Transfer-Bilanz Bundesliga lockt immer mehr Top-Fußballer an

Showdown auf dem Fußball-Transfermarkt: Die Klubs der Bundesliga haben wieder mehr ausgegeben als eingenommen. Was auffällt: Südamerikaner sind hierzulande out. Dabei ist Brasilien unangefochtener Transfer-Weltmeister.
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Willkommen zurück: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (l) kann wieder mit Shinji Kagawa planen. Quelle: dpa

Willkommen zurück: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (l) kann wieder mit Shinji Kagawa planen.

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DüsseldorfEs ist ein hitziges Geschäft: Bis um 12 Uhr mittags – als die Frist für die Transfers von Profi-Fußballern auslief – ging es in den Managerbüros turbulenter zu als auf einem arabischen Basar. Und das weltweit. Es wird telefoniert, verhandelt, gefeilscht – bis alle Verträge unterschrieben sind und die Kader für die Saison endgültig stehen.

Die letzten Ausrufezeichen setzten in der Bundesliga die Spitzenklubs: Borussia Dortmund holte mit Shinji Kagawa seinen an England verloren gegangenen Japaner zurück. Rund acht Millionen Euro überwiesen die Westfalen an Manchester United. Ein Schnäppchen, verglichen mit dem Verkaufspreis, der doppelt so hoch war.

Bayern München lockte für eine ähnliche Summe Xabi Alonso von Real Madrid an die Isar. Der ist immerhin ein Welt- und Europameister, auch wenn er nun bereits 32 Jahre alt ist. Doch was der noch kann, bewies er gleich am vergangenen Samstag im Spiel gegen Schalke – ohne Training mit seinen neuen Mitspielern.

Insgesamt 180 Millionen Euro gaben die vier deutschen Topklubs aus München, Dortmund, Gelsenkirchen und Leverkusen in diesem Sommer für neue Spieler aus. Dabei kommt der FC Schalke mit 4,5 Millionen Euro vergleichsweise bescheiden daher. Die Einnahmen durch Verkäufe sind viel niedriger und liegen nur bei knapp 80 Millionen Euro. Insgesamt investierten die 18 Klubs mit dem Ende der Transferperiode I der Spielzeit 2014/2015 in 175 neue Profis 278,9 Millionen Euro.

„Die Erste Liga hat wieder mehr ausgegeben als eingenommen. Und die Umsätze steigen seit Jahren. Ich sehe da kurzfristig keine natürliche Grenze“, sagt Christoph Breuer, Sportökonom an der Sporthochschule Köln. Wofür auch der Vergleich mit dem europäischen Ausland spricht.

„Es wird zwar Jahr für Jahr immer mehr Geld in Spieler investiert, von den Top-Transferwerten ist die Bundesliga aber noch ein stückweit entfernt.“ Diese wurden in der aktuell abgelaufenen Transferphase erneut in England und Spanien erzielt.

Gehaltsspirale dreht sich weiter nach oben
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