VfB Stuttgart im Umbruch Aufsichtsratsspitze tritt zurück

Keine Entlastung des Aufsichtsrats: Das Votum der Mitglieder des VfB Stuttgart war eindeutig. Nun ziehen der Vorsitzende Joachim Schmidt und Vize Eduardo Garcia Konsequenzen – und machen den Weg frei für einen Neubeginn.
Einem „personellen Neuanfang“ wollte der zurückgetretene Vorsitzende Joachim Schmidt nach eigener Aussage „nicht im Wege stehen“. Quelle: dpa
Neubeginn beim VfB

Einem „personellen Neuanfang“ wollte der zurückgetretene Vorsitzende Joachim Schmidt nach eigener Aussage „nicht im Wege stehen“.

(Foto: dpa)

StuttgartDie Aufsichtsratsführung des VfB Stuttgart hat ihre Ämter mit sofortiger Wirkung aufgegeben. Wie der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga am Dienstag mitteilte, informierten der bisherige Vorsitzende Joachim Schmidt und sein Stellvertreter Eduardo Garcia die Vereinsgremien am Montag über ihren Schritt.

„Ich ziehe damit die Konsequenz aus der nicht erfolgten Entlastung des Aufsichtsrats bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart am letzten Sonntag“, gab Schmidt als Begründung für seinen Rückzug an. „Offensichtlich wollte ein großer Teil der anwesenden Mitglieder einen personellen Neuanfang, dem möchte ich nicht im Wege stehen.“ Der VfB-Ehrenratsvorsitzende Hermann Ohlicher bedankte sich bei Schmidt und Garcia für deren langjähriges Engagement.

Was die Fußballklubs durch Trikotwerbung verdienen
Platz 18: SV Darmstadt 98
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Der Aufsteiger hat den niedrigsten Etat der 1. Liga – und bekommt auch den geringsten Betrag für sein Trikotsponsoring: Die Software AG überweist jährlich 1,5 Millionen Euro an Darmstadt. Der weltweit drittgrößte Anbieter von Integrationssoftware für Unternehmen ist ein treuer Wegbegleiter der „Lilien“. Seit 2008 ziert das Logo die Trikots.

Quelle: Statista

Platz 17: FC Ingolstadt
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Media Markt versucht sich seit dieser Saison in Sachen Fußball-Sponsoring. Neben Audi und Adidas ist die Elektronikmarktkette einer der drei Hauptsponsoren des FC Ingolstadt 04. Zwei Millionen Euro kassiert der Aufsteiger dafür.

Platz 16: FC Augsburg
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Der FC Augsburg vertraut seit dieser Saison auf die Münchener WWK Versicherungsgruppe und bekommt dafür in den kommenden drei Spielzeiten jährlich mehr als drei Millionen Euro. Zudem hat der Konzern zunächst für zehn Jahre die Namensrechte am Augsburger Stadion erworben.

Platz 15: Hannover 96
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Das Familienunternehmen Heinz von Heiden baut nicht nur Massivhäuser, sondern sponsort seit 2014 auch Hannover 96. Die Zusammenarbeit ist zunächst für drei Jahre vereinbart worden und bringt den Niedersachsen jährlich vier Millionen Euro.

Platz 14: FSV Mainz 05
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Die profine GmbH hat ihr bisheriges Engagement beim 1. FSV Mainz 05 ausgebaut und ist seit dieser Saison Hauptsponsor der Rhein-Hessen. Eine der Marken, Kömmerling, wird in den kommenden drei Jahren auf dem Trikot der Rheinhessen beworben. Der FSV bekommt dafür 13 Millionen Euro, ergo etwas mehr als 4,3 Millionen jährlich.

Platz 13: TSG 1899 Hoffenheim
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Die SAP AG, einst von 1899-Mäzen Dietmar Hopp mitgegründet, ist langjähriger Unterstützer der TSG Hoffenheim. 4,5 Millionen Euro zahlt der Softwaregigant an den Verein, um auf dem Trikot werben zu können.

Platz 12: 1. FC Köln
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Dass sich der 1. FC Köln Spieler wie Yuya Osaka leisten kann, verdankt er auch dem Trikotsponsor Rewe. Der Einzelhandelsgigant überweist fünf Millionen Euro im Jahr.

Nach diesen beiden Rücktritten bilden Hartmut Jenner, Wilfried Porth und Martin Schäfer den VfB-Aufsichtsrat. Der Verein teilte mit, dass das Kontrollgremium „in dieser Besetzung satzungsgemäß bis zur nächsten Mitgliederversammlung voll beschlussfähig“ sei.

Die nächste Hauptversammlung ist bislang für Juni 2016 geplant. Bei der Versammlung am vergangenen Sonntag hatten nur 28,7 Prozent der abstimmenden Mitglieder für eine Entlastung des bisherigen Aufsichtsrates votiert.

  • dpa
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