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Leichtathletik WM Zehnkämpfer Müller auch in Ratingen stark

Bei der Mehrkampf-Qualifikation für die Leichtathletik-WM hat sich Norman Müller erneut stark präsentiert und belegt nach Tag eins Platz zwei. Bei den Frauen führt Jennifer Oeser.
Zehnkämpfer Norman Müller. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Zehnkämpfer Norman Müller. Foto: Bongarts/Getty Images

(Foto: SID)

Überraschungsmann Norman Müller und die EM-Vierte Jennifer Oeser gehen bei der deutschen Mehrkampf-Qualifikation für die Leichtathletik-WM in Berlin (15. -23. August) mit einer klaren Führung in den zweiten Tag. Zur "Halbzeit" in Ratingen deutete am Samstag alles darauf hin, dass im Zehnkampf und Siebenkampf die WM-Tickets an die deutschen Trios gehen, die bei Männern und Frauen bereits an Pfingsten in Götzis starke Punktzahlen vorgelegt hatten.

Müller (Halle/Saale) lag mit 4 300 Punkten im Duell mit dem favorisierten Pascal Behrenbruch (LG Frankfurt/3 957) haushoch in Front und war dabei in allen fünf Disziplinen stärker als bei seiner Bestleistung von 8 272 Punkten in Götzis. Knapp vor ihm lag der kubanische Weltranglisten-Dritte Yordani Garcia (4 336). Behrenbruch, der 8 500 Punkte angestrebt hatte, gab diese Hoffnung nach schwachen 6,78m im vom Regen beeinträchtigten Weitsprung früh auf. Nur als Kugelstoßsieger mit 15,53m war er stark.

Behrenbruch: "Ich brauche noch Training"

"Es war zeitlich doch zu knapp drei Wochen nach Götzis. Ich brauche noch Training für die WM", sagte Behrenbruch, der am liebsten schon aufgehört hätte. Dagegen darf sich Müller auf eine neue Bestleistung im Bereich von 8 400 Punkten freuen, wenn er am Sonntag keinen Einbruch erleidet. "Es lief alles ziemlich gut", sagte der WM-Achte.

Nicht am Start waren in Ratingen Götzis-Sieger Michael Schrader (Uerdingen), Weltranglisten-Erster mit 8 522 Punkten, der frühere Hallen-Weltmeister Andre Niklaus sowie Vorjahressieger Arthur Abele (Ulm), der wegen einer Verletzung wie der Berliner Niklaus für die WM ausfällt. Für Schrader besteht in Ratingen keine Gefahr mehr für das WM-Ticket, welches ihm, Müller und Behrenbruch nach der starken Vorstellung von Götzis sicher sein dürfte.

Jennifer Oeser (Leverkusen) lag mit 3 802 Punkten nach vier Siebenkampf-Disziplinen klar in Front und konnte sich gute Chancen ausrechnen, Vorjahressiegerin Lilli Schwarzkopf (Paderborn/3 589) erstmals seit langer Zeit hinter sich zu lassen. Zwischen beiden lag nur die russische Olympiadritte Tatjana Tschernowa (3 621).

Oeser: "Ich bin sehr zufrieden"

"Es ist ist nicht alles optimal gelaufen, aber ich bin sehr zufrieden", sagte Oeser. Neben ihr und Schwarzkopf, an Pfingsten in Götzis beste Deutsche mit 6 337 Punkten, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Julia Mächtig (zuvor wie Oeser 6 320) im WM-Team stehen. Die 23-Jährige blieb am ersten Tag mit 3 547 Punkten zwar deutlich unter ihren Erwartungen, doch ihre auf Rang vier (3 549) liegende Neubrandenburger Klubkameradin Sonja Kesselschläger verspielte bereits ihre Chance, über 6 320 Punkte zu erreichen. Als zweite vage WM-Kandidatin gab Christine Schulz (Leverkusen) wie in Götzis mit Rückenbeschwerden auf.

Jennifer Oeser glänzte vor allem zum Auftakt über 100m Hürden in 13,36 Sekunden, sprang 1,81m hoch, stieß die Kugel fast auf Bestweite (14,17m) und lief die 200m in 24,48 Sekunden. Damit war sie in allen Disziplinen besser als Schwarzkopf. Von den deutschen Rivalinnen bot nur Mächtig mit 14,68m im Kugelstoßen eine bessere Leistung als Oeser.

© SID

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