Australian Open Kerber scheitert schon im Achtelfinale

Faustdicke Überraschung bei den Australian Open: Titelverteidigerin Angelique Kerber verliert bereits im Achtelfinale gegen die Nummer 35 der Welt. Nun könnte Serena Williams die Spitze der Weltrangliste zurückerobern.
Update: 22.01.2017 - 14:26 Uhr Kommentieren
Die Titelverteidigerin unterlag im Achtelfinale der Amerikanerin Coco Vandeweghe. Quelle: AP
Angelique Kerber

Die Titelverteidigerin unterlag im Achtelfinale der Amerikanerin Coco Vandeweghe.

(Foto: AP)

MelbourneAngelique Kerber hat kurz nach Mitternacht mit dem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open ein böses Erwachen im neuen Tennis-Jahr erlebt. Mit dem Sturz von der Spitze der Weltrangliste droht am kommenden Wochenende sogar noch ein weiterer Alptraum. Der deutsche Jubel über den Sensations-Coup von Mischa Zverev gegen Titelfavorit Andy Murray war am späten Sonntagabend in Melbourne schon verhallt, als Kerber mit 2:6, 3:6 gegen die amerikanische Außenseiterin Coco Vandeweghe krachend aus dem Turnier flog.

Schlimmer noch: Ein Jahr nach dem Finaltriumph über Rekordsiegerin Serena Williams kann die Kielerin den Spitzenplatz wieder an die Amerikanerin verlieren, falls die 35-Jährige am Samstag ihren siebten Titel in Australien holt.

„Sie kam nie wirklich ins Spiel. Sie hat schlecht angefangen. Ein Fünkchen Hoffnung war Anfang des zweiten Satzes. Man hat bei Kerber nie erkannt, dass sie wirklich daran glaubt. Auch das letzte Aufbäumen war nicht da. Das hat mir ein bisschen gefehlt“, befand Boris Becker im TV-Sender Eurosport über den Auftritt von Kerber.

Die 29 Jahre alte Kielerin war im ersten Satz über weite Strecken chancenlos, wenn die 25-jährige Vandeweghe ihr druckvolles Spiel durchzog. Zu später Stunde in Australien biss sich Deutschlands Sportlerin des Jahres danach aber in die Partie und profitierte im zweiten Durchgang von mehr Fehlern der Amerikanerin. Doch die 3:1-Führung war schnell dahin, nach nur 68 Minuten verwandelte Vandeweghe ihren ersten Matchball, als ein Return von Kerber in hohem Bogen ins Aus segelte.

Die wichtigsten Sporttermine 2017
Januar: Handball-Weltmeisterschaft
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Schaffen die „Bad Boys“ um Torhüter Andreas Wolff die nächste Sensation? Bei der Handball-WM in Frankreich (11.-29. Januar) wird das deutsche Team zumindest alles versuchen, sich nach EM-Titel und Olympia-Bronze 2016 den nächsten Podiumsplatz zu sichern. Möglicher Bonus: Revanche an Gastgeber Frankreich für die bittere Halbfinal-Pleite bei Olympia.

Februar: Super Bowl 51
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Das größte Sportevent der Welt geht am 5. Februar in seine 51. Runde: Der Super Bowl in Houston. Den letzten Super Bowl (im Bild: T.J Ward vom amtierenden Champion Denver Broncos) verfolgten weltweit rund 900 Millionen Zuschauer. Entsprechend groß ist auch die Starpower, die von der NFL aufgefahren wird: Für die Halbzeitshow wurde Lady Gaga verpflichtet. Wer noch live dabei sein möchte, muss tief in die Tasche greifen: Tickets sind momentan nicht unter 5000 US-Dollar zu haben.

März: Formel 1-Saisonauftakt
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Wenn die neue Formel 1-Saison am 26. März in Melbourne (Australien) startet, wird ausgerechnet der amtierende Weltmeister fehlen. Nico Rosberg (links) hat nur wenige Tage nach seinem WM-Triumph auf dem Höhepunkt seiner Karriere seinen Rücktritt erklärt. Neben seinem ehemaligen Teamkollegen Lewis Hamilton, mit dem Rosberg sich auf und neben der Strecke einige Duelle geliefert hatte, wird auch Sebastian Vettel im Ferrari versuchen, sich die WM-Titel 2017 zu sichern.

