Wahl zum Weltfußballer Kroos, Neuer und Löw sind dabei

Zwei Weltmeister aus der DFB-Elf können sich Hoffnungen auf die Wahl zum Weltfußballer machen. Bei den Spielerinnen und Trainern stehen ebenfalls Deutsche auf der Kandidatenliste.
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Der Weltmeister und Champions-League-Sieger von Real Madrid wurde für die Wahl zum Weltfußballer nominiert. Quelle: Reuters
Toni Kroos

Der Weltmeister und Champions-League-Sieger von Real Madrid wurde für die Wahl zum Weltfußballer nominiert.

(Foto: Reuters)

ZürichDie Weltmeister Toni Kroos und Manuel Neuer sind von der FIFA für die Wahl zum Weltfußballer nominiert worden. Bei den Trainern ist Confed-Cup-Sieger Joachim Löw einer der Kandidaten für die Auszeichnung des Fußball-Weltverbandes. Die Spielführerin der deutschen Nationalmannschaft und Triple-Gewinnerin, Dzsenifer Marozsan, steht auf der „Shortlist“ für die besten Fußballerinnen, der ehemalige Coach und jetzige Sportdirektor des Frauen-Fußball-Teams vom VfL Wolfsburg, Ralf Kellermann, auf jener der besten Trainer eines Damen-Teams. Das teilte die FIFA am Donnerstag mit. Die Auszeichnungen sollen am 23. Oktober in London vergeben werden.

Einer der Konkurrenten von Champions-League-Sieger Kroos und Neuer bei der Wahl ist natürlich der Weltfußballer des vergangenen Jahres, Cristiano Ronaldo. Kroos' Teamkollege von Real Madrid zählt auch diesmal wieder zu den Top-Favoriten für die Ehrung.

Cristiano Ronaldo zum vierten Mal als Weltfußballer gekrönt
Cristiano Ronaldo
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Cristiano Ronaldo ist nach einem sportlich herausragenden Jahr mit dem EM-Triumph als Höhepunkt zum vierten Mal zum FIFA-Weltfußballer gewählt worden. Der 31 Jahre alte Superstar setzte sich bei der Gala des Weltverbands am Montag in Zürich gegen seinen Dauer-Rivalen Lionel Messi aus Argentinien und den Franzosen Antoine Griezmann durch. Neben dem ersten großen Titel mit Portugal hatte Ronaldo 2016 auch als Anführer von Real Madrid die Champions League und die Club-WM gewonnen.

Lionel Messi
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Lionel Messi war schon fünf Mal Weltfußballer. So oft wie kein anderer. Im Privatduell mit Cristiano Ronaldo hat es für den argentinischen Superstar diesmal nicht gereicht – trotz des spanischen Meistertitels in der Primera Division. In der Champions League kam das Aus im Viertelfinale. Und im Nationaltrikot setzte es bei der Copa America Centenario wieder einmal eine bittere Finalniederlage. Anschließend wollte Messi nicht mehr für die Albiceleste spielen, hat diesen Entschluss aber korrigiert. Neben dem Platz war 2016 von der Verurteilung im Steuerprozess überschattet.

Antoine Griezmann
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Unter den Kandidaten für den Weltfußballer des Jahres war der Franzose ein Außenseiter. Andere Spieler als Ronaldo und Messi haben bei der Wahl meist nur eine geringe Chance – wie schon 2013 und 2014 die Bayern-Profis. Bei der EM begeisterte der kleine Franzose die Grande Nation und wurde mit sechs Treffern Torschützenkönig. Mit Atlético Madrid stürmte er gegen den FC Bayern ins Finale, verlor dieses aber gegen Ronaldos Real. Kritiker der Wahl meinen, dass der dritte Rang angesichts der Übermacht der Superstars ohnehin das Beste ist, was ein Spieler erreichen kann, der nicht Messi oder Ronaldo heißt.

Melanie Behringer
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Ex-Nationalspielerin Melanie Behringer hat den Titel als FIFA-Weltfußballerin 2016 verpasst. Die Olympiasiegerin von Rio de Janeiro musste sich in der Endausscheidung am Montag in Zürich der Amerikanerin Carli Lloyd geschlagen geben. Nominiert war zudem die mehrfache Weltfußballerin Marta aus Brasilien. Carli Lloyd wiederholte damit ihren Vorjahreserfolg. Bei Olympia war sie mit dem US-Team allerdings schon im Viertelfinale ausgeschieden. Letzte deutsche Weltfußballerin war Nadine Keßler im Jahr 2014. Zuvor hatten schon Nadine Angerer und Birgit Prinz den Titel als beste Fußballerin des Jahres geholt.

Zinedine Zidane
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Der Trainer von Real Madrid wurde von der Fifa bereits dreimal als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet – und hatte gute Aussichten auf die Ehrung als weltbester Trainer. Doch am Ende wurde Leicester-Coach Claudio Ranieri von der FIFA zum besten Trainer des Jahres 2016 gekürt. Der Italiener hatte in der vergangenen Saison mit dem Abstiegskandidaten Leicester City sensationell den Meistertitel in der englischen Premier League gewonnen. In der Champions League erreichte er in der laufenden Spielzeit die K.o.-Runde. „Das war ein verrücktes Jahr“, sagte Ranieri am Montag in Zürich in seiner Dankesrede.

