Skandal-Unfall in der DTM „Viel Spaß beim Sportgericht“

Ein Kommando über Funk - und Sekunden später stehen zwei Konkurrenten im Kiesbett. Timo Scheider und Audi haben sich mit der Funk-Affäre von Spielberg eine Menge Ärger eingehandelt – es geht wohl vor Gericht.
Update: 03.08.2015 - 15:27 Uhr Kommentieren
Nach dem Rempler durch Timo Scheider ging es für Pascal Wehrlein nicht mehr weiter. Quelle: dpa
Im Kies

Nach dem Rempler durch Timo Scheider ging es für Pascal Wehrlein nicht mehr weiter.

(Foto: dpa)

SpielbergAm Tag nach der Funk-Affäre von Spielberg verkniff sich DTM-Pilot Pascal Wehrlein emotionale Ansagen in Richtung Audi. „Ich möchte niemandem drohen, ich möchte nicht mit solchen Aktionen in Zukunft für Furore sorgen, so wie es Audi jetzt gemacht hat“, sagte der Mercedes-Fahrer am Montag im TV-Sender Sky Sport News HD und kündigte mit Blick auf die verlorene Führung im Deutschen Tourenwagen Masters „volle Attacke“ an: „Ich möchte fair wieder zurück an die Spitze kommen.“

Zuvor schrieb der 20-Jährige auf Facebook: „Für mich hat sich der Fall erledigt. Die Sportkommissare haben es nach Auswertung der Videos und Daten als ABSICHT eingestuft.“ Dahinter folgte noch ein - später gelöschter - bitterer Gruß: „Viel Spaß beim Sportgericht.“

Dort landet der Satz „Timo, schieb ihn raus“ von Audis Motorsportchef Wolfgang Ullrich womöglich noch vor dem nächsten DTM-Rennen in Russland am 29. August. Sekunden nach der laut Ullrich versehentlichen Ansage rammte Audi-Fahrer Timo Scheider in Spielberg die Mercedes von Wehrlein und Robert Wickens von der Strecke. Die Sportkommissare disqualifizierten den zweimaligen DTM-Champion noch am Sonntagabend und verwiesen den Fall an das Sportgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB).

Rennfahrer nimmt Mechaniker aufs Korn
Alles Roger
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Brad Keselowski auf dem Weg zu seinem Wagen beim Nascar Sprint Cup am Pocono Raceway in Long Pond, Pennsylvania.

Keine Probleme im Rennen
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Keselowski, im Wagen mit der Nummer 2, hat auf der Strecke keine Auffälligkeiten bemerkt.

Problem in der Box
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Bei der schnellen Anfahrt zum Boxenstopp jedoch blockieren plötzlich die Bremsen des Nascar-Boliden.

Fliegende Mechaniker
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Damit konnten seine Mechaniker natürlich nicht rechnen. Eine Info vorab: alle Beteiligten blieben ausnahmslos unversehrt.

Unglaubliche Bilder
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Fotografen halten den unvermeidlichen Aufprall fest. Den Mann mit dem Wagenheber hebelt es komplett aus.

Starke Reflexe
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Während dem Mechaniker mit dem Wagenheber den Sturz kaum kontrollieren kann, rettet sich der Kollege mit dem Schlagschrauber durch einen beherzten Sprung auf die Motorhaube.

Rad-los
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Keselowski kommt zum Glück noch zum Stehen. Sein Mechaniker muss jedoch das für den Wechsel angedachte Rad loslassen – das wiederum verabschiedet sich Richtung Boxengasse.

Wehrlein war am Sonntag als Führender der Meisterschaft gestartet. Mit einem Start-Ziel-Sieg übernahm Audi-Fahrer Mattias Ekström die Gesamtführung nach dem zehnten von 18 Saisonrennen. „Was mich am meisten an der Situation ärgert ist, dass aktiv in die Meisterschaft eingegriffen wurde und mir Punkte damit weggenommen wurden. Ich möchte aber niemandem Körperverletzung oder sonst was unterstellen“, sagte Wehrlein.

Mit unterschiedlichen Schilderungen sorgte Ullrich zunächst für weitere Verwirrung und Unmut, am Ende teilte er dann schriftlich mit: „Es kam im TV wirklich so rüber, als hätten wir Timo (Scheider) die Anweisung gegeben, einen Konkurrenten von der Strecke zu schieben. Doch das war definitiv nicht der Fall.“

Audi droht eine saftige Strafe
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