Teure Spiele Der Olympia-Mythos

Auch Olympia in Rio belegt: Die Ausrichtung der Spiele ist für jede Stadt ein riskantes ökonomisches Glücksspiel. Kaum jemand profitiert davon – außer dem IOC. Ein Gastbeitrag.
Andrew Zimbalist ist Professor für Ökonomie am Smith College, USA, und Verfasser von „Circus Maximus The Economic Gamble behind Hosting the Olympics and the World Cup“. Quelle: Dominic Chavez / Los Angeles Times [M]
Der Autor

Andrew Zimbalist ist Professor für Ökonomie am Smith College, USA, und Verfasser von „Circus Maximus The Economic Gamble behind Hosting the Olympics and the World Cup“.

(Foto: Dominic Chavez / Los Angeles Times [M])

Betrachten wir zunächst, wie die Gastgeberstadt ausgewählt wird: Das Internationale Olympische Komitee (IOC), ein unregulierter globaler Monopolist, führt alle zwei Jahre eine Auktion durch, in der die Städte der Welt gegeneinander wetteifern. Der Bietprozess einer Kandidatenstadt findet normalerweise unter der Leitung von Unternehmensmanagern – oft aus der Bauindustrie – statt, die von der Vorbereitung der Spiele profitieren werden. Das Ergebnis: Die Stadt, die am meisten bietet, gewinnt.

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