Silvia Neid
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Silvia Neid ist zum dritten Mal als FIFA-Welttrainerin ausgezeichnet worden. Knapp fünf Monate nach der Olympia-Goldmedaille in Rio und ihrem Rücktritt als Trainerin der deutschen Fußball-Frauen erhielt sie die Ehrung am Montag in Zürich bei der Gala des Weltverbands.

Zu den insgesamt 24 Nominierten gehören neben Neuer noch zwei weitere Spieler des deutschen Meisters FC Bayern München: Stürmer Robert Lewandowski und Mittelfeld-Ass Arturo Vidal. Zusammen mit Coach Ancelotti, der bei den Trainern zur Wahl steht, stellen die Bayern damit vier Nominierte. „Glückwunsch“, twitterte der FCB. Aus der Bundesliga kann zudem noch Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund auf die Kür hoffen.

Ebenfalls mit dabei sind unter anderen Lionel Messi vom FC Barcelona und Neymar, der von den Katalanen für die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain gewechselt ist.

Für die Wahl zum besten Trainer sind insgesamt zwölf Fußball-Lehrer nominiert. Zu den Kandidaten neben Löw und Ancelotti gehören Pep Guardiola von Manchester City, José Mourinho von Manchester United und Zinédine Zidane von Kroos' Arbeitgeber Real.

Der Rekordtransfer ist endlich vollzogen
Neymar in Paris
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Der Starfußballer Neymar ist heute in Paris vorgestellt worden. Nach einigen Verzögerungen ist der Transfer nun abgeschlossen. Die Ablösesumme beträgt 222 Millionen Euro und stellt somit alle vorherigen Transfers in den Schatten.

Neymars Zeit beim FC Barcelona ist abgelaufen
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Schon seit längerer Zeit ist spekuliert worden, dass der brasilianische Nationalspieler Barcelona in Richtung Paris verlassen würde. Nachdem er sich mit Paris Saint-Germain auf einen neuen Vertrag geeinigt hatte, wurde nun auch die festgeschriebene Ablösesumme bezahlt. Ein Trikot der katalanischen Mannschaft wird er also erstmal nicht wieder überstreifen.

Der Superstar des Teams
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Nachdem er bei Barcelona „nur“ einer von mehreren Stars gewesen ist, soll Neymar bei seinem neuen Verein zum absoluten Führungsspieler werden. Statt gegen Real Madrid wird er jetzt in der Liga gegen AS Monaco oder OSC Lille auf Torejagd gehen.

Voller Vorfreude auf den neuen Torjäger
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Die Fans von Paris Saint-Germain feierten die Ankunft ihres neuen Stürmers frenetisch. Durch ihn wird das Team zum haushohen Favoriten auf den Meistertitel in der Ligue 1 und auch in der Champions League hofft man, um den Titel spielen zu können.

Neue Mitspieler
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In Paris wird Neymar nicht mit Lionel Messi oder Luis Suárez zusammen auf dem Spielfeld stehen. Dafür gehören nun die beiden Nationalspieler Julian Draxler (Foto) und Kevin Trapp zu seinem Team.

Keine lange Eingewöhnungsphase
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Ob Neymar seinem neuen Team direkt helfen kann, wird sich schon bald herausstellen. Die Ligue 1 startet nämlich schon an diesem Freitag. Allerdings hat Neymar noch einen weiteren Tag, um sich an das neue Klima zu gewöhnen. Mit Paris Saint-Germain wird er am Samstag sein erstes Spiel gegen Amiens SC bestreiten.

Hohe Erwartungen
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Ob Neymar die hohen Erwartungen, welche Fans und Verantwortliche an ihn haben, erfüllen kann, wird sich erst im Laufe der Saison beantworten lassen. Besonders an den Erfolgen in der Champions League wird man den Transfer messen.

Bei den Frauen ist Marozsan eine von zehn möglichen Siegerinnen. Die Mittelfeldspielerin von Olympique Lyon gewann mit ihrem Club in der abgelaufenen Spielzeit die Champions League, die Meisterschaft und den Pokal.

Ihre Konkurrentinnen sind unter anderen die niederländischen Europameisterinnen Vivianne Miedema und Lieke Martens. Ebenfalls nominiert sind Lucy Bronze und Jodie Taylor aus England, Deyna Castellanos (Venezuela), Pernille Harder (Dänemark), Samantha Kerr (Australien), Carli Lloyd (USA) und Wendy Renard (Frankreich).

Marozsans Coach in Lyon, Gérard Prêcheur, ist einer der Kandidaten bei den Trainerinnen und Trainern der Frauen-Mannschaften. In Ralf Kellermann steht auch ein Deutscher auf der Liste. Der 48-Jährige gewann mit dem Club in der vergangenen Saison den Meistertitel und den DFB-Pokal.

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  • dpa
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