TV-Experte Mehmet Scholl liebäugelt wieder mit dem Trainerjob

Der TV-Experte Scholl möchte wieder Fußballmannschaften trainieren. Dabei kritisiert der frühere Nationalspieler die Trainerschwemme: Das sei „immer der gleiche Typus, der alles anders macht, als ich es machen würde.“
Er habe Respekt davor, „wie sehr das Trainerdasein ins Leben eingreift“. „Man hat dann nicht mehr, wie ich, drei Kinder, sondern 26, und geht mit den Sorgen ins Bett.“ Quelle: dpa
Mehmet Scholl

Er habe Respekt davor, „wie sehr das Trainerdasein ins Leben eingreift“. „Man hat dann nicht mehr, wie ich, drei Kinder, sondern 26, und geht mit den Sorgen ins Bett.“

(Foto: dpa)

BerlinDer frühere Fußball-Nationalspieler Mehmet Scholl will nach seiner Karriere als TV-Experte noch einmal als Trainer arbeiten. „Ich brenne wieder darauf“, sagte der 44-Jährige in einem Interview des Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ (Samstag). Der frühere U-23-Trainer des FC Bayern München ist seit sieben Jahren TV-Experte der ARD, sein Vertrag läuft noch bis 2018, enthält aber Ausstiegsoptionen.

„Ja, der Vertrag könnte bei einem möglichen Interessenkonflikt mit einem Trainerjob beendet werden“, erklärte Scholl. Für ihn sei klar, „dass ich spätestens nach Ende der TV-Tätigkeit meiner Leidenschaft als Trainer nachgehen werde. Auf welchem Niveau auch immer.“

Er habe Respekt davor, „wie sehr das Trainerdasein ins Leben eingreift“, meinte der ehemalige Profi des Karlsruher SC und von Bayern München. „Man hat dann nicht mehr, wie ich, drei Kinder, sondern 26, und geht mit den Sorgen ins Bett.“

Draxler nach Wolfsburg, Januzaj nach Dortmund
Julian Draxler
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Der VfL Wolfsburg schlägt am letzten Tag der Transferfrist noch einmal zu und holt Julian Draxler als Ersatz für Kevin De Bruyne. 35 Millionen Euro investiert der VW-Klub für das Talent, dass nach einem guten Start auf Schalke nicht mehr vorwärts kam. Erfolgsabhängig könnten zur Transfersumme noch fünf bis sieben Millionen Euro hinzukommen.

Adnan Januzaj
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Auch Borussia Dortmund ist am Montag noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Der belgische Nationalspieler Adnan Januzaj wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende von Manchester United zum BVB, wie der Fußball-Bundesligist mitteilte. Der 20 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler absolvierte bislang 47 Spiele in der Premier League, in denen ihm fünf Treffer gelangen. Für die belgische Nationalmannschaft kam Januzaj sechsmal zum Einsatz und gehörte 2014 auch zum WM-Kader.

Jakub Blaszczykowski
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Offenbar verlässt ein Publikumsliebling Borussia Dortmund. Jakub Blaszczykowski wechselt auf Leihbasis zum AC Florenz nach Italien. Die Fiorentina sicherte sich auch eine Kaufoption für den Polen, der seit 2007 beim BVB spielte. Zuletzt saß „Kuba“ unter Neu-Trainer Thomas Tuchel jedoch nur noch auf der Tribüne.

Javier Hernandez
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Der mexikanische Fußball-Nationalstürmer Javier „Chicharito“ Hernandez wechselt vom Premier-League-Klub Manchester United zum Bundesligisten Bayer Leverkusen. Dies gab Bayer am Montagabend bekannt. Die Ablösesumme soll 11,5 Millionen Euro betragen, in Leverkusen erhält der 27-Jährige einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018.

Aaron Hunt
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Mit dem Wechsel von Julian Draxler hat der VfL Wolfsburg keine Verwendung mehr für Aaron Hunt. Gut für den HSV: Die Hamburger haben kurz vor dem Transferschluss den Mittelfeldspieler verpflichtet. Der 28-Jährige unterzeichnete nach HSV-Angaben einen Dreijahresvertrag. Nach seinem ablösefreien Wechsel von Werder Bremen spielte Hunt nur ein Jahr bei den Niedersachsen, wo er noch einen Vertrag bis 2017 besaß. Er bestritt lediglich 15 Bundesliga-Spiele für den VfL in der vergangenen Spielzeit, zwei in dieser. In Wolfsburg suchte er nach einer neuen Herausforderung, schaffte in dem hochklassig besetzten Mittelfeld aber nicht den Durchbruch.

Robbie Kruse
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Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat sich für ein Jahr die Dienste des australischen Stürmers Robbie Kruse gesichert. Der 26-Jährige kommt zunächst auf Leihbasis bis zum Saisonende vom Ligarivalen Bayer Leverkusen, zudem besitzt der VfB eine Kaufoption. Diese soll bei rund 1,5 Millionen Euro liegen. „Mit seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit bringt er die optimalen Voraussetzungen für unser Spiel mit“, sagte Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt.

Im Bild: Bayer Leverkusen's Robbie Kruse (links) und Lars Bender beim Spiel gegen den SC Freiburg.

Kevin De Bruyne
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Der irre Poker um Kevin De Bruyne ist endgültig vorbei. Deutschlands Fußballer des Jahres wechselt für die Bundesliga-Rekordsumme von rund 75 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Manchester City in die englische Premier League. Am Sonntag bestätigten beide Clubs das gigantische Geschäft, das dem Transfermarkt einen Tag vor Ende der Wechselfrist am Montag eine neue Dynamik verleiht.

Mit seiner früheren Zunft geht Scholl hart ins Gericht. „Ich bin leidenschaftlich gern Trainer, aber ich akzeptiere die Bedingungen des Geschäfts zurzeit auch nicht, das geht in die völlig falsche Richtung.“ Derzeit komme eine Trainerschwemme auf den Markt, „immer der gleiche Typus, der alles anders macht, als ich es machen würde. Die haben nie selbst oben gespielt“, kritisierte Scholl, „und auch keine Ahnung, wie ein Profi auf höchstem Niveau tickt.“

Eine Ursache dafür sieht Scholl in der Fußballlehrer-Ausbildung des DFB. „Je mehr ich die Kandidaten beobachtet habe, die mit Bestnoten abschließen , die dieses typische Kursbestergesicht haben und die Kursinhalte aufgesogen haben, desto mehr sträubten sich mir die Nackenhaare“, sagte der frühere Profi und Trainer. „Bei denen ist Taktik oberstes Gebot, das sind Laptop-Trainer.“

  • dpa
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