Dart Phil Taylors Abschiedsspiel endet mit Niederlage

Der letzte Traum von Darts-Legende Phil Taylor hat sich nicht erfüllt: Im WM-Finale unterliegt er dem jüngeren Konkurrenten Rob Cross. „The Power“ tritt damit als Vize-Weltmeister von der Darts-Bühne ab.
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Die Darts-Legende mit dem Spitznamen „The Power“ (l.) konnte sich zum Abschluss seiner Karriere nicht gegen Rob Cross (r.) im WM-Finale durchsetzen. Quelle: AFP
Phil Taylor

Die Darts-Legende mit dem Spitznamen „The Power“ (l.) konnte sich zum Abschluss seiner Karriere nicht gegen Rob Cross (r.) im WM-Finale durchsetzen.

(Foto: AFP)

LondonDie Karriere von Darts-Legende Phil Taylor ist ohne den 17. WM-Titel zu Ende gegangen. Der 57-jährige Engländer verlor das Finale in London am Montagabend deutlich mit 2:7 gegen Landsmann Rob Cross, der seine Premierensaison als Profi mit dem Weltmeistertitel krönte. „The Power“ verpasste mit der Niederlage das perfekte Ende einer Laufbahn, die im Darts-Sport ihresgleichen sucht.

Überraschend war Taylor, der als Außenseiter in sein letztes Turnier gestartet war, noch einmal ins Finale gekommen, wo er sich chancenlos einem überragenden Cross geschlagen geben musste. Dieser schlug nach Topfavorit und Titelverteidiger Michael van Gerwen auch den Rekord-Weltmeister. In seinem 21. WM-Finale verlor Taylor zum fünften Mal.

Taylors Gegner, auch „Voltage“ genannt, bestimmte den Ton. Cross ließ sich bei seinem ersten WM-Finale keine Nervosität anmerken und gewann den ersten Satz, als Taylor offenbar noch mit den Emotionen seines letzten Einmarschs beschäftigt war. Auch im zweiten Satz konnte „The Power“ die Treffsicherheit seines weit jüngeren Rivalen nicht kontern. Cross gelang ein starkes Finish von 167 Punkten für die frühzeitige 2:0-Führung. Als Cross auch den dritten Satz dominierte und nur wenige Minuten später eine 153 zum 3:0 checkte, schien eine Vorentscheidung gefallen.

Taylor stabilisierte sich nach seinem Fehlstart. Als er seinen ersten Satz gewonnen hatte, grinste er und warf demonstrativ einen weiteren Pfeil mit Wucht in die Scheibe. In der Folge nahm die Darts-Legende gar Kurs auf seinen ersten WM-Neun-Darter: Doch nach acht perfekten Darts fehlte nur ein Millimeter auf die Doppel-12. Cross gewann das Leg und setzte sich dann auf 5:1 ab.

Taylor konnte nicht das Tempo von seinem Landsmann halten. Deutlich häufiger als seinem Rivalen gelangen Cross Treffer von über 140 Punkten, auch auf den Doppelfeldern agierte der eigentliche Außenseiter außergewöhnlich stark.

Beim Stand von 1:5 feierte Taylor den Gewinn einzelner Durchgänge schon mit einem Schuss Selbstironie – an eine Chance auf seinen 17. WM-Titel glaubte er da schon nicht mehr. Cross legte nach und schlug Taylor letztlich in einer Deutlichkeit, wie es sie in einem WM-Finale seit neun Jahren nicht mehr gab.

  • dpa
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