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Amanns WM-Check Der Fisch stinkt am Kopf

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Doch der Fisch stinkt am Kopf: Ich denke am Ende zeigt sich, dass es einen großen Mangel an Führungsstärke in der ersten Reihe des DEB gibt, die ohne Konzept und klare Richtung versucht, das deutsche Eishockey zu verbessern. Die DEL wird immer dafür gescholten, dass sie jungen deutschen Spielern kaum eine Chance gibt. Warum spielen denn dann momentan so viele junge deutsche Spieler wie noch nie in der NHL? Hecht, Sturm, Goc, Ehrhoff, Schubert, um nur einige zu nennen. All diese Spieler können der DEL danken, über sie in die NHL gekommen zu sein und so auch viel Geld verdient zu haben.

Diese Spieler sind jedoch die Ausnahmen, von denen wir mehr brauchen. Das deutsche Eishockey kann jedoch nur mehr junge Spieler wie die genannten herausbringen, wenn es ein klares Förderkonzept gibt, das die Talente fördert und das individuelle Können verbessert. Davon kann derzeit keine Rede sein. Stattdessen lernen die Akteure, wie man defensiv und taktisch einfallslos Eishockey spielt. Sie werden darauf gedrillt so zu spielen, dass man ein Spiel nicht verliert - statt ihnen beizubringen, wie man ein Spiel gewinnt! Hier muss dringend ein Umdenken einsetzen.

Teil eines dringend notwendigen Förderkonzepts ist es auch, dass die jungen Spieler auch eine faire Chance bekommen, sich weiter zu entwickeln. Hier ist vor allem die DEL gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Es müssen Regeländerungen her, etwa dass noch mehr junge deutsche Spieler eingesetzt werden müssen. Dies sind auch die Basis-Fragen, die Spieler wie Hiemer & Co. beantworten könnten. Aber in der gegenwärtigen Konstellation beim DEB und bei der DEL scheint das kaum denkbar. Für mich bleibt deshalb nur eine Schlussfolgerung: Die Zeit für neue Führungsriegen im deutschen Eishockey ist gekommen!

All the best, and take care

Rick Amann

Rick Amann war selbst Spieler der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und arbeitet seit dem Ende seiner Karriere unter anderem als Kolumnist und Experte für verschiedene Medien. Er absolvierte nach seinem Karriereende ein Wirtschaftsstudium an der University of British Columbia in Vancouver. In seiner sehr erfolgreichen Karriere gewann Amann mit der Düsseldorfer DEG viermal die deutsche Meisterschaft und spielte 43 Mal für die deutsche Nationalmannschaft. Der am 30. Dezember 1960 in Kanada geborene Eishockey-Crack konnte für die DEB-Auswahl spielen, da seine Großeltern aus dem Schwarzwald stammen.

Redaktion: Bastian Timm



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