Terrorismusexperte Deutsche Sportler in Sotschi „weitgehend“ sicher

Heute werden die Olympischen Winterspiele in Sotschi feierlich eröffnet. Doch wie sicher sind die Spiele? Eine US-Terrorwarnung sorgt für Unruhe. Doch aus Expertensicht dürfte niemand sicherer sein als die Athleten.
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Abflug für deutsche Olympioniken

BerlinDer Direktor des Instituts für Krisenprävention in Essen, Rolf Tophoven, hält das Risiko von Anschlägen auf Athleten der Olympischen Winterspiele in Sotschi für gering. „Die deutschen Sportler in der Region Sotschi können sich weitgehend sicher fühlen“, sagte Tophoven Handelsblatt Online. „Das Sicherheitsnetz um die Austragungsorte der Spiele ist so dicht geknüpft, dass Terroristen es schwer haben dürften, dort zuzuschlagen.“ Der russische Präsident Wladimir Putin habe zudem seinem Inlandsgeheimdienst FSB „alle Freiheiten gegeben, um mögliche Terrorgefahren aufzuspüren“.

Tatsächlich hat der russische Geheimdienst deutlich mehr Vollmachten als viele vergleichbare Organisationen im Westen – zum Abhören von Telefonaten und zur totalen Internetkontrolle. 40.000 Uniformierte und zudem Zehntausende Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Drohnen in der Luft, U-Boote für die Aufklärung an der Küste und 5.500 Überwachungskameras – der Aufwand ist nicht zu übersehen.

Zum ersten Mal bei Olympischen Spielen gibt es auch einen Fanpass – so etwas wie ein Einreisevisum in die Olympia-Sicherheitszone. Besucher nur mit Tickets haben also keinen Zugang – jeder Antrag für den zusätzlich nötigen Fanpass wird von den Sicherheitsbehörden bearbeitet. Das System scheint zu funktionieren. Sogar Oppositionelle und Umweltaktivisten beklagen schon, dass sie keinen Zugang bekämen.

Auch Autos dürfen nur mit Sondergenehmigungen in der Sicherheitszone fahren. So sollen vor allem Anschläge – wie im Nordkaukasus fast alltäglich – mit Autobomben oder durch Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürteln verhindert werden.

Gleichwohl ist Tophoven überzeugt, dass die jüngsten Anschläge von Wolgograd „erste Signale“ für mögliche weitere Terrorattacken seien. Der islamistische Rebellenführer Doku Umarow, der sich selbst zum Emir des Nordkaukasus ernannt habe und für Russland als Staatsfeind Nummer eins gelte, könne jederzeit Terroreinheiten losschicken.

Größte Gefahr liegt in radikalisierten Einzeltätern
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1 Kommentar zu "Terrorismusexperte: Deutsche Sportler in Sotschi „weitgehend“ sicher"

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  • Uninteressantes Megaevent mit maximaler Umweltzerstörung, moderner Sklaverei unter höchstmöglicher Ausbeutung, intolerantem politischen System und unklarer Vergabestruktur bzw. Schmiermittel.
    Lauter gute Gründe, sich davon nichts anzusehen.

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