Formel 1 Malaysia verabschiedet sich nach fast 20 Jahren

Im Herbst rasen die Formel-1-Boliden ein letztes Mal auf dem Sepang International Circuit. Der malaysischen Regierung ist der Motorsport zu teuer. Neben Deutschland kehrt aber auch ein anderes Land im neuen Jahr zurück.
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Der Sepang International Circuit wird dieses Jahr ein letztes Mal für die Königsklasse des Motorsports zur Verfügung stehen. Quelle: dpa
Formel 1 in Malaysia

Der Sepang International Circuit wird dieses Jahr ein letztes Mal für die Königsklasse des Motorsports zur Verfügung stehen.

(Foto: dpa)

ShanghaiNach 19 Jahren verabschiedet sich Malaysia aus dem Formel-1-Rennkalender. Der Grand Prix am 1. Oktober dieses Jahres wird der vorerst letzte in Sepang sein. „Es ist immer traurig, einem Mitglied der Formel-1-Familie Lebewohl zu sagen“, erklärte der neue Marketingchef der Formel 1, Sean Bratches, am Freitag auf der Internetseite der Königsklasse des Motorsports. Diese Entscheidung hätten die Formel 1 und der ausrichtende Sepang International Circuit gemeinsam getroffen.

Malaysias Tourismusminister Nazri Aziz hatte unlängst beklagt, dass der Sport mittlerweile zu teuer für den Ausrichter geworden sei und nicht mehr so attraktiv. Malaysia war 1999 erstmals Gastgeber.

Das sind die Teams der Saison 2017
Mercedes AMG Petronas
1 von 30

Steckbrief:
Teamchef: Toto Wolff
Firmensitz: Brackley (Großbritannien)
Debütsaison: 2010
Chassis: W08
Motor: Mercedes-Benz
Grand-Prix-Teilnahmen: 136
Siege: 55
Fahrer: Lewis Hamilton (Großbritannien), Valtteri Bottas (Finnland)
Titel: Konstrukteurs-Weltmeister 2014 bis 2016

Lewis Hamilton
2 von 30

Der Brite Lewis Hamilton wurde 1985 in Hertfordshire geboren und nahm 2007 in Australien an seinem ersten Grand Prix teil. Seinen ersten Sieg konnte Hamilton 2007 beim Großen Preis von Kanada einfahren. In den Jahren 2008, 2014 und 2015 wurde er Weltmeister.

Valtteri Bottas
3 von 30

Der Finne schlüpft für Nico Rosberg ins Cockpit, der seine Karriere nach seinem Titel im vergangenen Jahr beendet hat. Ob er das Zeug hat, Hamilton zu schlagen? „Schwer zu sagen, denn es ist bekanntlich nicht so leicht, Lewis zu schlagen“, sagte Rosberg in einem Interview. Bottas nahm 2013 an seinem ersten Grand Prix in Australien teil. Der 1989 geborene Rennfahrer begann, wie fast alle Formel-1-Fahrer, seine Motorsportkarriere auf der Kartbahn. Im Jahr 2014 wurde er WM-Vierter.

Red Bull Racing
4 von 30

Steckbrief:

Teamchef: Christian Horner
Firmensitz: Milton Keynes (Großbritannien)
Debütsaison: 2005
Chassis: RB13
Motor: Renault (Namensrecht an TAG Heuer verkauft)
Grand-Prix-Teilnahmen: 222
Siege: 52
Fahrer: Daniel Ricciardo (Australien), Max Verstappen (Niederlande)
Titel: Konstrukteurs-Weltmeister 2010 bis 2013

Daniel Ricciardo
5 von 30

Für Red Bull geht in dieser Saison wieder Daniel Ricciardo an den Start. Der 1989 geborene Australier fährt seit 2014 für den Rennstall und wurde 2014 und 2016 WM-Dritter. Seine Formel-1-Karriere begann mit dem Großen Preis von Großbritannien im Jahr 2011 – drei Jahre später konnte er mit dem Großen Preis von Kanada sein erstes GP-Rennen gewinnen.

Max Verstappen
6 von 30

Der Niederländer Max Verstappen wurde 1997 geboren und ist damit einer der jüngsten Fahrer in dieser Saison. Er startete erstmals beim Grand Prix von Australien im Jahr 2015. Bislang konnte Verstappen einmal einen Grand Prix gewinnen, außerdem wurde er 2016 WM-Fünfter.

Scuderia Ferrari
7 von 30

Steckbrief:

Teamchef: Maurizio Arrivabene
Firmensitz: Maranello (Italien)
Debütsaison: 1950
Chassis: SF70H
Motor: Ferrari
Grand-Prix-Teilnahmen: 929
Siege: 224
Fahrer: Sebastian Vettel (Deutschland), Kimi Räikkönen (Finnland)
Titel: 16 Mal Konstrukteurs-Weltmeister

Bratches zufolge wird die Formel 1 im kommenden Jahr 21 Stationen umfassen. Wie schon länger bekannt ist, feiert Frankreich nach zehn Jahren Pause in Le Castellet im Süden des Landes auf der Paul-Ricard-Strecke ein Comeback.

Zudem findet Bratches zufolge 2018 auch ein Deutschland-Rennen statt. Details nannte der Formel-1-Marketingchef nicht. 2015 war das Formel-1-Rennen in Deutschland abgesagt worden, weil weder der Nürburgring noch Hockenheim eine finanzielle Einigung mit dem langjährigen Chefvermarkter Bernie Ecclestone erzielten. Auch 2017 wird nicht in Deutschland gefahren. Hockenheim trug zuletzt aus Kostengründen nur noch alle zwei Jahre das Deutschland-Rennen aus und wäre im Rahmen dieser Vereinbarung 2018 wieder an der Reihe.

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  • dpa
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