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Formel 1 blamiert sich: Michelin-Teams in der Box Indianapolis: Schumacher gewinnt gegen Hand voll Gegner

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Durch das von Michelin nach dem Unfall von Toyota-Pilot Ralf Schumacher am Freitag ausgelöste Reifenchaos erlebte die Formel 1 ausgerechnet auf dem wichtigen US-Markt ein Desaster. Michelin hatte die rätselhaften Probleme an ihren Pneus, die zum Crash geführt hatten, nicht lösen können. "Wir können die Sicherheit der Fahrer nicht garantieren", erklärten am Sonntag Motorsport-Direktor Pierre Dupasquier und Formel-1-Direktor Nick Shorrock in einem Schreiben an den Automobil-Weltverband FIA.

Die sieben vom französischen Hersteller ausgerüsteten Teams Renault, BAR-Honda, BMW-Williams, McLaren-Mercedes, Sauber, Red Bull und Toyota forderten den Einbau einer Schikane zur Reduzierung der Geschwindigkeit vor der Steilkurve, in der Ralf Schumacher verunglückt war. Für die Michelin-Teams kam nur diese Lösungsmöglichkeit in Betracht. Die extra aus Europa eingeflogenen Reifen sollten aus Sicherheitsgründen ebenfalls nicht benutzt werden. FIA-Präsident Max Mosley lehnte den Vorschlag ab. Der Brite pochte auf die Regeln.

Ferrari hatte sich als einziges der zehn Teams gegen die Schikane ausgesprochen. Selbst die Bridgestone-Kunden Minardi und Jordan waren mit der Schikane einverstanden. "Ist ja egal, was wir machen. Den Schwarzen Peter kriegen wir immer zugeschoben. Das ist immer so gewesen. Wir haben damit gelernt zu leben", meinte Michael Schumacher.

Den Michelin-Teams war zunächst noch eine Goldene Brücke gebaut worden. Ein Einsatz der aus Europa eingeflogenen Ersatzreifen wurde von der FIA nicht ausgeschlossen. Obwohl in der Formel 1 seit dieser Saison nur noch ein Reifensatz für Qualifikation und Rennen pro Fahrer benutzt werden darf, war eine Disqualifikation nach Ansicht von Renndirektor Charlie Whiting nicht zu erwarten. Allerdings sollte es eine Strafe geben, "die hoch genug ist, damit kein Team in Zukunft in Versuchung kommt, einen Reifen nur für das Qualifying einzusetzen". Der von der FIA ab dem Jahr 2008 geforderte Einheitsreifen würde diese Probleme lösen.

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