April: Deutsche Schwimm-Meisterschaften
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Debakel, Desaster, Spiele zum Vergessen: So oder so ähnlich lauteten die Schlagzeilen nach dem Abschneiden der deutschen Schwimmer um Paul Biedermann (Foto) bei Olympia 2016. Bei den deutschen Meisterschaften von 28. bis 30. April haben die deutschen Frauen und Männer nun die Gelegenheit, ihre Pleiten vor heimischen Publikum vergessen zu machen und sich auf die nächsten großen Turniere vorzubereiten.

Mai: Eishockey-Weltmeisterschaft
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Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land – davon träumt wohl jeder Sportler. Für die Eishockey-Nationalmannschaft wird der Traum zumindest zur Hälfte war: Vom 05. bis zum 21. Mai wird die WM 2017 zu gleichen Teilen in Köln und der französischen Hauptstadt Paris ausgetragen. Das deutsche Team wird dabei versuchen, an die Leistung der letzten Heim-WM anzuknüpfen. 2010 schaffte es die Mannschaft als absoluter Underdog auf Platz Vier. Gegen die Star-Teams aus Russland, Kanada, den USA und Skandinavien muss es aber perfekt laufen, um den Coup zu schaffen.

Mai: Bundesliga- und Pokal-Finale
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Wie in jedem Jahr geht die Bundesliga auch 2017 im Mai in den Schlussspurt. Zunächst wird am 20. Mai der letzte Spieltag der Bundesliga-Saison ausgetragen, an dem vermutlich die üblichen Verdächtigen wie Bayern München und Borussia Dortmund (im Bild Mats Hummels und Pierre-Emerick Aubameyang), vielleicht aber auch Aufsteiger RB Leipzig, um die Meisterschaft kämpfen. In der darauffolgenden Woche finden die Relegationsspiele statt, bevor die Saison am 27. Mai mit dem Pokalfinale in Berlin endgültig endet.

Juni: NBA-Finale
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Wenn am 01. Juni die NBA-Finals um die amerikanische Basketball-Meisterschaft beginnen, dürften die deutschen NBA-Basketballer wohl schon zu Hause auf dem Sofa sitzen. Paul Zipser (Chicago Bulls) erhielt in der gesamten Saison bisher erst 30 Minuten Einsatzzeit. Auch Dirk Nowitzki, der aufgrund von Verletzungen kaum zum Einsatz kam, erlebt mit seinen Dallas Mavericks eine Horror-Saison und verlor 18 der ersten 24 Spiele. Lediglich Dennis Schröder (Foto) macht den deutschen Fans mit starken Leistungen Hoffnung und kämpft mit den Atlanta Hawks um den Einzug in die Playoffs.

Mischa Zverev nutzte davor seinen ersten Matchball gegen den fünfmaligen Melbourne-Finalisten Andy Murray zum nie erwarteten 7:5, 5:7, 6:2, 6:4. Danach ballte Zverev die Fäuste und durfte sich später noch auf das erträumte Viertelfinale am Dienstag gegen Roger Federer freuen. „Das war definitiv das beste Match meines Lebens. Nicht nur, weil es best-of-five war, sondern bei einem Grand Slam“, sagte Zverev, der nach vielen Rückschlägen auf dem erneuten Weg nach oben als Nummer 50 der Welt nach Australien kam.

Als „vielleicht die noch größere Sensation“ als das Aus von Titelverteidiger Novak Djokovic in der zweiten Runde bezeichnete Becker den Coup. „Der Schlüssel zum Erfolg war, dass er in den entscheidenden Momenten cool geblieben ist“, urteilte der dreimalige Wimbledon- und zweimalige Australian-Open-Sieger nach Zverevs erstem Grand-Slam-Achtelfinale.

Zverev: „Ich war in einem kleinen Koma“
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