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München trauert, Kati Witt weint Olympia-Verlierer warnen vor Schnellschuss für 2022

München bleibt das begehrte Ja-Wort vom IOC versagt. Die Stimmung nach der klaren Niederlage gegen Pyeongchang und dem Bewerbungsmarathon ist in der bayrischen Metropole und den München-2018-Machern im Keller. Doch einige richten den Blick bereits wieder nach vorne.
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DOSB-Chef und IOC-Vizepräsident Thomas Bach tröstet nach der Verkündung des Austragungsortes für die Olympischen Winterspiele 2018 in Durban (Südafrika) Katarina Witt, die Vorsitzende der Bewerbergesellschaft „München 2018“. Quelle: dpa

DOSB-Chef und IOC-Vizepräsident Thomas Bach tröstet nach der Verkündung des Austragungsortes für die Olympischen Winterspiele 2018 in Durban (Südafrika) Katarina Witt, die Vorsitzende der Bewerbergesellschaft „München 2018“.

(Foto: dpa)

München „Wintertraum, ade!“: München 2018 trägt Trauer nach der deutlichen Niederlage im Rennen um die 23. Olympischen Winterspiele. Eine sichtlich mitgenommene Katarina Witt sagte nach der Vergabe an das südkoreanische Pyeongchang: „Es ist unheimlich schwer zu verstehen, wenn man wie wir heute so eine gute Präsentation abgeliefert hat.“ Mit tränenerstickter Stimme meinte die Doppel-Olympiasiegerin im Eiskunstlauf und Kuratoriums-Vorsitzende der deutschen Bewerbung weiter: „Heute müssen wir das erstmal alles sacken lassen, und dann müssen wir anfangen zu analysieren, woran das gelegen hat. Wir müssen uns erstmal sammeln.“

IOC-Vize und DOSB-Chef Thomas Bach war enttäuscht, zeigte sich aber gefasst. „Der Sport hat wieder gezeigt: Siege sind nicht alles. Aber Niederlagen sind auch nicht das Ende von allem“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Er machte aber auch klar, dass eine mögliche erneute Kandidatur für 2022 nicht überstürzt werden soll. „Das werden wir jetzt nicht entscheiden“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, am Mittwoch in Durban. „Wir werden in Ruhe drüber nachdenken, wie dieses Ergebnis zu deuten ist. Wir werden das sorgfältig analysieren und dann zu einer Entscheidung kommen. Es bleibt genügend Zeit, das zu überlegen“, sagte Bach.

Auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) warnte nach dem „enttäuschenden Ergebnis“ vor übereilten Entschlüssen oder Forderungen. „Da sollte jetzt keiner vorlaute Töne von sich geben. Da sollte man mal abwarten, wie die Willensbildung ist, wenn man die Dinge überschlafen hat“, erklärte Ude.

München hatte bei der Vergabe des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) schon im ersten Wahlvergang gegen Pyeongchang verloren. Die Südkoreaner erhielten die absolute Mehrheit von 63 Stimmen, München bekam 25, das französische Annecy sieben.

IOC-Marketingchef Gerhard Heiberg (Norwegen) ermunterte die Deutschen zu einem zweiten Anlauf. „Kaum ein Kandidat gewinnt beim ersten Mal. München sollte sich für 2022 nochmal bewerben, dann hätten sie gute Chancen zu gewinnen“, sagte Heiberg in Durban.

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20 Kommentare zu "München trauert, Kati Witt weint: Olympia-Verlierer warnen vor Schnellschuss für 2022"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Glück gehabt. Dieser Kelch ist an uns vorbeigegangen. Nun können wir die 4-5 Milliarden Euro in sinnvolle Aktivitäten in Deutschland stecken die der Allgemeinheit in gan Dtl. zugute kommen z.B. Schulen, Unis, erneuerbare Energien Forschung, etc.

  • Es ist einfach schade, dass das größte Sportereignis der Welt nicht nach München kommt. Ich denke jeder sollte sich freuen, wenn die besten Sportler der Welt im schönen Bayernland um ihre Medallien kämpfen.

    Und zum Thema Kosten: Komischerweise wird bei allen Ausgaben die im Land bleiben gemeckert (S21, Olympia, Transrapid). Aber wenn einfach mal Milliarden ins Ausland wandern um z. B. Griechenland zu "retten" dann ist es jedem egal. Oder glaubt hier irgendjemand ernsthaft, dass wir dieses Geld nochmal widersehen???

  • Garmisch war halt der falsche Ort. Ein Wiederaufguss olympischer Spiele nur im Wintergewand konnte nicht attraktiv sein. Vorschlag: Bewerbung 2022 mit Winterspielen von Oberwiesenthal bis Oberhof. Diese Region braucht Infrastrukturmaßnahmen, nicht das reiche Oberbayern. Daran hätten Politiker mal denken sollen, und das IOC.

  • Ich kann mich da nur anschließen. Was für eine Erleichterung, diesen Geist tötenden Schmarrn einmal nicht ertragen zu müssen.

    Herzlichen Glückwunsch an Garmisch!

    Olympiaveranstaltungen sind übrigens auch wirtschaftlich fast immer ein Totalverlust für die Gesellschaft, was ja den werbenden B- und C-promis egal zu sein kann.

    Wer nicht ständig "Sport" im Fernsehen anschaut, hat viel mehr Zeit. Zum Beispiel zum selber sporteln, oder zum Feiern.

    Wer diesen bodenlos dämlichen Olympia-Quatsch braucht, um sich zu freuen, kann einem schon leid tun.

  • Ja, es ist zum Verrueckt werden, wo wir leben, Vernunft gegenueber Megaprojekten zu lasten der Steuerzahler sind Noergelei und was weis ich noch alles. Wie bei allen solchen Projekten sind die Kosten mit Sicherheit geschoent, um es bei der Bevoelkerung gut aussehen zu lassen, bisher ist der Katzenjammer der mehrfachen Kostenueberschreitung immer noch eingetroffen. Dann will es keiner gewesen sein, dann werden eben Sozialleistungen oder Infrastrukturmassnahmen gestrichen, die mit Sicherheit nachhaltiger sind als Olympia. Ihre Prioritaeten sind nicht ganz richtig, Brot und Spiele sind out.

  • wenn es nach unseren sozialistischen Gutmenschen geht, soll Deutschland das Geld fuer Mahnmale und Asylheime ausgeben.

  • in der tat, viele zu viele gehirnamputierte wie du

  • ......Ihr Niveau ist, gemessen an Ihren Argumenten ("erschießt euch, Idiot, wandere aus" etc.ppp) als, sagen wir mal freundlich formuliert, recht eindimensional zu bezeichnen. Zudem erinnere ich mich nicht daran, mit Ihnen schon Schweine gehütet zu haben, oder warum duzen Sie mich? Aber bitte lassen Sie sich nicht von Kommentaren Ihres Niveaus abhalten, freu mich immer wieder, wenn ich in dieser trostlosen Welt von Herzen lachen darf!

  • @huensche: selber idiot, mach dich vom acker ...
    normalerweise bezahlt der die musik, der sie bestellt, also wenn du brot und spiele willst, dann bezahl du dafür, aber mecker nicht über andere
    ich persönlich halte es für wesentlich sinnvoller, das geld z.b. in krippen, kindergärten, schulen oder die zerfallende infrastruktur zu investieren.
    was ist daran destruktives gemecker, du a.....?

  • Und ARBEITSPLÄTZE, dadurch STEUEREINNAHMEN, TOURISTEN, dadurch STEUEREINNAHMEN!

    IDIOT! Wandere aus!

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