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Grand Slam in London Murray feiert zweiten Wimbledon-Titel

Am Tag nach der Niederlage von Angelique Kerber begeisterte Andy Murray das Wimbledon-Publikum. In drei Sätzen besiegte er den Final-Debütanten Milos Raonic. Die Kielerin war trotz des verpassten ersten Titels zufrieden.
Nach seinem Heimsieg weinte der Brite vor Freude. Quelle: dpa
Andy Murray

Nach seinem Heimsieg weinte der Brite vor Freude.

(Foto: dpa)

London Deutschlands neuer Tennis-Liebling Angelique Kerber strahlte auch ohne Wimbledon-Sieg, Andy Murray weinte nach seinem Triumph vor Glück. Innig umarmte er die ersehnte Trophäe. Zum zweiten Mal hat sich der 29-Jährige zum Champion seines Heim-Grand-Slams gekürt. Vor dem mitfiebernden Prinz William und dessen Frau Kate feierte der Schotte am Sonntag einen souveränen Endspiel-Erfolg. Mit 6:4, 7:6 (7:3), 7:6 (7:2) setzte sich Murray gegen den Final-Debütanten Milos Raonic durch.

Ein ähnlicher Triumph blieb Kerber am Tag zuvor beim 5:7, 3:6 gegen Serena Williams verwehrt. Trotz eines mitreißenden Auftritts konnte die Australian-Open-Siegerin die Weltranglisten-Erste diesmal nicht aufhalten. Dennoch überwog bei der Norddeutschen der Stolz über zwei wundervolle Wimbledon-Wochen und die Gewissheit, dass sie sich in der Weltspitze etabliert hat. Auch wenn sie es nicht schaffte, erste deutsche Wimbledonsiegerin seit Steffi Graf 1996 zu werden. „Ich kann mir nicht viel vorwerfen“, sagte Kerber, die nun eine Olympia-Medaille in Rio anstrebt.

Williams erreichte schon in London einen weiteren Meilenstein in ihrer glamourösen Karriere. Mit ihrem 22. Grand-Slam-Titel stellte sie den Graf-Rekord ein. Wie Kerber im Einzel verpasste im Mixed Anna-Lena Grönefeld nur knapp den Titel. Mit ihrem kolumbianischen Partner Robert Farah zog sie im Endspiel gegen Heather Watson und Henri Kontinen aus Großbritannien und Finnland 6:7 (5:7), 4:6 den Kürzeren.

Murray sicherte sich seinen dritten Titel bei einem der vier Majors. Allesamt gewann er mit dem Ex-Star Ivan Lendl als Trainer, zu dem er erst vor rund einem Monat wieder zurückgefunden hatte. „Das ist das wichtigste Turnier für mich in jedem Jahr“, sagte der Sieger. „Ich hatte große Momente und bittere Niederlagen hier. Deswegen ist es sehr besonders, diese Trophäe wieder in den Händen zu halten.“ Selbst der sonst oft mürrisch erscheinende Lendl wirkte auf der Tribüne gerührt, Murray zauberte ein Lächeln in sein Gesicht.

Welche Sportler 2016 das meiste Geld verdienen
Platz 81: Bastian Schweinsteiger
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Obwohl er nur auf Platz 81 liegt, verdient Bastian Schweinsteiger dennoch fürstlich. 19 Millionen Euro streicht der deutsche Nationalspieler laut Forbes jährlich ein, 17 davon entfallen auf sein Gehalt oder Prämien.

(Foto: dpa)
Platz 65: Luis Suarez
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Etwas besser verdient man als Fußballer wohl in Barcelona: Der Stürmer-Star Luis Suàrez verbuchte im vergangenen Jahr 20,9 Millionen Euro an Einnahmen auf seinem Konto. Knapp ein Viertel des Betrages entfiel laut Forbes auf Werbeeinnahmen oder Sponsorenverträge.

