Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Weahs Wahlprogramm gleicht einer langen Wunschliste King George greift nach der Macht

Seite 3 von 3:

Denn Weah gehört zu den wenigen reichen Liberianern, die ihre Heimat nie vergessen haben. Jahrelang finanzierte er nicht nur die Trikots und Spesenrechnungen des Nationalteams sondern spendete auch dann noch für wohltätige Zwecke, als die Schergen von Ex-Diktator Taylor ihm 1996 sein Haus in Monrovia in Brand steckten. Zuvor hatte Weah öffentlich darauf gedrungen, Liberia wegen der Verbrechen Taylors unter die Vormundschaft der Vereinten Nationen zu stellen.

Er selbst spricht so, als sei er bereits gewählt worden. „Ich werde höchstens zwei Amtszeiten absolvieren, weil ich kein Diktator bin. Das reicht, um Liberias Probleme anzugehen und zu lösen“. Es sind solch pauschale Aussagen, die bisweilen Zweifel an Weahs Eignung wecken. Denn auch wenn Liberia heute unter der Kontrolle von 15 000 Blauhelmen steht und die Kindersoldaten weitgehend entwaffnet sind, hat sich das Land noch lange nicht vom Irrsinn erholt.

Vielleicht war diese Leichtfertigkeit auch der Grund dafür, weshalb der Menschenrechtsanwalt Kofi Woods die Offerte Weahs ablehnte, sein Vizepräsident zu werden. „Wir brauchen jemanden, der das tiefe menschliche Leid und die immensen Probleme des Landes versteht und Führungsqualitäten hat“, sagt Woods. „Denn wer auch immer Präsident wird, hat keine Zeit zum Lernen.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen