Weltmeister Kevin Großkreutz wechselt zu Darmstadt 98

Kevin Großkreutz kehrt nun doch schnell in den Profifußball zurück. Der Weltmeister von 2014 heuert beim SV Darmstadt an. Die „Lilien“ sind Spezialisten für Spieler, deren Karriere ins Stocken geraten ist.
Update: 11.04.2017 - 12:16 Uhr Kommentieren
Der Weltmeister heuert im Sommer bei Darmstadt 98 an. Sein Vertrag beim VfB Stuttgart war in dieser Saison nach einer nächtlichen Prügelei aufgelöst worden. Quelle: dpa
Kevin Großkreutz

Der Weltmeister heuert im Sommer bei Darmstadt 98 an. Sein Vertrag beim VfB Stuttgart war in dieser Saison nach einer nächtlichen Prügelei aufgelöst worden.

(Foto: dpa)

DarmstadtWeltmeister Kevin Großkreutz erhält eine neue Chance beim designierten Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt 98. Der 28-Jährige wurde gut einen Monat nach seiner Suspendierung beim VfB Stuttgart von den Lilien mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. „Ich freue mich riesig auf Darmstadt 98“, sagte Großkreutz in einer Clubmitteilung vom Dienstag. „Torsten Frings hat sich sehr um mich bemüht und zusammen mit den Verantwortlichen davon überzeugt, dass es der richtige Schritt für mich ist.“

Der Vertrag gilt vom 30. Juni an, und so kann sich der sechsfache Nationalspieler noch einmal im deutschen Profifußball beweisen. „Ich bin überglücklich und unheimlich stolz, dass es uns gelungen ist, einen Spieler wie Kevin Großkreutz nach Darmstadt zu holen und ihn von unserem Weg zu überzeugen“, sagte Trainer Frings. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den überraschenden Transfer berichtet.

Der langjährige Dortmunder Abwehr- und Mittelfeldspieler hatte nach seiner Trennung vom Zweitligisten Stuttgart am 3. März angekündigt, sich vorerst aus dem Profifußball zurückziehen zu wollen. Der Vertrag mit dem VfB war aufgelöst worden. Damit reagierten die Schwaben auf einen folgenschweren nächtlichen Ausflug von Großkreutz mit Jugendlichen des VfB. Bei einem Angriff einer anderen Gruppe wurde der 28-Jährige verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Zwei Tatverdächtige im Fall der Prügelattacke befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

„Ich möchte nicht einfach so abhauen. Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut“, hatte Großkreutz nach dem schlagzeilenträchtigen Fall bei einer Pressekonferenz des VfB am 3. März gesagt und dabei geweint. Schon früher haben dem Profi private Vorfälle zu schaffen gemacht. Zum Beispiel der angebliche Dönerwurf 2014 in der Kölner Innenstadt oder die Pinkelaffäre wenig später, als er im Anschluss an das gegen Bayern München verlorene DFB-Pokalfinale in der Lobby eines Berliner Hotels volltrunken uriniert haben soll.

„Ich lege hiermit seine Ablösesumme auf 400 Millionen Euro fest“
Fünf
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Fünf Spiele in Serie haben die abstiegsbedrohten Mainzer verloren. Das hatte Trainer Martin Schmidt zuvor noch nie erlebt.

Sechs
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Robert Lewandowski trifft erstaunlich oft mehrfach. Gegen den BVB schnürte er seinen sechsten Doppelpack, dazu kommen drei Dreierpacks.

Sieben
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Die letzten sieben Vereine, die den FC Bayern München besiegten, versagten im nächsten Bundesliga-Spiel. Nur einem gelang ein Remis. Die TSG Hoffenheim verlor nach dem Sieg gegen die Münchner prompt beim HSV.

Sieben
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Sieben Tore hat Mario Gomez in den sieben Spielen unter der Regie von Trainer Andries Jonker geschossen. In diesem Zeitraum gab es keinen anderen Wolfsburger Torschützen.

Achtzehn
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18 Joker-Tore hat Freiburgs Angreifer Nils Petersen nun erzielt und damit den Rekord von Ex-Bayern-Stürmer Alexander Zickler egalisiert.

Zweiundzwanzig
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22 Punkte holte Gladbach bislang in der Rückrunde. Nur vor zwei Jahren war man nach elf Partien in der zweiten Halbserie besser.

Dreißig
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Seit über einem Jahr und 30 Pflichtspielen ist der FC Bayern daheim unbesiegt.

Zu seiner Glanzzeit bei Borussia Dortmund wurden ihm die Eskapaden weitgehend verziehen, schließlich galt er in Dortmund unter Trainer Jürgen Klopp als eine der Identifikationsfiguren des BVB schlechthin. Stuttgart verpflichtete Großkreutz im Januar 2016. Nach dem unrühmlichen Ende beim VfB schlägt er nun ein weiteres Kapitel in Darmstadt auf.

„Kevin verfügt über eine unfassbare Erfahrung, ist Weltmeister, hat auf absolutem Top-Niveau gespielt - und ich habe in den Gesprächen gespürt, wie heiß er auf diese neue Herausforderung ist“, erklärte Frings. „Er wird sportlich und auch als Typ ein ganz wichtiger Baustein für unser Team in der kommenden Saison sein.“

Großkreutz kann auf 186 Bundesliga-Begegnungen und 49 Zweitliga-Partien verweisen. Mit Dortmund gewann er zweimal die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. „Wie bei all meinen vorherigen Clubs werde ich alles dafür tun, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden“, kündigte Großkreutz an.

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