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Wachstum im Gaming-Markt Warum Schalke in E-Sports investiert – und Dortmund nicht

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BVB vernachlässigt E-Sport bewusst

Aber genau dort liegt auch die Gefahr: Wer sich als Bundesligist lediglich versucht, Präsenz im Wachstumsmarkt einzukaufen, wird als Fremdkörper wahrgenommen. E-Sport könne nicht, so an jenem Nachmittag der Tenor in verschiedenen Panels, nur dazu dienen, neue Zielgruppen an das physische Fußballspiel zu binden. Die Gaming-Abteilungen müssen für sich stehen – und erfolgreich sein.

Schalke und Wolfsburg haben hier den Vorteil der „First Mover“ und profitieren von glaubwürdigem Engagement.  Spieler wie Timo „TimoX“ Siep oder Tim „Tim Latka“ Schwartmann sind Vollzeitprofis, werden bezahlt, trainieren täglich, spielen. Und wesentlicher Teil ihrer Aufgabe ist es, in sozialen Medien präsent zu sein.

Die Stars zeigen sich vor allem auf Instagram oder Videoplattformen wie YouTube oder Twitch. Mit Wirkung: Bei Schalke 04 gehen immer mehr Anfragen bezüglich des E-Sports-Team ein. Tim Schwartmann, heißt es, wird dabei nicht nur als „Gamer“ wahrgenommen, sondern vor allem als Schalker. Eine perfekte Identifikationsfigur an der Schnittstelle zwischen Sport und E-Sport.

Der Erzrivale der Gelsenkirchener hat indes einen anderen Weg gewählt. „E-Sport ist aus unserer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt zu vernachlässigen“, erklärte BVB-Marketingdirektor Carsten Cramer beim Kölner Kongress. Die Dortmunder setzen voll auf die physische Erlebbarkeit des Fußballs, „Echte Liebe“ mit allen Konsequenzen.

Das bedeutet auch, dass das Stadionerlebnis gegen den Branchentrend nicht um „Second Screen“-Optionen digital erweitert wird. „Bei uns wird bei Anpfiff das WLAN gedrosselt“, so Cramer. Die Fans sollen sich auf das Spiel konzentrieren. „Wir sind nicht verpflichtet, First Mover zu sein“, hieß es weiter. Authentizität sei das Stichwort, versicherte Cramer.

Der Dortmunder bekam da von den Experten vor Ort volle Rückendeckung. Fazit: Die Bundesligisten sind sicher gut beraten, einen Schritt in den Trendmarkt E-Sports in Erwägung zu ziehen. Doch genauso gut beraten sind die Klubs damit, den Markteintritt nicht zu erzwingen. Die Szene spielt selbst, entscheidet frei, wem sie zusieht – und wem sie zujubelt.

 

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