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Formel 1 Nürburgring wird noch höhere Verluste einfahren

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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue

Sowohl die Nürburgring GmbH als auch Richters Mediinvest stellten in ihrem Joint Venture CST je einen alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer. Das nutzte Richter laut Rechnungshof kräftig aus: Er vergab überflüssige und überteuerte Aufträge an Firmen, an denen er selbst beteiligt war. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt daher wegen Untreue gegen ihn. Richter sagt, er wolle nun mit der Staatsanwaltschaft kooperieren. „Wenn wir etwas falsch gemacht haben sollten, haben wir ein großes eigenes Interesse, den Fehler zu finden.“

Noch komplexer war das Firmengeflecht, mit dem Richter beim Neubau von zwei Hotels, einem Feriendorf und dem Party-Stadel „Grüne Hölle“ agierte. Der angebliche Privatinvestor konnte die Finanzierung nicht stemmen – und erhielt 85 Millionen Euro als stille Einlagen von einer landeseigenen Bank. Laut Rechnungshof hatte Richter ein Netz von acht Firmen geknüpft, um die Gelder zu verteilen.

Im Mittelpunkt stand dabei die Motorsport Resort Nürburgring GmbH (MSR). Sie leitete das Geld weiter an andere Firmen, die wiederum Richter gehörten. Nachdem das Geld ausgegeben war, verkaufte der Düsseldorfer Unternehmer die MSR samt ihrer Verbindlichkeiten für einen Euro weiter. Der Käufer war das Land Rheinland-Pfalz.

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  • Florian Zerfaß
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3 Kommentare zu "Formel 1: Nürburgring wird noch höhere Verluste einfahren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dann müßte die SPD ja zugeben, dass sie dort auch Mist gebaut hat.

  • Wann endlich steht in Mainz ein Regierungsmitglied auf, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten? Oder sind diese Leute etwa auch in den div. Verschiebefirmen engagiert? Es kann doch einfach nicht wahr sein, welche Dreistigkeiten sich die Betreiber leisten können!!

  • Schön wie die Politik solche Zockergeschäfte locker ermöglicht. Und am Ende zahlt der Michel und keiner will
    es gewesen sein!