(Foto: AFP)
Platz 49: Wayne Rooney
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Wofür der englische Nationalspieler hier wohl betet? Wohl kaum für ein besseres Gehalt. 17 Millionen Euro verdiente der Star bei Manchester United. Zählt man Werbeeinnahmen dazu, kommt er auf ein stattliches Jahresgehalt von 22,9 Millionen Euro.

(Foto: Reuters)
Platz 40: Serena Williams
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Die US-amerikanische Tennisikone Serena Williams verdient den Großteil ihres Geldes nicht etwa durch sportlichen Erfolg, sondern vor allen Dingen durch Verträge mit Sponsoren. Allein im vergangenen Jahr strich sie 17,6 Millionen Euro für Sponsoring ein. Weitere 7,8 Millionen verdiente sie durch Turniersiege oder Prämien.

(Foto: AP)
Platz 32: Usain Bolt
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Er ist der schnellste Mann der Welt – und das obwohl seine Taschen prall gefüllt sind. Denn im vergangenen Jahr schwamm der Sprinter weiter auf der Erfolgswelle und kassierte von Sponsoren 26,4 Millionen Euro. Da wirken die 2,2 Millionen Euro aus Verträgen und Prämien beinahe mickrig.

(Foto: AFP)
Platz 23: Zlatan Ibrahimovic
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Er selbst bezeichnet sich gerne als „König“ oder „Legende“. Das zu überprüfen wird schwierig, doch immerhin sein Gehalt ist fürstlich. 32 Millionen Euro sackte der Stürmerstar im vergangenen Jahr ein, einen Großteil aus seinen Verträgen bei Paris Saint-Germain.

(Foto: dpa)
Platz 21: Neymar
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Mit der drei, die er auf dem Foto zeigt, liegt er gar nicht so falsch: 33 Millionen Euro verdient der Fußballer aus Brasilien pro Jahr.

(Foto: AFP)

Vor drei Jahren hatte der Schotte das Wimbledon-Publikum schon einmal in einen Freudentaumel versetzt, als sein Erfolg historische Bedeutung hatte. Als erster Brite seit Fred Perry 1936 entschied er 2013 das bedeutendste Tennisturnier der Welt für sich. Auch diesmal erhoben sich die Zuschauer, unter ihnen Premierminister David Cameron, auf dem Centre Court von ihren Sitzen, als Murray seinen zweiten Matchball verwandelte.

Das Herren-Finale hatte einen zusätzlichen Reiz dadurch bekommen, dass Raonic sich den dreimaligen Wimbledonsieger John McEnroe als Ratgeber verpflichtet hatte und sich somit zwei frühere Rivalen als Trainer gegenüberstanden. Mit dem Halbfinal-Erfolg über den Wimbledon-Spezialisten Roger Federer hatte Raonic als erster Kanadier bei den Herren das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

Murray präsentierte sich von Beginn an konzentriert und mit dem Willen, sich die Chance nicht nehmen zu lassen. Die Nummer zwei der Welt nutzte es aus, dass Vorjahressieger Novak Djokovic schon Mitte des Turniers Wimbledon verlassen hatte. Am serbischen Topfavoriten war der Brite in diesem Jahr im Finale der Australian Open und der French Open gescheitert.

Der 56-jährige Lendl saß in der Spielerbox, der ein Jahr ältere McEnroe ging während des bislang größten Auftritts von Raonic seiner Arbeit beim Fernsehen nach. Im ersten Abschnitt legte Murray mit einem Break zum 4:3 die Basis für den ersten Satzgewinn.

In den folgen Durchgängen ging kämpfte sich Raonic zwei Tage nach seinem Fünf-Satz-Sieg über den siebenmaligen Wimbledon-Champion Federer jeweils in den Tiebreak. Doch zweimal war der Favorit der Bessere und feierte den sechsten Sieg nacheinander gegen Raonic.

  • dpa
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