Krankenhaus statt Siegerpodest Steiner-Unfall überschattet Gewichtheben

Peking-Olympiasieger Matthias Steiner wollte eine Medaille im Gewichtheben, sein Auftritt endete aber mit einem bösen Unfall. Noch während des Wettkampfes wurde er ins Krankenhaus gebracht, inzwischen gibt es Entwarnung.
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Schockmoment: Mattthias Steiner bekommt seine Hantel in den Nacken Quelle: dapd

Schockmoment: Mattthias Steiner bekommt seine Hantel in den Nacken

(Foto: dapd)

LondonDer dramatische Olympia-Auftritt von Matthias Steiner in London endete bitter. Nachdem ihm beim zweiten Versuch im Reißen die 196 Kilogramm schwere Hantel auf den Nacken gestürzt war, blieb der 29 Jahre alte Heidelberger am Dienstagabend sekundenlang auf dem Boden liegen. Danach humpelte der Peking-Olympiasieger geschockt von der Bühne und brach schließlich den Wettkampf ab. Zur Sicherheit wurde er in eine Klinik gebracht und dort geröntgt. „Er kann gehen und sprechen. Das ist die Hauptsache, alles andere ist unwichtig“, berichtete Steiners Ehefrau Inge. Es seien keine ernsthaften Wirbelschäden aufgetreten.

„Im ersten Augenblick habe ich gedacht: Oh, Gott. Das sah so gefährlich aus, so etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte Bundestrainer Frank Mantek. „Er sagte mir sofort: Ich kann meine Beine spüren.“ Die verpasste Medaille war nur noch Nebensache. Der 150-Kilo-Hüne wollte kein gesundheitliches Risiko eingehen.

Sein dritter olympischer Auftritt nach 2004 und 2008 dauerte nur zwei Versuche. In der Pause vor dem Stoßen versuchte es Steiner im Aufwärmraum noch einmal. „Er hat 70 Kilo in die Hand genommen, aber die konnte er nicht wegheben. Dann habe ich ihm empfohlen: Mach Schluss“, berichtete Mantek. Steiners Unfall sei ein technischer Fehler vorausgegangen, er sei in Rücklage geraten, meinte Mantek.

So hatte sich der für den Chemnitzer AC startende Steiner sein London-Abenteuer nicht vorgestellt. Ernüchtert musste er im Krankenhaus erfahren, wie sich der iranische Doppelweltmeister Behdad Salimikordasiabi mit 455 Kilogramm (Reißen 208/Stoßen 247) die Goldmedaille sicherte.

Die war für Steiner ohnehin kein Thema, mit Bronze hatte er aber geliebäugelt. Sein Mannschaftskollege Almir Velagic wurde mit der persönlichen Bestleistung von 426 Kilogramm (192/234) wie 2008 Achter. In Peking hatte er allerdings nur 413 Kilo zur Hochstrecke gebracht.

Schon Probleme in der Vorbereitung
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1 Kommentar zu "Krankenhaus statt Siegerpodest: Steiner-Unfall überschattet Gewichtheben"

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  • Blicke ich auch diesen Medailenspiegel, wo der 2. und 3. Platz nicht wirkl. zählt, gibt es anscheinend nur Loser, die in Dtl. an den Start gehen / gingen. Es ist ein Lichtblick, dass Dtl wenigsten noch vor dem Iran placiert ist.....

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