Trainer-Spekulationen beim BVB Folgt Lucien Favre auf Thomas Tuchel?

Obwohl Thomas Tuchels Vertrag mit Borussia Dortmund noch bis Ende Juni 2018 läuft, wird nach den jüngsten Verwerfungen längst über potenzielle Nachfolger spekuliert. Ein Name wird immer wieder genannt.
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Noch steht der begehrte Trainer in Nizza unter Vertrag. Quelle: dpa
Lucien Favre

Noch steht der begehrte Trainer in Nizza unter Vertrag.

(Foto: dpa)

DortmundNoch hat sich der BVB in Nizza nicht offiziell gemeldet, doch in der großen Dortmunder Trainer-Diskussion wird Lucien Favre als heißer Kandidat gehandelt. Die Mutmaßungen zum Thema Borussia Dortmund und Cheftrainer Thomas Tuchel reißen nicht ab: Neben Favre wurden und werden zahlreiche Namen von Nachfolgern des 43 Jahre alten Fußball-Lehrers derzeit öffentlich gehandelt. Beispielsweise Diego Simeone und Peter Bosz.

Für den BVB kommt die auch von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ausgelöste Debatte zur Unzeit, und eigentlich hat Tuchel beim Bundesligisten einen Vertrag bis Ende Juni 2018. Dennoch viele Details – ob wahr oder nicht – werden als deutliche Signale für eine bevorstehende Trennung nach dem DFB-Pokalfinale in Berlin gedeutet.

Nizza verhindert Abgang von Favre
Watzke und Tuchel
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Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat Trainer Thomas Tuchel wie erwartet entlassen. Tuchel sagte gegenüber "Bild": „An der Kürze der Saison-Analyse kann man sich denken, wie es ausgegangen ist.“

Keine echte Liebe
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Der Trennungs-Gipfel dauerte nur ganze 21 Minuten, schreibt "Bild": Um 12.08 Uhr am 30. Mai 2017 - nur drei Tage nach dem Pokalsieg - traf Tuchel mit seinem Berater Olaf Meinking im Hotel „L'Arrivée“ ein. Dies war genau dem Hotel, aus dem der verhängnisvolle Bombenanschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus am 11. April verübt worden war.

Danke!
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„Danke an die Fans, an die Mannschaft, an den Staff und an alle, die uns unterstützt haben. Wünsche dem @BVB alles Gute.“

(Fußball-Trainer Thomas Tuchel am Dienstag via Twitter)

Aufregende Zeit!
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„Ich bin dankbar für zwei schöne, ereignisreiche und aufregende Jahre. Schade, dass es nicht weitergeht.“ Tuchel am Dienstag via Twitter - diesen Kommunikationskanal hatte er bisher nicht genutzt.

Bosse schweigen zu Gründen
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"Borussia Dortmund als Arbeitgeber wird sich zu den Hintergründen der Trennung, die das Ergebnis eines längeren Prozesses sind und von allen Klubgremien getragen werden, nicht im Detail äußern und bittet im Sinne aller Beteiligten um Verständnis für den Wunsch, dass nicht auf der Basis von Gerüchten bzw. ohne jeden Hintergrund geurteilt wird." Erklärung von Borussia Dortmund. Es wird also wohl keine Pressekonferenz mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (links) und Sportdirektor Michael Zorc (rechts) zum Thema Tuchel geben.

Kryptische Andeutungen
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BVB-Geschaäftsführer Hans-Joachim Watzke (Mitte) ließ über den Verein nur dies mitteilen: "Der BVB legt großen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Ursache der Trennung keinesfalls um eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Personen handelt. Das Wohl des Vereins Borussia Dortmund, den viel mehr als nur der sportliche Erfolg ausmacht, wird grundsätzlich immer wichtiger sein als Einzelpersonen und mögliche Differenzen zwischen diesen."

Thomas Tuchel
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Noch vor einigen Wochen stand der BVB-Trainer Thomas Tuchel angeblich noch kurz vor einer Vertragsverlängerung, nun sucht der Verein nach einem Nachfolger. Daran hat auch der Pokalsieg in Berlin nichts geändert.

Die BVB-Verantwortlichen kommentieren die verzwickte Lage nicht mehr, denn geredet wurde zuletzt bereits (zu) viel. Sportdirektor Michael Zorc bezeichnete es jüngst im dpa-Interview als „Unsinn“, dass Tuchels Abgang beschlossen oder vorbereitet worden sei. Zuvor hatte allerdings Watzke die Diskussion losgetreten, indem er in einem Interview „Dissonanzen“ mit dem Erfolgscoach eingeräumt hatte.

Zorc stellte vor einer Woche klar: „Wir diskutieren nicht in der Öffentlichkeit über den Trainer. Das haben wir noch nie getan, nicht in sieben Jahren mit Jürgen Klopp und nicht, seitdem Thomas Tuchel Trainer ist.“ Bilanz werde gemeinsam nach Ende der Saison gezogen. Der BVB wird weiter versuchen, Schlagzeilen, die die Konzentration des Teams stören, zu vermeiden.

Immerhin geht es für den achtmaligen Meister im Saisonfinale nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um ganz viel Geld: Am Samstag gegen Werder Bremen steht die direkte Königsklassen-Qualifikation auf dem Spiel. Eine Woche später steigt das abschließende Pokal-Highlight in Berlin gegen Eintracht Frankfurt.

Die BVB-Granden dürften vor diesem Hintergrund tunlichst vermeiden, Lucien Favre oder irgendeinen anderen Kandidaten die Eignung für das Traineramt zu bescheinigen. Aus gutem Grund forderte Zorc „Ruhe im Karton“ und „volle Konzentration auf das Wesentliche“.

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