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Die Viertelfinalspiele Schweizer träumen vom Halbfinale

Die Eidgenossen spielen im Viertelfinale gegen Schweden und rechnen sich an einem guten Tag durchaus Siegchancen aus. Die beiden Cheftrainer kennen sich persönlich sehr gut, wodurch das Spiel noch an Brisanz gewinnt.

HB WIEN. Die Schweizer träumen nun von ihrer ersten WM-Medaille seit 52 Jahren. Ihr Trainer, der frühere Bundesliga-Stürmer Ralph Krueger, hat die Eidgenossen mit einer Defensivtaktik erneut ins Viertelfinale geführt und bei den Fans und Verantwortlichen die Lust auf mehr geweckt. "Wir sind so gut wie noch nie, an einem guten Tag können wir alle schlagen", sagt Stürmer Patrick Fischer vor dem Duell mit dem siebenmaligen Weltmeister Schweden am Donnerstag (20. 15 Uhr) in Innsbruck.

Für Krueger, der bei seiner achten Weltmeisterschaft zum sechsten Mal mit der Schweiz die Runde der letzten Acht erreichte, ist der Vergleich mit den Tre Kronors ein besonderes Spiel. Denn an der Bande der Skandinavier steht ein alter Bekannter. Bengt-Ake Gustafsson, der als Aktiver WM-Gold 1987 in Wien und 1991 in Finnland gewann, war zehn Jahre lang Spieler und Co-Trainer unter dem Deutsch-Kanadier.

"Wir sind gute Freunde und telefonieren regelmäßig", sagt der Schwede, der im Februar den früheren Kölner, Düsseldorfer und Münchner Meistermacher Hardy Nilsson ablöste: "Aber am Donnerstag ruht die Freundschaft." Der 47-Jährige, der neun Jahre in der NHL für die Washington Capitals spielte, bezeichnet den 17 Monate jüngeren Krueger als seinen Lehrer: "Ich habe viel von ihm gelernt." Vor allem in Österreich, wo die beiden jetzt aufeinandertreffen.

Mit VEU Feldkirch gewannen Trainer Krueger und Spieler Gustafsson 1998 den Titel in der Europaliga (EHL) - gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz aus Skandinavien und Osteuropa. Danach assistierte der Schwede dem Deutschen fünf Jahre lang bei der Schweizer Nationalmannschaft. "Wir kennen uns in- und auswendig. Ich bin gespannt, wer sich jetzt wie gegen den anderen durchsetzt", sagt Krueger.

Der deutsche Ex-Nationalspieler, der nach gescheitertem Offensiv-Eishockey mit der Rückkehr zur Defensive den Erfolg zurückbrachte, darf nach dem dritten Viertelfinaleinzug hintereinander auf einen neuen langfristigen Vertrag hoffen. "Er hat die Schweiz konstant vorwärts gebracht. Er trägt riesige Verdienste an der erreichten Leistungskonstanz", lobt Verbandspräsident Fredi Egli und fügt mit Blick auf den Nachbarn an: "Das Beispiel Deutschland zeigt uns, wie schnell ein Programm nach einem Trainerwechsel bergab gehen kann." Eine Verlängerung des Engagements bis 2010 ist im Gespräch.

In den anderen Viertelfinals sind die NHL-Stars unter sich. Titelverteidiger Kanada mit dem bisher erfolgreichsten WM-Torjäger Rick Nash trifft ebenfalls in Innsbruck (16.15 Uhr) auf die Slowakei mit Miroslav Satan und Zigmund Palffy. Jaromir Jagr, mit elf Millionen Dollar Jahressalär der teuerste Eishockey-Spieler der Welt, will mit Tschechien gegen die USA in Wien (16.15 Uhr) Revanche für das Viertelfinal-Aus vor einem Jahr in Prag nehmen. Und Russland mit den Jungstars Alexander Owetschkin und Jewgenij Malkin peilt ebenfalls in Wien (20.15 Uhr) gegen Finnland die erste Halbfinalteilnahme seit 2002 an.

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