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Handball-Bundesliga Insolventer HSV Hamburg stellt Spielbetrieb ein

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Die U23 macht weiter

Böhm hatte die finanzielle Lücke für den laufenden Spielbetrieb auf zwei Millionen Euro taxiert und daraufhin Profis und Angestellte der Betriebs-GmbH freigestellt. Geldgeber, die zur sofortigen Nothilfe bereit gewesen wären, ließen sich nicht finden. Die Haftungserklärung von Mäzen und Ex-Präsident Andreas Rudolph über 2,5 Millionen Euro war das Papier nicht wert, auf dem sie stand. Rudolph, der nach eigenen Angaben seit 2004 bis zu 50 Millionen Euro in den Verein investiert haben will, hatte die Verpflichtung mit einer erst kürzlich bekanntgewordenen Zusatzvereinbarung ausgehebelt.

Das Erbe der positiven Errungenschaften soll die U23-Mannschaft des HSV Hamburg e.V. antreten. Als Spitzenreiter der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein hat sie den diesjährigen Aufstieg in die 3. Liga ins Auge gefasst und will mittelfristig in den Profi-Bereich vordringen. Als Lückenbüßer für die insolvente Profi-Mannschaft wollten die Amateure jedoch nicht herhalten und lehnten es ab, für die Bundesliga-Restsaison zur Verfügung zu stehen.

Der Ärger wegen massiver Wettbewerbsverzerrung wäre vermutlich groß gewesen, hätte das Nachwuchsteam die Saison zu Ende gespielt. „Wenn wir 18:43 verloren hätten, wäre die Wettbewerbsverzerrung doch viel größer als bei Annullierung aller Spiele“, sagte Präsident Karl Gladeck. Böhm will nunmehr das vorhandene Vermögen der Betriebsgesellschaft verwerten, um die Gläubiger zu befriedigen. Die Masse reiche derzeit aber nicht aus, heißt es in der Erklärung. Die Gläubiger müssen mit erheblichen Verlusten rechnen.

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  • dpa
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