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Eishockey DEL DEG Metro Stars lösen Finalticket

Die DEG Metro Stars haben sich in einem spannenden fünften Spiel der Halbfinalserie bei den Hannover Scorpions mit 3:1 durchgesetzt. Im Finale warten nun die Eisbären Berlin.
Patrick Reimer (m.) zieht seinem Ex-Kollegen Tore Vikingstad (l.) davon. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Patrick Reimer (m.) zieht seinem Ex-Kollegen Tore Vikingstad (l.) davon. Foto: Bongarts/Getty Images

(Foto: SID)

Die DEG Metro Stars sind erstmals seit 2006 ins Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga eingezogen. Brandon Reid setzte sieben Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt beim 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)-Erfolg im entscheidenden fünften Halbfinalspiel bei den Hannover Scorpions. Zuvor hatte Rob Collins mit dem 2:1 in der 50. Minute die Weichen Richtung Finale gestellt, wo erneut Titelverteidiger Eisbären Berlin der Gegner sein wird. Das erste Finalspiel findet bereits am Donnerstagabend (19.30 Uhr/live bei Premiere) in der Hauptstadt statt.

"Das Spiel war so eng", meinte der erleichterte DEG-Trainer Harold Kreis, für den die Eisbären der klare Favorit sind. "Das ist die beste Mannschaft der Liga", meinte der Ex-Nationalspieler, dessen Team das Maximum von zwölf Spielen in den Knochen hat. Berlin stand nur achtmal auf dem Eis.

Zach: "Düsseldorf war cleverer"

"Düsseldorf war cleverer als wir und hat weniger Fehler gemacht", sagte Scorpions-Trainer Hans Zach, der zum fünften Mal in Folge ein Entscheidungsspiel verlor und trotz Vorrundenplatz zwei weiter auf seinen ersten Finaleinzug seit 2003 und den ersten Titel seit 1993 warten muss: "Trost brauche ich aber nicht."

Matt Dzieduszycki hatte die Scorpions mit einem der schnellsten Tore der DEL-Geschichte bereits nach acht Sekunden in Führung gebracht. Er brauchte nur drei Sekunden mehr als Rekordhalter Andre Faust, der am 11. September 1998 für Augsburg nach fünf Sekunden getroffen hatte.

Doch Adam Courchaine, der bereits in Spiel vier in der Verlängerung den umstrittenen Siegtreffer erzielt hatte, sorgte mit einem elften Tor in den Play-offs zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels für den Ausgleich.

Schiedsrichter vom Puck getroffen

Zu diesem Zeitpunkt war nur ein Schiedsrichter auf dem Feld, weil Roland Aumüller in der Kabine behandelt wurde. Er war von einem Puck im Gesicht getroffen worden und hatte eine Platzwunde erlitten. Nach vier Minuten kam er aber zurück aufs Eis. Aumüller und sein Kollege Willi Schimm waren erst kurzfristig anstelle von Rick Looker und Daniel Piechaczek angesetzt worden, denen die Fehlentscheidung im vierten Spiel angelastet wurde. Das Siegtor hätte wegen Torraumabseits nicht zählen dürfen, auf einen Videobeweis hatten die Unparteiischen aber verzichtet.

Die neuen Referees haben dagegen in der 22. Minute auf den Videobeweis gesetzt, auch wenn der Monitor am Spielfeldrand nicht funktionierte. Auf einem Fernseher im Kabinengang erkannten sie dann aber richtig, dass der Ex-Düsseldorfer Klaus Kathan nur das Lattenkreuz getroffen hatte.

© SID

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