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Bestechungsaffäre MDR-Sportchef in Haft genommen

In der Affäre um gekaufte ARD-Sportübertragungen sitzt nun nach dem Ex-Sportchef des Hessischen Rundfunks, Jürgen Emig, auch der suspendierte Sportchef des Mitteldeutschen Rundfunks, Wilfried Mohren, in Haft. Emig legte ein Teilgeständnis ab. Er wurde von seinem Arbeitgeber entlassen.

HB LEIPZIG/FRANKFURT. Mohren wurde nach einem Zeitungsbericht am Donnerstagmorgen in seiner Villa von Beamten der sächsischen Anti-Korruptionseinheit „Ines“ festgenommen und musste wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft. "Mohren wird Bestechlichkeit in mehreren Fällen vorgeworfen“, sagte der Vizechef der Behörde, Ralf Schamber. Der MDR soll mindestens zweimal Sportveranstaltungen übertragen haben, für die Produktionskostenzuschüsse geflossen sind. Es besteht der Verdacht, dass Mohren einen Teil davon für sich behielt.

Emig legte im hessischen Gefängnis Weiterstadt ein Teilgeständnis ab. Dabei belastete er nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft den Inhaber der Agentur SMP und Präsidenten des Deutschen Tanzsportverbandes, Harald Frahm, der dafür ins Gefängnis wanderte.

Emig und Frahm wird vorgeworfen, gemeinsam mit Emigs Ehefrau Atlanta Killinger einen Teil von Produktionszuschüssen für sich behalten zu haben, die für bestimmte Sportübertragungen an den HR gezahlt werden sollten. Zu diesem Zweck sollen sie eigens gegründete Agenturen zwischengeschaltet haben.

HR-Intendant Helmut Reitze sagte am Abend, der Sender habe gegen Emig eine so genannte Verdachtskündigung ausgesprochen. Der 59-Jährige erhalte kein Gehalt mehr. Der Sender behalte sich Regressansprüche gegen den früheren Sportchef vor. Dieser habe offenbar klare Richtlinien und Vorgaben des Senders mit einer „Strohfirma“ gezielt umgangen. Wirtschaftsprüfer seien damit beauftragt worden, die Vorgänge noch einmal zu untersuchen.

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