Skype und der FC Liverpool gehen nun eine Kooperation ein. Nutzer des Messengers können verschiedene animierte Grafiken in ihre Konversationen einbinden, vertreten sind neben zwei Liverpool-Smileys auch die Spieler Daniel Sturridge, Coutinho, Jordan Henderson – und Trainer Jürgen Klopp.

Wer im Messenger den Befehl „(klopp)“ eintippt, der bekommt Klopp in wohl seiner bekanntesten Rolle angezeigt: wild gestikulierend und jubelnd an der Außenlinie. Das Emoji ist frei für jeden Nutzer verfügbar. Für Fans des FC Liverpool natürlich ein Anreiz, sich den werbefinanzierten Messenger zuzulegen. Und für Liverpool eine sehr geschickte Art der Markenbindung im jüngeren Zielpublikum.

Allen wirtschaftlichen Abwägungen zum Trotz ist die Aktion vor allem eins: unterhaltsam.

  • alm
Startseite

Mehr zu: Trainer mit eigenem Emoji - Mach den (Klopp)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%