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Vergabe der WM 2006 Keine Beweise für Stimmenkauf, Beckenbauer belastet

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Fifa bleibt „geschädigte Partei“

Partiell entlastet wird Ex-DFB Präsident Wolfgang Niersbach, dem laut Freshfields keine Kenntnis der Vorgänge vor 2015 nachzuweisen sind. Insgesamt befragte die Kanzlei 31 Beteiligte. „Wir konnten nicht alle Personen sprechen, die wir sprechen wollten“, sagte Christian Duve von Freshfields. So habe sich etwa der frühere FIFA-Chef Joseph Blatter nicht geäußert. Auch seien nicht alle Akten verfügbar gewesen.

Die Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer stellte die Ergebnisse ihrer monatelangen Ermittlungen am Freitag zunächst dem 45-köpfigen Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes vor. Der DFB hatte durch den Skandal großen Schaden genommen, Niersbach trat im November zurück. Im Kern geht es um eine dubiose Zahlung von umgerechnet 6,7 Millionen Euro, die das WM-Organisationskomitee nach eigenen Angaben über den früheren Adidas-Chef Louis-Dreyfus an den Weltverband FIFA leistete.

Die FIFA begrüßte den Bericht und kündigte an, den Bericht sorgfältig zu studieren und die Ergebnisse in die eigene laufende Untersuchung einbeziehen. Der Verband hat nach eigenen Angaben dem DFB Informationen für seine Untersuchung zur Verfügung und erhielt im Gegenzug Informationen, die für die FIFA-Untersuchung hilfreich sind. Dennoch blieben noch viele Fragen offen, hieß es. Die FIFA-Untersuchung werde dadurch behindert, dass wichtige Zeugen nicht bereit waren, Fragen zu beantworten oder Dokumente vorzulegen.

Die FIFA hält bei allen Untersuchungen an ihrem Status als „geschädigte Partei“ fest und kooperiert bei den laufenden diesbezüglichen Untersuchungen mit den schweizerischen und deutschen Behörden, die am besten in der Lage sind, sich alle erforderlichen Informationen zu beschaffen, um den Sachverhalt zu klären, so der Verband in einer erste Reaktion.

Die Untersuchung des Skandals um die WM-Vergabe 2006 durch die Kanzlei Freshfields ist nach Angaben von DFB-Interimspräsident Rainer Koch noch nicht abgeschlossen. „Der rechtliche Bewertungsteil fehlt noch, deshalb ist der Auftrag noch nicht abgeschlossen“, sagte Koch. Es müsse noch geklärt werden, ob, und wenn ja welche Ansprüche vonseiten des Verbandes zu verfolgen sind. „Dies ist Bestandteil des Auftrages“, so Koch.

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  • dpa
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