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Basketball EM Deutsche Basketballer verlieren und kommen weiter

Die deutschen Basketballer haben bei der EM trotz einer 62:68-Pleite gegen Lettland die Zwischenrunde erreicht. Dabei profitierte das DBB-Team von französischer Schützenhilfe.
Patrick Femerling (l.) konnte die Niederlage nicht abwenden. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Patrick Femerling (l.) konnte die Niederlage nicht abwenden. Foto: Bongarts/Getty Images

(Foto: SID)

Nach einer Zitterpartie hat das deutsche Basketball-Nationalteam bei der EM in Polen trotz der zweiten Turnierniederlage die Zwischenrunde erreicht. Einen Tag nach dem Überraschungserfolg gegen Titelverteidiger Russland (76:73) verloren die "jungen Wilden" von Bundestrainer Dirk Bauermann in Danzig zwar nach einer mageren Leistung das Vorrunden-Endspiel gegen Lettland verdientermaßen mit 62:68 (29:37), profitierten jedoch von der Schützenhilfe der Franzosen. Da die Equipe Tricolore zuvor die Russen 69:64 besiegt hatte, konnte sich die Nationalmannschaft die knappe Niederlage leisten.

"Die schönste Niederlage meiner Karriere"

Das Weiterkommen sicherte in der Schlussphase Jan-Hendrik Jagla. Der 28-Jährige verwandelte in den letzten 13 Sekunden einen Dreier und zwei Freiwürfe. "Was er gemacht hat, war unglaublich", sagte Bauermann. Und Jagla meinte: "Das ist Wahnsinn, die schönste Niederlage meiner Karriere."

Am Freitag steht für die ohne NBA-Star Dirk Nowitzki angetretene Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) gegen Vizeweltmeister Griechenland in Bromberg die erste Zwischenrunden-Partie auf dem Programm. Die weiteren Gegner des Vorrunden-Dritten im Kampf um das Viertelfinale sind Mazedonien (Sonntag) und Kroatien (Dienstag). Deutschlands nimmt einen Sieg mit in die Zwischenrunde.

Einbruch nach Olympia blieb aus

"Alle haben damit gerechnet, dass wir hier kein Spiel gewinnen", sagte Bauermann und lobte sein junges Team in den höchsten Tönen: "Was diese Mannschaft geleistet hat, ist so fantastisch. Es gab nicht den kompletten Einbruch nach Olympia. Sondern wir faszinieren die Leute, damit hat keiner gerechnet. Das ist so wichtig für den deutschen Basketball. Es zeigt, dass die Jungen eine große Zukunft haben." Bester Werfer für die "Bauermänner" im zehnten Vergleich mit den Letten (6 Siege, vier Niederlagen) waren Demond Greene (16 Punkte) und Jagla (13).

Die 3 500 Zuschauer, darunter rund 2000 lautstarke lettische Fans, sahen einen nervösen Beginn beider Mannschaften mit vielen Ballverlusten. Bauermann hatte gegen die robusten Letten einen "harten Straßenkampf" erwartet, und die körperbetonte Spielweise der Osteuropäer bekam in der fünften Minute Rekordnationalspieler Patrick Femerling zu spüren: Der Center zog sich im Gerangel um den Ball eine Platzwunde über der Nase zu und musste vom Parkett. Zunächst ohne den Oldie ging es beim Stand von 13:14 in die erste Viertelpause.

Schwache Wurfquote vor der Pause

Anschließend erhöhten die Balten das Tempo und zogen schnell auf 19:13 davon. Die deutschen Riesen, bei denen der mit drei Stichen genähte Femerling wieder mitwirkte, konterten mit zwei Drei-Punkte-Würfen von Youngster Elias Harris und Demond Greene. Das DBB-Team hatte allerdings Probleme bei der Verteidigung der gut aufgelegten lettischen Distanzschützen, die für das zwischenzeitliche 25:35 (19.) sorgten. Zudem war die Wurfquote der Deutschen (31 Prozent) zur Pause stark verbesserungswürdig.

In der zweiten Halbzeit setzte sich das recht statische Offensiv-Spiel der stark verjüngten DBB-Auswahl fort. Im Gegensatz zum Russland-Spiel wirkte das Bauermann-Team unkonzentriert, haderte häufig mit den Entscheidungen der Schiedsrichter und leistete sich zu viele Ballverluste. Vor dem Schlussviertel (42:51) hatten die Letten das Spiel scheinbar im Griff.

Im letzten Abschnitt erwischte Deutschland den besseren Start: Spielmacher Steffen Hamann und Greene verkürzten zum 46:51. Doch die Balten erhöhten nochmals die Schlagzahl, sodass das Weiterkommen stets auf der Kippe stand.

© SID

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