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Handball THW-Manager Schwencker tritt zurück

Der unter Manipulationsverdacht stehende Manager Uwe Schwenker vom deutschen Handball-Meister THW Kiel ist zurückgetreten. Gegen Schwenker ermittelt die Kieler Staatsanwaltschaft wegen Verdachts der Untreue.
Dubiose Zahlungen: THW-Manager Uwe Schwenker ist zurückgetreten. Quelle: dpa

Dubiose Zahlungen: THW-Manager Uwe Schwenker ist zurückgetreten.

(Foto: dpa)

HB KIEL.Dem Verein wird vorgeworfen, Spiele in der Handball-Champions-League durch Schiedsrichterbestechungen manipuliert zu haben. Manager Schwenker bestreitet die Vorwürfe. Begründungen für ungeklärte Bargeldabhebungen in Höhe von mehr als 100 000 Euro in den vergangenen Jahren hat der 50-Jährige bislang jedoch nicht gegeben.

Grund für den Rücktritt seien allerdings nicht die gegen Schwenker erhobenen Vorwürfe, teilten Gesellschafter und Beirat des Vereins mit. Auch nach Einsicht in die 1000 Seiten starken Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft gebe es "keine belastbaren Beweise". Der Rückzug des früheren Nationalspielers habe das Ziel, "den überragenden sportlichen Erfolg der Mannschaft des THW Kiel nicht zu gefährden und den Verein vor weiteren Schaden zu bewahren", hieß es in der Erklärung.

Seit vier Wochen ist der deutsche Rekordmeister in Erklärungsnot, weil sowohl der Verwendungszweck von Zahlungen in Höhe von insgesamt 92 000 Euro in Jahr 2007 an den kroatischen Spielervermittler Nenad Volarevic, einen Freund des früheren THW-Trainers Zvonimir Serdarusic, als auch Abbuchungen im vergangenen Jahr über rund 60 000 Euro nicht belegt werden können. Mehrere Zeugen einer Feier auf dem mallorquinischen Anwesen von HSV-Präsident Andreas Rudolph wollen zudem gehört haben, dass Schwenker Schiedsrichterbestechungen zugegeben hat. Rudolph zitierte den Kieler Manager mit den Worten: "Andreas, die Champions League werdet ihr nie gewinnen. Ich brauchte lange, um zu erfahren, dass dafür Schiedsrichter bestochen werden müssen.

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