Formel 1 Alfa Romeo kehrt mit Sauber zurück

Mit Alfa Romeo will das zuletzt chancenlose Sauber Team in der Formel 1 wieder angreifen. Die Partner einigen sich auf eine Partnerschaft über „mehrere Jahre“. Für Pascal Wehrlein sieht es weiter düster aus.
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Der zum Fiat-Konzern gehörende Autobauer ist zurück in der Formel 1. Quelle: AFP
Alfa Romeo

Der zum Fiat-Konzern gehörende Autobauer ist zurück in der Formel 1.

(Foto: AFP)

HinwilDer italienische Autobauer Alfa Romeo kehrt nach 30 Jahren als Partner des Sauber-Teams in die Formel 1 zurück. Von der kommenden Saison an werde der Schweizer Rennstall als „Alfa Romeo Sauber“ an den Start gehen, teilten beide Seiten am Mittwoch mit. Der Name Alfa Romeo hat in der Formel 1 einen großen Klang, Giuseppe Farina (1950) und Rennsportlegende Juan Manuel Fangio (1951) fuhren in Autos des Herstellers zu den ersten beiden Weltmeistertiteln.

Hintergrund des Deals ist die Zusammenarbeit von Sauber mit Ferrari als Motorenlieferant. Wie Ferrari gehört auch Alfa Romeo zum Fiat-Konzern. Fiat-Chef Sergio Marchionne sieht für die Traditionsmarke die Möglichkeit, „ein aufregendes neues Kapitel in seiner einzigartigen, legendären Sportgeschichte zu schreiben“, wie er erklärte. Auch sei die Einigung mit Sauber „ein bedeutender Schritt für die Neuausrichtung der Marke Alfa Romeo“, betonte Marchionne.

Bei der Partnerschaft gehe es um eine „strategische, kommerzielle und technologische Zusammenarbeit“, ließ Sauber wissen. Die Kooperation laufe über mehrere Jahre, hieß es. „So eng mit einem Autohersteller zusammenzuarbeiten, ist eine große Chance für die Sauber-Gruppe“, sagte Sauber-Präsident Pascal Picci und verwies auf eine lange Erfolgsgeschichte von Alfa Romeo in der Motorsport-Königsklasse.

Das Rennen um die besten Formel-1-Cockpits
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Dem Vernehmen und den tatsächlichen Informationen zufolge, ist keiner der Piloten von Ferrari, Mercedes und Red Bull - und damit der drei dominierenden Teams - über 2019 hinaus an einen Rennstall gebunden.

Ferrari
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Was macht Vettel? Seit 2015 fährt er für die Scuderia, soll sie wieder zu Ruhm und Erfolg führen, am besten wie einst Vorbild Michael Schumacher. In Jahr drei von Vettels Engagement stehen die Chancen auf den Titel erstmals richtig gut. Der Heppenheimer führt die Meisterschaft vor dem Start in den zweiten Saisonabschnitt beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps mit 14 Punkten vor Hamilton im Mercedes an. Eigentlich beste Voraussetzungen für einen neuen Vertrag.

Sebastian Vettel
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Der Vierfach-Weltmeister zögert. Keine Neuigkeiten, auch nicht vor dem Ferrari-Heimrennen im italienischen Monza in gut einer Woche. Obwohl sein Kollege Kimi Räikkönen als Fahrer auch für 2018 bereits bestätigt wurde. Legt sich Vettel auf einen Verbleib fest, wird vor allem entscheidend sein, wie lange. Ein Wechsel des 30-Jährigen zu Mercedes wird immer wieder mal gehandelt, ein Pascal Wehrlein oder Nico Hülkenberg scheinen kaum adäquate deutsche Alternativen für ein Cockpit im deutschen Werksteam zu sein. Aber solange Hamilton bei Mercedes fährt, wird Vettel nicht kommen, ist der Brite überzeugt. Vettel wolle nicht an seiner Seite antreten.

Brite Lewis Hamilton
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Aber wie lange fährt Hamilton noch bei Mercedes und überhaupt? Er wirkt fest entschlossen in diesen Tagen nach der Sommerpause, Titel Nummer vier am Ende dieser Saison zu holen. Von PS-Müdigkeit ist bei dem 32-Jährigen derzeit nichts zu spüren. Aber bei Hamilton weiß man nie. Er scheint nach Instinkt zu fahren und zu leben. Sein Vertrag gilt noch bis Ende 2018. Der von seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas läuft nach dieser Saison aus.

Mercedes
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So wie durch den Adhoc-Abschied von 2016er-Weltmeister Nico Rosberg will sich Mercedes nicht noch einmal überrumpeln lassen. Teamchef Toto Wolff arbeitet bereits an Alternativ-Lösungen. „Wir haben einen Plan A, danach gibt es einige andere Varianten, denn der Fahrermarkt wird sich 2018 und 2019 sehr verändern“, sagt der Motorsportchef von Mercedes: „Es ist wichtig, auch Plan B oder C zu haben.“

Max Verstappen
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Er ist wohl der begehrteste Fahrer mit Blick auf die kommenden Jahre: Max Verstappen. 19 Jahre jung, fährt aber bereits seine dritte Saison. Sein Vertrag soll bis 2019 gültig sein. Ob er eine Ausstiegsklausel bei ausbleibendem Erfolg hat, ist nicht bekannt. Keines der Top-Teams kann es sich wohl erlauben, den in Belgien geborenen Niederländer nicht mit auf die Rechnung zu nehmen.

Red Bull
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Keine schlechte PS-Partie ist auch Daniel Ricciardo. Der 28 Jahre Australier ist neben seinem sportlichen Können auch ein PR-Gewinn für jedes Team mit seinem erfrischenden Auftreten. Es soll auch mindestens bis Ende 2018 an Red Bull gebunden sein.

Nach den zwei WM-Triumphen in den ersten beiden Formel-1-Jahren war Alfa Romeo zunächst bis 1979 nur als Motorenlieferant dabei, ehe das Unternehmen wieder mit eigenen Autos antrat. 1985 steuerten der Brasilianer Riccardo Patrese und der Amerikaner Eddie Cheever zuletzt Formel-1-Autos für Alfa Romeo. Nach zwei weiteren Jahren als Motorenbauer kehrten die Italiener der Formel 1 dann erneut den Rücken.

Wer im kommenden Jahr die beiden Sauber mit dem Alfa-Romeo-Logo fahren wird, ist derzeit noch unklar. Für den Deutschen Pascal Wehrlein, in der abgelaufenen Saison Stammpilot, ist wohl kein Platz mehr bei dem Team. Erwartet wird, dass er durch Ferrari-Zögling Charles Leclerc ersetzt wird, der zuletzt Formel-2-Champion wurde. Möglich ist, dass auch der Schwede Marcus Ericsson noch weichen muss und Ferrari in Antonio Giovinazzi einen weiteren Fahrer aus der eigenen Nachwuchsabteilung unterbringen will.

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  • dpa
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