Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Motorsport Experten warnen vor Finanzkrise beim Hockenheimring

Wirtschaftsprüfer sehen den Hockenheimring in einer akuten Finanzkrise. In den letzten Wochen hätten sich durch einen Umsatzeinbruch beim Kartenvorverkauf für das Formel-1-Rennen im nächsten Sommer die Rahmenbedingungen „drastisch verändert“.
Luftaufnahme Quelle: dpa

Der Hockenheimring aus der Luft gesehen.

(Foto: dpa)

dpa MANNHEIM. „Den Gesellschaften der Hockenheimring-Gruppe droht bereits heute kurzfristig die Zahlungsunfähigkeit“, warnen die Prüfer der Wirtschaftsprüfgesellschaft Ernst & Young in einem internen Gutachten für die Hockenheimring-Gmbh, über das der „Mannheimer Morgen“ berichtete. Das Blatt schrieb weiter, die von der Hockenheimring-Gmbh eingeschaltete Prüfgesellschaft empfehle ein Sanierungskonzept, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Bei der Hockenheim-Gmbh war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Das von Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer (SPD) vorgestellte Rettungskonzept beurteile Ernst & Young skeptisch, hieß es in der Zeitung weiter. Dies würde nach Berechnungen der Prüfer nur einen Aufschub bis April 2006 bringen. Der Verkauf der Rennstrecke und die anschließende Rückmietung soll laut Gummer 25 Mill. Euro in die Kasse bringen und die Schuldenlast senken. Nach Ansicht der Prüfer könne mit einer solchen Transaktion der kurzfristige Liquiditätsbedarf zwar deutlich reduziert werden. Doch sei damit „keine nachhaltige Sanierung des operativen Geschäftsbetriebs verbunden“. Der Jahresfehlbetrag für 2006 werde von Ernst & Young mit 1,5 Mill. Euro angegeben. Durch die jährlich anwachsenden Gebühren an die Formel 1 sei für die weitere Zukunft mit „nachhaltigen, beziehungsweise steigenden Verlusten“ zu rechnen.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite