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Ausnahmslos europäische Clubs unter Top 20 ManU bleibt das Maß der Dinge

Die deutschen Clubs haben in der Rangliste der weltweit umsatzstärksten Fußball-Unternehmen an Boden verloren, Manchester United bleibt eine Klasse für sich: Das ist das Ergebnis des am Donnerstag durch die Beratungsgesellschaft Deloitte & Touche zum achten Mal veröffentlichen Rankings.

http://www.deloitte.com/dtt/press_release/0,1014,sid%253D6272%2526cid%253D74037,00.html

HB DÜSSELDORF. Dabei mussten die deutschen Spitzenvereine die größten Rückschläge hinnehmen. Bayern München fiel trotz einer Umsatzsteigerung von 162,7 auf 166,3 Millionen Euro von Rang fünf auf neun zurück. Für Schalke 04 (91,4 Millionen Euro) blieb Platz 17 (Vorjahr: 14). Das vor der Pleite stehende Unternehmen Borussia Dortmund, im Vorjahr noch Zwölfter, fiel aus den "Top 20".

Wie in den vorangegangenen sieben Jahren thront "ManU" mit einem Wachstum von 251,4 auf 259 Millionen Euro an der Spitze. Dahinter folgen Real Madrid (236/Vorjahr: 192,6) und der AC Mailand (222,3/200,2). "Der mangelnde sportliche Erfolg der deutschen Clubs in den UEFA - Wettbewerben 2003/04 führte zu Umsatzeinbußen, die durch nationale Wettbewerbe nicht zu kompensieren waren", erklärte Stefan Ludwig, Prokurist der Sportbusiness Gruppe von Deloitte.

Dennoch haben die DFB-Clubs nach Ludwigs Ansicht aussichtsreiche Perspektiven: "Der starke Sponsoringmarkt, die künftigen Mehr- Einnahmen aus den neuen Stadien und eine grundsätzlich restriktivere Finanzpolitik bieten den Clubs mittelfristig gute Chancen." Im Vergleich zur italienschen Serie A, der englischen Premier League oder der spanischen Primera Division hat die Bundesliga zudem deutlich geringere Personalkosten.

Neben den im Ranking platzierten fünf italienischen und zwei spanischen Clubs profitieren vor allem die acht Teams der englischen Premier League von hohen TV-Einnahmen. Mit Beginn des neuen Drei- Jahres-Vertrags zwischen Canal Plus und der französischen Liga über 1,8 Milliarden Euro werden auch die Vereine in Frankreich in neue Dimensionen vorstoßen. Ludwig: "Die zurzeit vergleichsweise geringen TV-Einnahmen der DFL in diesem Bereich stellen für die deutschen Clubs auf internationaler Ebene einen Wettbewerbs-Nachteil dar."

Durch den bis 2006 datierten Vertrag kassieren die Bundesligisten etwa 300 Millionen Euro pro Jahr. Der deutsche Branchen-Primus Bayern München hatte kürzlich für den nächsten Kontrakt 500 Millionen Euro gefordert. "Die Liga hat ein Einnahmeproblem. Daran muss man arbeiten. Deshalb kann ich Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge verstehen, dass sie sich Sorgen machen um die Wettbewerbsfähigkeit", hatte Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff den Bayern in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" Rückendeckung erteilt.

Zum achten Mal steht Manchester United an der Spitze der weltweiten Top-20-Rangliste, in der jedoch ausnahmslos europäische Clubs vertreten sind. Der Wert des 15-maligen englischen Meisters wird auf 1,16 Milliarden Euro taxiert. Das ist jedenfalls das Angebot, das der amerikanische Milliardär Malcolm Glazer bei seinem dritten Übernahmeversuch jüngst gemacht hatte.

Nach Schätzung von Deloitte & Touche wird der Gesamtumsatz der 20 umsatzstärksten Clubs im Jahr 2005 die Drei-Milliarden-Euro-Grenze erreichen. "Die Top-Clubs in Europa sind umsatzstärker denn je", sagte Lutz Meyer, geschäftsführender Partner bei Deloitte.

Weieter Infos zur Studie finden Sie bei Deloitte & .

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