Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

"BVB-Aktien gehören nicht an die Börse" Börsianer beklagen „undurchsichtige Finanzierungspraktiken“ beim BVB

Nach Einschätzung von Börsianern hat der Fußballclub Borussia Dortmund seine prekäre Situation durch "undurchsichtige Finanzierungspraktiken" und das "Verprassen von Kapital" selbst verschuldet.

HB FRANKFURT. Das Geld, dass Borussia aus dem Börsengang eingenommen habe, sei leichtfertig und völlig überstürzt investiert worden, sagte ein Händler am Donnerstag der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX in Frankfurt. Die Vereinsführung habe viel zu spät reagiert und die Situation immer wieder schön geredet. "Das Beispiel Borussia zeigt einmal mehr, dass sportliche Erfolge und Finanzgeschick nichts miteinander zu tun haben."

Noch deutlicher wurde Aktienhändler Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser: "Die BVB-Aktien gehören aus meiner Sicht überhaupt nicht an die Börse." Ein weiterer Börsianer sagte, die undurchsichtigen Finanzierungspraktiken des Unternehmens seien Besorgnis erregend. Der BVB sei mit besten Voraussetzungen an der Börse gestartet und habe diese nicht nutzen können, betonte Peter-Thilo Hasler von der HypoVereinsbank. Mit dem "ineffektiven Verprassen" von Kapital habe das Unternehmen seinen jetzigen Zustand selbst verschuldet.

Begrüßt wurde an der Börse lediglich, dass die Situation jetzt klar benannt sei. "Borussia hat nun endlich mal klar gesagt, wie es aussieht. Und das ist schlimmer als befürchtet", betonte ein weiterer Händler. Mit einem durchdachten Sanierungskonzept könne der Verein aber gerettet werden, wenn alle an einem Strang zögen. "Borussia Dortmund ist aus der deutschen Fußballszene nicht wegzudenken."

Dem einzigen börsennotierten Fußballbundesligaclub droht die Pleite. Nach einer Pflichtmitteilung vom Donnerstag haben sich die finanziellen Schwierigkeiten des Ruhrgebietsclubs zu einer "existenzbedrohenden Ertrags- und Finanzsituation" ausgewachsen.

Startseite