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Eishockey DEL nutzt Überzahl eiskalt aus

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Besonders praktisch, wenn wie bei Anschutz die bespielte Halle gleich in Unternehmenshand ist: In die neue Arena O2-World am Berliner Ostbahnhof kamen in der vergangenen Saison fast 13



800 Zuschauer im Schnitt – das ist DEL-Rekord und hinter Bern Rang zwei in Europa.

Der Trend hin zum Event ist im Eishockey ein Pluspunkt: Während sich Handball- und Basketballklubs oft vergeblich mühen, Stimmung in die Megahallen zu bekommen, springt der Funke bei den Kufenstars über. Und doch: Als TV-Sport hinkt Eishockey auch dem Handball klar hinterher.

Ein Erfolg bei einem großen Turnier könnte das ändern. Doch der Weltranglistenzehnte tut sich schwer – zumal die deutschen Talente in der US-Profiliga NHL auch bei der aktuellen WM ausfallen: Zeitgleich mit dem Großereignis in der Schweiz finden in Nordamerika die Play-offs statt – und die Klubs wollen nicht auf ihre Spieler verzichten.

„Für das deutsche Eishockey wäre es schon ein großer Erfolg, wenn wir das WM-Viertelfinale erreichen würden“, sagt Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL. Einen Popularitätsschub könnte die Heim-WM 2010 bringen, falls sie eine ähnliche Euphorie lostritt wie die Handball-WM in Deutschland im Jahr 2007.

Bruno Marty, Mitglied der Geschäftsführung beim Vermarkter Infront, bescheinigt dem Eishockey-Sport ein „riesiges Potenzial“. Das zeige auch das enorme Interesse am Eröffnungsspiel der WM 2010 – für den Zuschauerweltrekordversuch in Gelsenkirchen konnten die Organisatoren mehr als 60 000 Karten absetzen.

Als neue Konkurrenz zu König Fußball wird sich allerdings auch der Eishockey-Sport nicht etablieren können. Zu stark ist die Medienpräsenz, zu hoch die Summen, die die Rechtevermarkter erzielen. Selbst die dritte Fußball-Liga in Deutschland erreicht mit 94 Mio. Euro einen größeren Umsatz als die DEL. Über die Fernsehverträge der Deutschen Fußball Liga (DFL) erreichen die drittklassigen Klubs mehr Zuschauer als andere Sportarten – und bekommen entsprechend viel Geld. „Dem Reichweitenpotenzial der DEL sind durch die aktuelle Fokussierung auf Übertragungen im Bezahlfernsehen natürliche Grenzen gesetzt“, sagt Infront-Experte Marty.

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