Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Honda mit „Erdball“-Auto Grüne Formel 1

Auch die Formel 1 kann sich dem Klimaschutz nicht mehr verschließen und will künftig auf die CO2-Bremse treten. Dennoch bleibt das Bemühen um umweltfreundlichere Technologien in dem Vollgassport ein Balance-Akt.
Fahrende Weltkarte Quelle: dpa

Das Design des neuen Honda-Boliden soll das Umweltbewusstsein stärken.

(Foto: dpa)

dpa MELBOURNE. Formel 1 und Umweltschutz galt bisher als unvereinbar: Die rund 800 PS starken Rennwagen verbrennen alleine zwischen 80 und 100 Liter Treibstoff auf 100 Kilometern, und der CO2-Ausstoß in der Elite-Klasse des Motorsports ist Schwindel erregend hoch. Mit rund 1 500 Gramm CO2 pro Kilometer spuckt ein Formel-1-Renner etwa neun Mal so viel des umweltschädlichen Gases aus wie ein Straßenauto (Durchschnittswert zwischen 160 und 170 Gramm CO2/km). Für PKW fordert die Europäische Union bereits einen Grenzwert von 130 Gramm.

Der Automobil-Weltverband FIA hat sich auf die Zeichen der Zeit eingestellt und denkt über Maßnahmen in der Formel 1 zum Klimaschutz nach. Bio-Benzin soll es nach derzeitigem Stand von 2011 an geben. Mit Hochdruck sollen zudem Konzepte zur Energie- und Wärme-Rückgewinnung erstellt werden. Nur so könne verhindert werden, dass man die Formel 1 nicht „als Dinosaurier bezeichnet“, meint der FIA-Chef Max Mosley.

Also wurde die „Grüne Formel 1“ als mittel- und langfristiges Ziel ausgerufen. Demonstrativ wird Honda in Melbourne beim Großen Preis von Australien sowie den restlichen 16 Saisonrennen mit seinen „Erdball“-Rennern antreten. Auf die Firmenlogos als Werbung wurde nach dem Ausstieg des Hauptsponsors - ein Tabak-Hersteller - verzichtet. Stattdessen schmückt das Auto eine Weltkarte. „Die Klimaveränderung ist vermutlich das größte Einzelproblem, das unseren Planeten bedroht - und auch die Formel 1 ist an diesem Problem nicht unbeteiligt“, sagte Honda-Teamchef Nick Fry.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen