Kartellstrafe gegen DOSB-Präsident Hörmann zahlt 150.000 Euro

Wegen illegaler Preisabsprachen zahlt DOSB-Präsident Alfons Hörmann ein Bußgeld in Höhe von 150.000 Euro an das Bundeskartellamt. In einem Brief räumte der Bach-Nachfolger nun „Fehler“ ein.
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DOSB-Chef Thomas Bach hat wegen illegaler Preisabsprachen ein Bußgeld über 150.000 Euro zahlen müssen. Quelle: dpa
Bußgeldbescheid vom Kartellamt

DOSB-Chef Thomas Bach hat wegen illegaler Preisabsprachen ein Bußgeld über 150.000 Euro zahlen müssen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDOSB-Präsident Alfons Hörmann zahlt wegen illegaler Preisabsprachen 150.000 Euro Bußgeld. Ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts bestätigte am Mittwoch, dass Hörmann den Einspruch gegen den Bußgeldbescheid des Bundeskartellamts zurückgenommen habe. Ein entsprechendes Schreiben sei beim Gericht eingegangen. Das Gericht hatte in dem Fall für kommenden Montag einen Verhandlungstermin angesetzt.

„Mit der Zahlung des Betrages ist das Verfahren gegen mich ohne Feststellung der Schuld durch ein Gericht beendet“, sagte Hörmann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. In einem Brief an die Gremien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, schrieb Hörmann am Dienstag, dass sein „damaliges Vorgehen eine schwer einzuschätzende Gratwanderung war. Möglicherweise habe ich nicht vorsichtig genug agiert und muss bei selbstkritischer Betrachtung einen Fehler eingestehen.“

Wie deutsche Olympia-Bewerbungen ausgingen
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München fieberte mit einer gewissen Routine für seine Olympia-Bewerbung 2018 - denn es war nicht das erste Mal, dass die Region auf den Zuschlag hoffte. 1972 veranstaltete die bayrische Landeshauptstadt die Sommerspiele. Auch wenn die Spiele tragische endeten - den Zuschlag zur Ausrichtung konnte man auch verstehen als das internationale Anerkennen eines Bemühens, als Geläuterter ein Mitglied der Völkergemeinschaft mit allen Rechten und Pflichten sein zu wollen.

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Garmisch-Partenkirchen, das auch Teil der bayrischen Bewerbung für 2018 war, hatte im Rennen um eine deutsche Olympia-Teilnahme auch schon einmal die Nase vorn gehabt. 1940 hätte das bayrische Wintersportparadies die Spiele ausrichten dürfen. Weil Europa allerdings mitten im zweiten Weltkrieg war, mussten die Spiele ausfallen. Zwanzig Jahre später ging Garmisch-Partenkirchen erneut ins Rennen - verlor allerdings gegen Squaw Valley, USA. 15 Jahre nach Kriegsende war das IOC noch längst nicht so weit, den (west-)deutschen Sport mit Winterspielen auszuzeichnen.

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Berchtesgadens 6,2 Millionen D-Mark teurer Kandidatur für die Spiele 1992 fehlte es an nationaler Unterstützung - das gilt auch für das Nationale Olympische Komitee. Ungünstig war für Berchtesgaden auch, dass der amerikanische Olympia-Sender ABC Stimmung gegen „Hitlers Berchtesgaden“ machte. Der „Ort am Obersalzberg“ sei in den USA nicht zu verkaufen. Stattdessen erhielt Albertville den Zuschlag.

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Auch ein Marathonläufer in Sachen Olympiabewerbungen: Berlin. Vier Bewerbungsverfahren hat die Hauptstadt bislang durchlaufen. 2000 verlor die Bundeshauptstadt gegen Sydney, 1932 gegen Los Angeles. Berlins olympischer K.o. für 2000 war in erster Linie die Folge einer Überforderung. Die Stadt war ganz und gar mit seiner eigenen Wiedervereinigung beschäftigt. Zweimal erhielt die Hauptstadt allerdings einen Zuschlag...

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1916 und 1936 sollten die Sommerspiele in Berlin stattfinden - allerdings unter keinem guten Stern. 1916 musste das „Treffen der Jugend der Welt“ wegen des ersten Weltkriegs ausfallen, 1936 missbrauchte Hitler-Deutschland das Fest unter den fünf Ringen für seine politische Propaganda.

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Leipzigs Scheitern für die Sommerspiele 2012 hatte seine Ursache in einem Missgriff des NOK. Mit der sächsischen Halbmillionen-Stadt meldete es nach einer internen Qualifikation den sympathischsten nationalen Bewerber beim IOC an - aber nicht den geeignetsten. Gegen Elefanten wie die Metropolen London, Paris, New York, Madrid und Moskau stand das auch national allein gelassene, überforderte Leipzig von vornherein auf verlorenem Posten, musste schon in der Vorentscheidung zusammen mit Rio de Janeiro, Istanbul und Havanna die Segel streichen. Das Foto zeigt das Leipziger Stadion.

Das Bundeskartellamt hatte 2008 Bußgelder in Höhe von 150.000 Euro gegen Hörmann und 66 Millionen Euro gegen die Firma Creaton AG verhängt, deren Vorstandsvorsitzender Hörmann damals war. Dagegen hatte Hörmann zunächst Einspruch erhoben. Der frühere Chef des Deutschen Skiverbandes war im Dezember 2013 als Nachfolger von Thomas Bach zum DOSB-Präsidenten gewählt worden.

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