Regen in Rio Deutsche Tennis-Damen müssen auf Match warten

Dauerregen in Rio wirbelt den Olympia-Spielplan durcheinander. Über Stunden warten die beiden Tennis-Damen Angelique Kerber und Laura Siegemund, dann werden die Matches auf den heutigen Donnerstag verschoben.
Regenmassen auf dem Tennisplatz von Rio: Alle Partien wurden nach stundenlangem Warten abgesagt. Quelle: dpa
Rio 2016

Regenmassen auf dem Tennisplatz von Rio: Alle Partien wurden nach stundenlangem Warten abgesagt.

(Foto: dpa)

Rio de JaneiroWegen des Regens in Rio spielen Angelique Kerber und Laura Siegemund im olympischen Tennis-Turnier frühestens am heutigen Donnerstag um den Halfinal-Einzug. Weil das Wetter am Mittwoch kein Tennis zuließ, wurden alle Partien nach stundenlangem Warten abgesagt.

Australian-Open-Siegerin Kerber trifft auf die Britin Johanna Konta, die sie auf dem Weg zu ihrem Triumph in Melbourne in der Vorschlussrunde besiegte. Die deutsche Nummer zwei Siegemund bekommt es zum ersten Mal mit Monica Puig aus Puerto Rico zu tun. Wären beide deutsche Damen erfolgreich, würden sie für ein Novum sorgen. Zwei deutsche Halbfinalistinnen im Einzel gab es bei Olympia noch nie.

In Kerber und Siegemund hatten erstmals seit 1992 wieder zwei deutsche Tennis-Damen die Runde der besten Acht bei Olympia erreicht. Wimbledon-Finalistin Kerber gilt nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus der Amerikanerin Serena Williams als Gold-Favoritin. „Für mich ist es weiterhin ein weiter Weg. Ich hoffe, dass ich noch einige Matches spiele“, sagte die Weltranglisten-Zweite. Die bisher letzte deutsche Einzel-Medaille feierte Tommy Haas 2000 mit Silber.

Rios heimliche Helden
Paddelnder Priester
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Er betet jeden Tag, lebt streng religiös - und fährt in Rio um olympische Medaillen. Der Kanute Kazuki Yazawa startet bei Olympia für Japan, ist aber gleichzeitig buddhistischer Priester im Zenkoji Daikanjin Tempel im japanischen Nagano.

Erst beten, dann paddeln
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Jeden Morgen vor Sonnenaufgang betet der 27-Jährige, erst danach bleibt Zeit fürs Training. „Ich habe entschieden, dass Priester mein Hauptberuf ist und ich nur in meiner Freizeit Kanu fahre“, sagte der Olympia-Neunte von London 2012 der britischen Zeitung „Guardian“.

Premiere für Indien
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Angst kennt Dipa Karmakar nicht. „Ich glaube, dass Übung den Meister macht und dass Dinge dann nicht mehr schwierig sind“, sagt die 22-Jährige. Als erste indische Turnerin überhaupt hat Karmarkar es zu Olympia geschafft und schon den „Produnova“-Sprung gezeigt, der als extrem schwierige Übung gilt. „Ich hoffe, dass dieser Sprung in Indien noch berühmter wird als ich“, sagt die Turnerin.

Parkläuferin
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Die albanische Athletin Luiza Gega bereitete sich für Rio vor allem in Parks vor. Die einzige Trainingsmöglichkeit in der albanischen Hauptstadt Tirana, die Tartanbahn im Qemal-Stafa-Stadion, wurde passend zu Olympia abgerissen.

Vom Landwirt zur Medaillenhoffnung
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Eigentlich wollte Triyatno nur ein besseres Leben haben. Als der Sohn eines Bauern aus der indonesischen Provinz Kalimantan auf der Insel Borneo hörte, dass Athleten umsonst in Luxushotels schlafen dürfen, begann er zu trainieren. Dass ihn dieser Eifer bis zu den Olympischen Spielen nach Rio bringen würde, hätte der Gewichtheber wohl damals selbst nicht gedacht. Nach Silber in London 2012 strebt der 28-Jährige in Rio erneut eine Medaille an.

Allrounder
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Der Sprinter Etimoni Timuani tritt als einziger Sportler für den Pazifik-Inselstaat Tuvalu an. Für 100 Meter braucht er 11,72 Sekunden und damit zwei Sekunden mehr als Weltrekordler Usain Bolt. Dafür kann Timuani auch Fußball spielen - oder die Flagge seines Landes tragen wie hier am Bild.

Olympia-Opa
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Vor vier Jahren bei Olympia in London hatte Mark Todd schon so seine Probleme. „Es tut mir leid, Sir, dieser Bus ist für Athleten“, sagte damals ein Offizieller zu ihm, als der Reiter in einen Teambus einsteigen wollte. Immerhin ist der Neuseeländer schon 60 Jahre alt - und geht dennoch in Rio wieder an den Start. Es sind seine achten Olympischen Spiele, 1984 und 1988 gewann er Gold.

Am Mittwoch wurden die Tennisprofis auf eine Geduldsprobe gestellt. Nachdem die Organisatoren Kerbers und 17 weitere Partien schon am späten Nachmittag brasilianischer Zeit verschoben hatten, wurde am frühen Abend auch Siegemunds Match gestrichen. Keine der 24 für Mittwoch angesetzten Begegnungen wurde am Ende ausgetragen. Der Regen wird nun auch den weiteren Turnierverlauf durcheinanderbringen. Ursprünglich waren für Donnerstag bereits die Halbfinals der Damen vorgesehen.

Am Regen-Tag trockneten Helfer die Courts zwischendurch mit Handtüchern, bis es wieder anfing zu regnen. Die deutschen Tennis-Damen vertrieben sich mit dem Spiel „Stadt, Land, Fluss“ die Zeit. Andrea Petkovic und Anna-Lena Grönefeld sind zwar schon ausgeschieden, leisteten ihrer Teamkollegin Kerber aber dennoch Gesellschaft, wie ein Bild von Bundestrainerin Barbara Rittner auf Twitter zeigte. „Beruf? Erntehelfer Mutter“, schrieb Rittner.

  • dpa
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