Magdalena Neuner Die „Gold-Lena“ zieht einen Schlussstrich

Die zweimalige Olympiasiegerin im Biathlon wird ihre Karriere nach dem Winter mit der Heim-WM als krönenden Abschluss beenden. Überraschend kam ihr Rücktritt nicht - denn für die Sportlerin gibt es nun wichtigere Dinge.
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Die Karriere einer Ausnahme-Athletin
Biathlon-Star Neuner tritt am Saisonende zurueck
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28. Januar 2004

Biathletin Magdalena Neuner gewinnt bei den Junioren-WM in Haute-Maurienne Gold im Sprint - ihre erste Medaille bei internationalen Titelkämpfen. Insgesamt holt die 24-Jährige bei Junioren-Weltmeisterschaften siebenmal Gold und viermal Silber. Im Januar 2006 gibt sie ihr Weltcup-Debüt und wird als Ersatz für Uschi Disl im Sprint 41.

Magdalena Neuner
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5. Januar 2007

Mit 19 gewinnt sie den Sprint in Oberhof, 17 Sekunden vor Teamkollegin Andrea Henkel. Damit feiert sie den ersten von bisher 25 Weltcup-Einzelsiegen (12 Staffelsiege kommen hinzu).

Biathlon-WM - Neuner mit Goldmedaillen
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3. Februar 2007

Neuner holt gleich bei ihrer WM-Premiere Gold im Sprint. Einen Tag später schnappt sie sich den Titel im Verfolgungsrennen. Zum Abschluss gewinnt sie mit Martina Beck, Andrea Henkel und Kati Wilhelm in der Staffel ihr drittes Gold. Sie wurde erfolgreichste WM-Teilnehmerin und jüngste Dreifachweltmeisterin.

Biathlon-Weltcup Massenstart - Neuner
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22. Dezember 2007

Neuner wird zur Sportlerin des Jahres gewählt.

Biathlon-WM: Deutschland gewinnt Staffel-Gold
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12. Februar 2008

In Östersund holt Neuner zusammen mit Sabrina Buchholz, Andreas Birnbacher und Michael Greis bei der WM-Premiere der Mixed-Staffel Gold. Später gewinnt sie noch die Titel im Massenstart und in der Staffel.

Biathlon-Star Neuner tritt am Saisonende zurueck
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16. März 2008

Beim Saisonfinale in Oslo bekommt sie die Große Kristallkugel überreicht. Damit ist sie die bisher jüngste Weltcupgesamtsiegerin seit Bestehen der Internationalen Biathlon-Union (IBU). Sie gewinnt zudem den Sprint- und Massenstartweltcup.

Biathlon-Star Neuner tritt am Saisonende zurueck
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21. Februar 2009

Bei der WM in Pyeongchang holt sie Silber mit der Staffel. Beim Saisonfinale in Chanty-Mansijsk etwa einen Monat später bekommt sie den Pokal für die Einzel-Weltcupwertung überreicht.

LeipzigSchock für die deutschen Skijäger und ihre Fans: „Ich werde meine Karriere als Biathletin nach diesem Winter beenden“, verkündete Magdalena Neuner auf ihrer Homepage und zieht damit einen unverhofft frühen Schlussstrich unter ihre einmalige Karriere. Die zweimalige Olympiasiegerin und mit zehn Titeln Rekordweltmeisterin wird nach der Heim-WM in Ruhpolding Anfang März als dann 25-Jährige die Showbühne des Wintersports verlassen.

„Ich habe einfach das Gefühl, dass die Zeit reif ist für eine Veränderung und mich nach dem Sport etwas Neues, ganz Tolles erwartet“, teilte Magdalena Neuner mit und wandte sich auch direkt an ihre große Fangemeinde: „Für einige von Euch ist das jetzt sicherlich sehr überraschend und unangenehm. Lange Zeit habe ich mit mir gehadert, mir Gedanken gemacht, die Situation aus mehreren Blickwinkeln betrachtet und habe dabei natürlich auch an Euch gedacht. Ich habe es mir mit Sicherheit nicht leicht gemacht“.

Der Rücktritt der Wallgauerin am Beginn der vermeintlich besten Biathlon-Jahre hatte sich allerdings angedeutet. Bereits nach ihren beiden Olympischen Goldmedaillen in Vancouver 2010 beklagte sie Motivationsprobleme und äußerte, dass ein schneller Rücktritt möglich sei, weil es für sie wichtigere Dinge als Biathlon gäbe.

Bis dahin hatte die schon im Alter von 14 Jahren als „Jahrhunderttalent“ Gefeierte eine einmalige Blitzkarriere hingelegt. Erster Weltcup-Sieg im Januar 2007 beim Heim-Weltcup in Oberhof, einen Monat später Dreifach-Weltmeisterin in Antholz, deutsche Sportlerin des Jahres 2007, in den vier Jahren danach weitere sieben WM-Titel und zweimal (2008 sowie 2010) der Gewinn des Gesamtweltcups. Innerhalb von vier Jahren avancierte Magdalena Neuner zum Weltstar des Wintersports zur Werbe-Millionärin und zur Ikone der Skijägerzunft.

„Wir verlieren eine Athletin, die nicht zu ersetzen ist. Das ist natürlich ein schwerer Schlag für uns, aber wir müssen das akzeptieren. Magdalena hat alles erreicht und nun andere Ziele“, sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig. „Für unsere Mannschaft gibt es keinen Ersatz. Wir müssen nun versuchen vor den Olympischen Spielen in Sotschi Athletinnen zu entwickeln, die dort konkurrenzfähig sind, aber zu ersetzen ist Magdalena nicht.“

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„Sie hat Überragendes geleistet“
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