Ironman in Hawaii „Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“

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„Wer nach Hawaii will, muss wie ein Halbprofi trainieren“
Die Könige von Kona
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Der Ironman auf Hawaii ist eine der größten Herausforderungen, die der Sport bietet: 3,86 Kilometer Schwimmen gegen die Wellen im Pazifischen Ozean, 180,2 Kilometer Radfahren gegen unberechenbare Winde und 42,195 Kilometer Laufen bei glühender Hitze - der Ausdauer-Klassiker im Paradies treibt seine Teilnehmer an physische und psychische Grenzen.

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Und dennoch ist das Rennen auf Big Island - rund 3700 Kilometer entfernt von der Westküste der USA - für viele Triathleten das Ziel aller Träume. Hier die männlichen Profis kurz vor dem Start im Wasser. Jetzt gibt es kein zurück mehr und die Sportler sind voll konzentriert.

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Anschließen starten auch die Frauen in den Wettkampf. Die Idee zum Ironman auf Hawaii entstand 1978, als ein Schwimm-Wettbewerb, ein Rad-Rennen und ein Marathonlauf in ein Rennen zusammengeführt wurden. Zunächst starteten auf der Insel Oahu nur etwas mehr als ein Dutzend Männer. Doch schnell wurde das Rennen bekannt, die Zahl der Teilnehmer stieg.

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Seit 1982 findet der Ironman Hawaii auf Big Island statt. Er ist mittlerweile zu einem Spektakel geworden, an dem neben den Profis noch mehr als 2000 Amateure in Altersklassen eingeteilt starten. Hier wechselt der Rostocker Andreas Raelert auf die Radstrecke, der es wegen heftiger Magenschmerzen nach der Hälfte des Marathons leider nicht mehr in die Top-Ten schaffte.

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Dritter wurde bei seinem Hawaii-Debüt der mitfavorisierte Olympiasieger Jan Frodeno aus Saarbrücken. Kurz vor der Wechselzone schlüpft er aus den Radschuhen, um möglichst ohne Zeitverlust in der Wechselzone auf die Marathon-Strecke zu gehen. Das will gut geübt sein. Frodenos Nerven wurden zuvor schon bei einer Reifenpanne auf die Probe gestellt. Er hatte einen Platten. Auch eine Zeitstrafe musste er wegstecken.

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Für sie hat sich der Einsatz richtig gelohnt: Die 33-jährige Australierin Mirinda Carfrae hat nun zum dritten Mal den Ironman auf Hawaii gewonnen.

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Auch Peking-Olympiasieger Frodeno zeigte insgesamt eine starke Leistung und kam nach 8:20:32 Stunden ins Ziel. „Ich bin extrem glücklich mit der Leistung“, meinte der 33-Jährige, auch wenn das erwartete Duell mit Kienle ausfiel. „Ich kann sagen, dass es eines der besten Rennen war, die ich jemals gemacht habe.“

Leidet die Familie, wenn Triathlon mit großer Leidenschaft betrieben wird?
Wer nach Hawaii will, muss einen Aufwand betreiben, der einem Halbprofi gleicht. Oft leidet tatsächlich das Familienleben, weil die Leidenschaft nicht selten zum Exzess wird, gerade unter Langdistanz-Triathleten. Es hilft, wenn der Partner auch Triathlet ist. Es hilft aber auch dem Triathleten, wenn er seine Leidenschaft vielleicht doch nicht immer ganz so ernst nimmt und im Privatleben die notwendige Balance schafft. 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche an Triathlon zu denken ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern viel mehr noch emotional. Die Energie dafür ist genauso limitiert wie die körperliche.

Wie reagieren die Sportler auf Schmerzen – im Training und während des Events?
Das hängt vom Typen ab. Manche lieben den Schmerz der Erschöpfung. Andere machen langsamer, wenn es anstrengend wird. Verletzungsschmerz sollte ernst genommen werden und das Training direkt abgebrochen werden. Verletzungen, die nicht sofort auskuriert werden, ziehen sich oft lange hin.

Helfen Schmerzmittel?
Nein, ein erschreckender Trend ist in der prophylaktischen Einnahme von Schmerzmitteln zu sehen wie Ibuprofen. Hobbysportler wie Profisportler nehmen nicht selten diese Medikamente vor Rennen und selbst im Training ein, um folgende Schmerzen geringer zu halten. Dies ist absolut nicht ratsam. Eine regelmäßige Einnahme von Ibuprofen zum Beispiel schadet der Niere.

Wie oft verletzen sich Triathleten? Und wie schlimm sind Trainingspausen?
Triathleten sind im Vergleich zu Läufern relativ wenig verletzt. Die Vielseitigkeit der Sportart und damit die verbesserte Ganzkörperathletik hilft hier enorm. Grippen werfen einen meist zwei bis vier Wochen im Training zurück. Für Profisportler ist dies fast fatal. Sie brauchen genauso lange, um das Niveau zu erreichen, das sie vor der Grippe hatten. Es ist dennoch extrem wichtig, komplett auszusetzen, wenn man sich krank fühlt. Sehr schnell können Herzmuskelentzündungen entstehen, wenn man mit einem Infekt weiter trainiert.

Wie vermeidet man Erkrankungen?
Die Ernährung ist sehr wichtig, um ein starkes Immunsystem zu haben, sowie ausreichend Erholung, ausreichend Schlaf und vernünftige Kleidung. Insbesondere auf dem Rad und nach dem Schwimmtraining wird man schnell krank. Aber auch nach dem Laufen: direkt raus aus den verschwitzten Klamotten, ab in die Dusche und trockene, warme Klamotten anziehen.

Frau Kleinmann, vielen Dank für das Interview.

Zur Person

Larissa Kleinmann über sich: "2017 war das Jahr der starken Entwicklungen nicht nur für FLUGPHASE, sondern auch für ihre Gründerin. Eine umfangreiche Zusammenarbeit mit der Handelsblatt Verlagsgruppe begann, in der FLUGPHASE für den Handelsblatt Wirtschaftsclub sowie dem Wirtschaftswoche Club deutschlandweit Lauf & Networking Events konzipiert & umsetzt, um das legere Netzwerken und die persönliche Entwicklung der Verlagsabonnenten zu forcieren. Zum Grand Depart der Tour de France in Düsseldorf wurde auch Larissas Idee umgesetzt, eine Podiumsdiskussion am Düsseldorfer Flughafen zum Thema "Team & Führung- was Manager vom Profiradsport lernen können" zu führen. Rolf Aldag (Performance Director Team Dimension Data), Hanka Kupfernagel (8malige Weltmeisterin), Iwan Spekenbrink (Team Manager Sunweb), Sven Teutenberg (Event Direktor Grand Depart Düsseldorf), sowie Larissa gaben sich die Ehre, um aus dem Profiradsport Nähkästchen vor 150 Zuhörern zu plaudern."

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1 Kommentar zu "Ironman in Hawaii: „Triathlon macht fitter, gesünder und athletischer“"

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  • ..."man fühlt sich gesunder".

    Das ist wirklich eine ehrliche Antwort, "man fühlt sich gesunder" und nicht, "man ist gesunder", denn Extremsport und Leistungssport macht Spaß, ist aber nicht gesundheitsfördernd.

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