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Martin Kaymer und seine Stiftung Sportliche Hilfe für Kinder

Kaymers Stiftung will Kinder unterstützen, denen der Zugang etwa zu einer sportlichen Ausbildung aus finanziellen Gründen verwehrt ist.
Update: 03.05.2015 - 14:47 Uhr
Welche Vorurteile stimmen, und welche nicht
Deutschlands ältester Golfer
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Vorurteil Nummer eins: Golfer sind alt.

Fakt ist, die über 60-Jährigen machen den Großteil der Golfer aus. Nur gut 89.000 der deutschen Golfer waren 2013 zwischen 21 und 40 Jahren alt. Der Gruppe der 41- bis 60-Jährigen gehörten 258.000 Männer und Frauen an. 234.000 Golfer sind älter als 61 Jahre.  Das liegt auch daran, dass Golf ein Sport ist, den man bis ins hohe Alter betreiben kann. Ein Vorteil gegenüber anderen Sportarten, der sich in der Statistik deutlich ablesen lässt.

(Foto: dpa)
Winstongolf Senior Open
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Vorurteil Nummer zwei: Golf ist elitär.

Der „Kaiser“ beim Golfen: Das Vorurteil stimmt nicht mehr, Golf gilt heute als Breitensport. „Golf ist längst kein elitärer Sport mehr“, sagt Josef Neff, der mit seiner Vitamin C Gesellschaft für Customer & Change Management viele Turniere im Auftrag von Firmen organisiert. „Vor 20 Jahren konnte eine Privatbank, die ein Turnier veranstaltet hat, sicher sein, ihre Zielgruppe ziemlich genau zu treffen.“ Doch das ist heute anders, denn Golf ist mehr und mehr zum Breitensport geworden. „Statistisch sind Golfspieler immer noch überdurchschnittlich gebildet und ausgebildet, verdienen überdurchschnittlich, aber die Zielgruppe ist längst nicht mehr so klar anzusprechen“, so Neff.

(Foto: dpa)
A St. Andrews souvenir golf ball is seen on a golf course in London
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Vorurteil Nummer drei: Golf ist teuer.

Auch dieses Vorurteil ist überholt. Über günstige Fernmitgliedschaften, den Club clubfreier Golfer oder öffentliche Clubs lässt sich relativ günstig Golf spielen. Auch die Golfclubs vor Ort, haben die Zeichen der Zeit erkannt. „Eine Jahresmitgliedschaft ist nicht teurer als ein einziger zweiwöchentlicher Skiurlaub“, sagt Hans Joachim Nothelfer, Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV). „Aber Golf zu spielen ist natürlich teurer, als sich die Joggingschuhe anzuziehen und durch die Rheinauen zu laufen.“ 

(Foto: Reuters)
BMW Championship - Final Round
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Ausnahmen bestätigen aber wie so oft die Regel, und das Vorurteil: „Natürlich gibt es Clubs, die noch immer hohe Aufnahmegebühren und auch happige jährliche Beiträge fordern. Aber sie sind in der Minderheit“, so Nothelfer. „Wie in der Automobilbranche gibt es eben auch im Golfsport eine Premiumsegment. Bei Autos würde aber auch keiner auf die Idee kommen, alle Autos seien Luxuskarossen, nur weil die S-Klasse vollausgestattet extrem teuer ist.“

(Foto: AFP)
TOUR Championship by Coca-Cola - Final Round
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Vorurteil Nummer vier: Golfer tragen karierte Hosen.
Das ist natürlich Blödsinn, auch wenn es die karierten Hosen immer noch gibt – auch in den aktuellen Kollektionen der Golf-Ausrüster. Sie sind aber selten zu sehen. „Die letzten karierten Hosen habe ich bei einem Retro-Turnier gesehen“, sagt DGV-Präsident Nothelfer. „Da liefen alle in Hosen aus den 30er- und 40er-Jahren rum, also karierte Knickerbocker. Gespielt wurde mit Stahlschäften.“ Und natürlich auf der Tour, denn Profi-Golfer wie der Amerikaner Billy Horschel lieben die knallbunten Beinkleider.

(Foto: AFP)
Portland Classic - Round One
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Vorurteil Nummer fünf: Golf lehrt Demut.

Die deutsche Golfspielerin Sandra Gal in Portland: Dieses Vorurteil stimmt, meint DGV-Präsident Nothelfer: „Auf dem Platz bin ich im ständigen Wettkampf mit mir selbst. Ich muss zeigen, dass ich es heute schaffe, dass ich den Ball treffe, dass ich mein Handicap spiele. Das klappt nicht immer. Wenn wir gestresst und abgelenkt sind, schon gar nicht. Auch deshalb ist Golf eine tolle Sportart für Menschen, die im Job stark unter Druck stehen. Denn Golf entschleunigt.“

(Foto: AFP)
Nationwide Children's Hospital Championship - Final Round
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Vorurteil Nummer sechs: Der Golfplatz ist eine Kontaktbörse.

Nirgendwo lernt man wohl Menschen so schnell so gut kennen wie auf einer Golfrunde. In den vier oder mehr Stunden auf dem Platz zeigen Menschen ihren Charakter. Auch das Netzwerken funktioniert hervorragend, denn gerade bei Turnieren werden die Spieler vom Computer bunt zusammengewürfelt. Da wird dann auch die ein oder andere Visitenkarte ausgetauscht.

(Foto: AFP)

Eine Reise sorgte für das Schlüsselerlebnis. Gemeinsam mit Bruder Philip besuchte Martin Kaymer im vorigen Jahr einen Kindergarten in Südafrika – und das wirkt nach. „Die Natürlichkeit, die die Kinder dort haben, haben mir die Augen geöffnet, mir gezeigt, was wirklich wichtig ist“, erinnert sich der Golfprofi. Große Erfolge, dicke Preisgelder – alles Nebensache. „Denen ist es egal, ob du viel Geld verdienst, wie du sprichst, wo du herkommst“, sagt Kaymer. Ein bisschen Geld habe er dagelassen, „damit sie Weihnachtsgeschenke kaufen konnten“.

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