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Bilanz der Biathlon-WM Laura Dahlmeier überstrahlt alle

Die Königin der Biathlon-WM ist Laura Dahlmeier. Die Deutsche übertrifft sogar Magdalena Neuner. Doch es gab in Hochfilzen auch Pannen, Eklats und Pechvögel. Die Gewinner und Verlierer der Titelkämpfe in Tirol.
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Laura Dahlmeier war der Star der WM. Foto: Martin Schutt Quelle: dpa
Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier war der Star der WM. Foto: Martin Schutt

(Foto: dpa)

HochfilzenDie Königin der Biathlon-WM ist Laura Dahlmeier. Sie trägt sich in die Geschichtsbücher ein. Als erste Biathletin gewann sie bei einer WM fünfmal Gold. Das schaffte noch niemand zuvor, genau wie elf WM-Medaillen in Serie.

Damit übertrifft sie sogar die Biathlon-Legende Magdalena Neuner und ist die erfolgreichste Deutsche bei einer WM. Überdies gewann sie noch einmal Silber. Für Schrecken sorgte sie mit ihren beiden Schwächeanfallen nach dem Einzel- und Staffelsieg. Aber auch das konnte die Partenkirchnerin nicht stoppen.

Die Glücklichen

Benedikt Doll wird sensationell Weltmeister im Sprint. 0,7 Sekunden vor dem Norweger Johannes Thingnes Bö. Der 26-Jährige schießt erst zum zweiten Mal in seiner Karriere fehlerfrei und schafft mit seinem ersten Erfolg überhaupt den Coup.

Und Simon Schempp besiegte seinen WM-Fluch. Nie konnte der beste deutsche Skijäger bei einem Großereignis eine Einzelmedaille holen. Mit Gold im Massenstart straft er seine Kritiker Lügen.

Erfolgreichstes Ehepaar

Nur viereinhalb Monate nach der Geburt von Töchterchen Xenia holt die Weißrussin Darja Domratschewa Silber in der Verfolgung. Rekord-Weltmeister Ole Einar Björndalen, seit letzten Sommer mit der dreimaligen Olympiasiegerin verheiratet, macht wenige Stunden später das Familienglück perfekt. Der 43-jährige Norweger gewinnt im Jagdrennen Bronze.

Grundstellung bei der Siegerehrung: Weltmeister Benedikt Doll. Foto: Martin Schutt Quelle: dpa
Benedikt Doll

Grundstellung bei der Siegerehrung: Weltmeister Benedikt Doll. Foto: Martin Schutt

(Foto: dpa)

Comeback eines Amerikaners

Vor einem Jahr wollte Lowell Bailey schon aufhören und Bisons züchten. Jetzt ist der Amerikaner mit 35 Jahren Weltmeister im Einzel. Mit seinem ersten Sieg überhaupt krönt er sich zum ersten Biathlon-Weltmeister aus den USA. Im Massenstart zum Schluss überrascht auch Teamkollegin Susan Dunklee. Die 31-Jährige holt mit Silber hinter Laura Dahlmeier die erste WM-Medaille einer US-Amerikanerin.

Die Verlierer der WM

Simon Schempp holte zum Abschluss der WM Gold. Foto: Barbara Gindl Quelle: dpa
Simon Schempp

Simon Schempp holte zum Abschluss der WM Gold. Foto: Barbara Gindl

(Foto: dpa)

Eine Panne gab es bei der Siegerehrung der Männer-Staffel. Für die Sieger aus Russland wird die falsche Nationalhymne gespielt. Statt der im Jahr 2000 vom Wladimir Putin eingeführten Hymne der Russischen Föderation erklingt die von 1991 bis 2000 gültige Jelzin-Hymne.

Alexej Wolkow, Maxim Zwetkow, Anton Babikow und Anton Schipulin schauten völlig konsterniert, ehe der in Russland sehr bekannte Moderator Dimitri Guberniew dem Zeremoniensprecher das Mikrofon entriss und die korrekte Hymne anstimmte. Er reichte das Mikro an die Russen weiter, die das Stück voller Inbrunst fertig sangen.

Der Eklat

Bei der Flower-Zeremonie der Mixed-Staffel mit Sieger Deutschland verweigern die drittplatzierten Russen Anton Schipulin und Alexander Loginow Frankreichs Star Martin Fourcade den Handschlag. Der klatscht höhnisch Beifall, springt vom Podium.

Bei der Pressekonferenz liefern sich Fourcade und Schipulin ein Wortgefecht, für die Sieger interessiert sich keiner. Fourcade hatte den Einsatz des wieder startberechtigten Dopingsünders Loginow scharf kritisiert. Nicht nur das nahm ihm Schipulin übel. Später folgte die Versöhnung per Handschlag vor den Kameras.

Der Pechvogel

Die erst 21-jährige Julia Schwaiger sorgte ausgerechnet vor heimischer Kulisse mit einem Fauxpas für die Disqualifikation der österreichischen Damen-Staffel. Weil sie im Liegendschießen statt der erlaubten drei Nachlade-Patronen vier benutzte, konnten die Gastgeberinnen das Rennen nicht zu Ende laufen.

Der Norweger Emil Hegle Svendsen kollabierte nach dem Sprint. Foto: Martin Schutt Quelle: dpa
Kollaps

Der Norweger Emil Hegle Svendsen kollabierte nach dem Sprint. Foto: Martin Schutt

(Foto: dpa)

Der Enttäuschte

Norwegens Olympiasieger Emil Hegle Svendsen wollte seinen Erzrivalen Martin Fourcade vom Thron stoßen. Aber es wurde die schlechteste WM seiner Karriere. „SuperSvendsen” kollabierte nach dem Sprint als 36., die Verfolgung ließ er aus. Auch im Einzel enttäuschte er als 27., in der Staffel reichte es nur zu Rang acht. Im Massenstart wurde der 31-Jährige als 28. Drittletzter. Sein letzter Einzelsieg datiert vom 20. Dezember 2014.

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