Transfers in der Bundesliga Welche Fußballer gehen und welche kommen

Bis zum 1. Februar dürfen Fußballer in der Bundesliga wieder ge- und verkauft werden. Die Klubs ergänzen zwar nur ihre Kader. Dennoch könnte das Transfervolumen über 100 Millionen Euro steigen. Die Pläne der 18 Vereine.
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Julian Draxler verlässt den VfL Wolfsburg. Das ist der erste große Transfer in diesem Jahr. Quelle: dpa
Julian Draxler

Julian Draxler verlässt den VfL Wolfsburg. Das ist der erste große Transfer in diesem Jahr.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Winter ist die große Einkaufszeit im chinesischen Fußball. Seit einigen Jahren setzt die dortige Super League im Januar die Ausrufezeichen am Transfermarkt. Im vergangenen Jahr lagen die Ausgaben sogar um 100 Millionen über jenen der Premier League, was ungewöhnlich ist: traditionell entfaltet die Premier League auch im Winter die größte Aktivität.

In der Bundesliga geht es dagegen wesentlich ruhiger zu – normalerweise jedenfalls. Diese Transferperiode, die am 1. Januar begann und am 1. Februar endet, wurde mit einem Paukenschlag eröffnet. Weltmeister Julian Draxler wechselte vom VfL Wolfsburg zum französischen Dauermeister Paris Saint Germain, und das für rund 45 Millionen Euro Ablöse.

Der Nationalspieler war zuletzt bei den Wölfen unglücklich und hofft nun, mit Paris Titel sammeln zu können. Zumindest national dürfte dies wahrscheinlich sein. Geldnöte kennt der Scheichklub aus der französischen Hauptstadt nicht. National spielt der Klub eine ähnlich dominierende Rolle wie der FC Bayern in Deutschland. International ist dagegen bisher wenig gelungen.

Wegen des Draxler-Transfers könnte diese Wechselperiode einen neuen Rekord bringen. Seit der Saison 2010/11 hat die Bundesliga im Winterfenster insgesamt rund 280 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Die jeweiligen Summen in den einzelnen Jahren lagen zwischen 38 und 65 Millionen Euro für Käufe und 11 bis 71 Millionen Euro für Verkäufe. Dieses Niveau ist mit dem Draxler-Deal bereits erreicht.

International liegt die Bundesliga mit solchen Zahlen allerdings nur auf dem vierten Platz – hinter der englischen Premier League, der chinesischen Super League und der italienischen Serie A. Zu den Engländern besteht ein Klassenunterschied: Mit mehr als einer Milliarde Euro setzten die 20 Klubs fast vier Mal so viel Geld für neue Spieler ein.

Es ist allerdings trotz des großen Vorsprungs möglich, dass wieder viele Millionen aus China oder England der Bundesliga zugute kommen – und deren Transferbilanz aufpolstern. Dieses Geld könnten die Vereine umgehend wieder ausgeben, um den eigenen Kader zu verstärken. Bedarf dafür gibt es in den meisten Klubs Liga, insbesondere jenen Vereinen, die zuletzt in der Bundesliga unter ihren Ansprüchen blieben.

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