Olympia Slalom Neureuther fädelt ein – Dopfer wird Vierter

Autounfall, Trainingsabbruch, starke Rückkehr – doch eine Medaille als Olympia-Krönung blieb Felix Neureuther verwehrt. Fritz Dopfer verfehlte Bronze nur um fünf Hundertstel. Und so feierte wieder einmal Österreich.
Update: 22.02.2014 - 18:16 Uhr Kommentieren
Das darf doch nicht wahr sein: Felix Neureuther und ein Teammitglied am Rande der Strecke. Quelle: dpa

Das darf doch nicht wahr sein: Felix Neureuther und ein Teammitglied am Rande der Strecke.

(Foto: dpa)

Krasnaja PoljanaFelix Neureuther fuhr auf Medaillenkurs und fädelte ein, Fritz Dopfer verfehlte Bronze um gerade einmal fünf Hundertstelsekunden. Die deutschen Slalomfahrer hatten bei der letzten Alpin-Entscheidung der Winterspiele von Sotschi einfach nur großes Pech. Neureuther fädelte nach guten Zwischenzeiten am Samstagabend kurz vor dem Ziel an einem Tor ein. Dopfer profitierte von vielen Ausscheidern, fuhr noch von Platz 14 auf Rang vier vor, verpasste aber Bronze hauchdünn.

Mario Matt aus Österreich fuhr zum Olympiasieg vor seinem Landsmann, dem Weltmeister Marcel Hirscher. Rang drei ging an den Norweger Henrik Kristoffersen. „Wenn du zweimal Vierter wirst, ist das schon extrem bitter“, sagte Alpinchef Wolfgang Maier angesichts der tags zuvor ebenfalls knapp verpassten Slalom-Medaille von Maria Höfl-Riesch.

Was für eine Olympia-Woche von Neureuther! Ohne Rückschläge macht es Felix Neureuter einfach nicht. Erst der Schock im Team nach einem Autounfall des 29-Jährigen auf der Anreise, dann der Trainingsabbruch und das wundersame Comeback im Riesenslalom. Platz acht war gut, aber das Ziel war eine Medaille. Doch dieser Traum platzte jäh.

Nachdem der erste Lauf vom deutschen Technik-Trainer Albert Doppelhofer gesteckt worden war, stellte der Kroate Ante Kostelic den Fahrern die gewohnte Denksportaufgabe. „Dieser Lauf wird eine Differenz machen zwischen guten und sehr guten Slalomläufern - und Felix fährt in der ersten Liga“, sagte Ex-Weltmeister Ivica Kostelic.

Doch Neureuther brachte seinen Lauf nicht ins Ziel. Tiefenttäuscht war auch Dopfer. „Von dem zweiten Lauf kann ich mir Selbstvertrauen holen, aber kaufen kann ich mir nichts davon“, sagte er im ZDF. Da wusste er noch nichts vom Hundertstel-Drama.

20 Jahre nach Markus Wasmeiers Doppelgold beim Winter-Märchen von Lillehammer geht die Wartezeit der deutschen Alpin-Herren auf das nächste Edelmetall weiter. Nach dem letzten von zehn Rennen im Rosa-Chutor-Alpinzentrum steht der Deutsche Skiverband in dieser Sparte mit drei Medaillen da. Maria Höfl-Riesch, die am Vortag Slalom-Vierte wurde, feierte Gold und Silber. Viktoria Rebensburg steuerte Bronze bei.

Fehler schon im ersten Lauf
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