Auktionen Boris Beckers alte Turnschuhe, Schweißbänder und Socken kommen unter den Hammer

Tennislegende Boris Becker ist pleite. Nun versteigert der Insolvenzverwalter in Großbritannien seine Andenken: Pokale, Gedenkmünzen – und alte Schuhe.
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Boris Becker: Alte Turnschuhe und Socken kommen unter den Hammer Quelle: dpa
Boris Becker

Die Insolvenz des Ex-Tennis-Profis sorgt immer wieder für Schlagzeilen.

(Foto: dpa)

LondonDass die Tennislegende Boris Becker keinen guten Lauf hat, ist bekannt: Seit Monaten sorgen seine finanziellen Probleme für Schlagzeilen, vor wenigen Tagen vermeldete der dreimalige Wimbledon-Sieger die Trennung von seiner Frau Lilly. Nun startet auch noch der britische Insolvenzverwalter den Verkauf seiner Erinnerungsstücke aus seiner Tenniskarriere.

Das britische Online-Auktionshaus Wyles Hardy & Co versteigert bis Ende des Monats Stücke aus dem Besitz des Deutschen: exklusive Uhren, alte Turnschuhe, Schweißarmbänder und Socken, silberne Gedenkmünzen, Pokale und Trophäen und sogar ein Bambi aus dem Jahr 1985: Für den „Mann des Jahres“.

Die – etwas abgewetzten – Schuhe, die Becker in dem vier Satz langen Finale der Australian Open 1996 gegen Michael Chang anhatte und danach signiert hatte, könnten ab 500 Pfund (etwa 567 Euro) den Besitzer (zuzüglich Auktionsgebühren, Mehrwertsteuer und Versandkosten) wechseln, ein paar silberne Gedenkmünzen wären schon ab 50 Pfund zu haben – wenn nicht ein Bieterkampf entbrennt.

Das teuerste Stück in der Auktion ist derzeit die so genannte Renshaw Trophy, die Becker für seine Siege in Wimbledon erhielt. Hier betrug das Mindestgebot 10.000 Pfund – aber zwei Gebote sind bereits abgegeben worden. Wie viel Geld die nun zur Versteigerung angebotenen Erinnerungsstücke bringen werden, will man bei dem Auktionshaus nicht schätzen.

Dass Becker – beziehungsweise sein Insolvenzverwalter – das Geld gut gebrauchen kann, ist klar: Der Deutsche wurde 2017 von einem Gericht in London offiziell für bankrott erklärt. Im Laufe seiner Karriere soll er zwar über 100 Millionen Euro eingenommen haben, heißt es in britischen Zeitungen, doch im Streit über eine Forderung von 3,3 Millionen Pfund (3,8 Millionen Euro) musste er Insolvenz anmelden.

Seitdem versilbern seine Insolvenzverwalter alles, was sich zu Geld machen lässt. Und das ist keineswegs so einfach, wie man denken würde. Peinlicherweise waren einige der Preziosen, die die Insolvenzverwalter zu Geld machen wollten, aber zunächst nicht auffindbar. Die Insolvenzverwalter und Becker mussten deswegen um Hilfe bei der Suche nach Beckers Pokalen bitten. Insgesamt acht der 49 Trophäen von Becker waren verschwunden. Nun stehen immerhin 81 Andenken zum Verkauf.

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