Weltmeister siegt 7:0 Erst geschludert und dann getroffen

In der Halbzeit war das Spiel in der EM-Qualifikation gegen Gibraltar hart an der Grenze zur Peinlichkeit. Dann hat sich der Weltmeister mit einem standesgemäßen Kantersieg in den Urlaub verabschiedet.
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Die deutsche Nationalmannschaft feierte einen klaren Sieg - auch wenn die erste Halbzeit sehr schwach war. Foto: Arne Dedert Quelle: dpa
Pflichtsieg

Die deutsche Nationalmannschaft feierte einen klaren Sieg - auch wenn die erste Halbzeit sehr schwach war. Foto: Arne Dedert

(Foto: dpa)

FaroEine deutliche Steigerung nach der Pause und ein Tore-Dreierpack von André Schürrle brachten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen 7:0 (1:0)-Erfolg gegen den krassen Außenseiter Gibraltar. Mit dem zweithöchsten Sieg unter Bundestrainer Joachim Löw nach dem 13:0 in San Marino 2006 ist das DFB-Team mit 13 Punkten vor dem „heißen Herbst” in der EM-Qualifikation-Gruppe D hinter Polen (14) auf Rang zwei gerückt.

Neben Schürrle (28., 65. und 71.) trugen sich zweimal der zukünftige Wolfsburger Max Kruse (47. und 80.) sowie Ilkay Gündogan (51.) und Karim Bellarabi (57.) in die Torschützenliste ein. Ein versöhnlicher Abend wurde es für die mitgereisten deutschen Fans aber erst in der zweiten Halbzeit, als die DFB-Auswahl gegen die Amateure aus Gibraltar zu ihren Toren kam.

„Wir haben in der ersten Halbzeit vier, fünf große Chancen vertan und uns das Leben selbst schwer gemacht. In der Halbzeit bin ich ein bisschen deutlicher geworden. Genau das war ja auch das Thema nach dem USA-Spiel. Wir gehen zu fahrlässig mit den Möglichkeiten um”, kritisierte Löw, der mit der Reaktion im zweiten Durchgang zufrieden war: „Da waren wir konzentrierter und konsequenter beim letzten Pass und beim Torabschluss.” Löw blickte bereits zuversichtlich auf die entscheidenden Spiele im kommenden Herbst. „Wir werden in die Spur finden und die nötigen Punkte machen, um uns zu qualifizieren.”

In den ersten 45 Minuten holperte es bei Mesut Özil (l) und Co. noch. Zu viele Chancen wurden ausgelassen. Foto: Arne Dedert Quelle: dpa
Vergeben

In den ersten 45 Minuten holperte es bei Mesut Özil (l) und Co. noch. Zu viele Chancen wurden ausgelassen. Foto: Arne Dedert

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Kapitän Bastian Schweinsteiger gab sich selbstkritisch, nachdem er einen Foulelfmeter verschossen hatte (10.). „Das darf nicht passieren”, sagte der Bayern-Profi und ergänzte: „Wichtig ist aber, dass wir in der zweiten Halbzeit rausgegangen sind und die Tore geschossen haben. Wir haben drei Punkte geholt und 7:0 ist ein Ergebnis, mit dem man gut leben kann.” So sah es auch Schürrle: „Solche Spiele sind gut, um Tore zu schießen. Wir wollten es. 7:0 ist ein gutes Ergebnis.”

Ein tapferer Gastgeber
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