NBA All-Star-Game Die größte Basketball-Show der Welt

Furiose Baskteball-Show in Los Angeles: in der Nacht zum Montag hat die Auswahl der Western Conference das All-Star-Game der Profiliga NBA mit 148:143 gewonnen. Auch der Deutsche Dirk Nowitzki war dabei.
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Kobe Bryant lieferte eine Show zum Genießen
West All Star Bryant of the Lakers stands with East All Star James of the Heat near the end of the NBA All-Star basketball game in Los Angeles
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Manchmal reicht ein einziger Schnappschuss aus, um einen ganzen Abend zu beschreiben: Denn hier wird sofort klar für wen das All-Star-Game 2011 besser endete. Während Kobe Bryant (rechts) seine Western-Conference-Auswahl zum 148:143 Sieg führte und sich nebenbei auch noch die begehrte Auszeichnung zum wertvollsten Spieler (MVP) angelte, konnten die East All-Stars um LeBron James (rechts) nach dem Abpfiff nur noch schmollen.

West All Star Bryant of the Lakers dunks during the NBA All-Star game in Los Angeles
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Dabei hatte gerade "King James" eigentlich keinen Grund zum Ärger. Für ihn persönlich lief das Spiel nämlich überragend. Er schaffte ein Triple Double (29 Punkte, 12 Rebounds, 10 Assists), also zweistellige Statistiken in drei Kategorien. Zuletzt gelang dieses Kunststück im All-Star-Game der Basketball Lichtgestalt Michael Jordan. Doch vor heimischer Kulisse, im Staples Center von Los Angeles, gehörte der Abend eindeutig Kobe Bryant. Der Shooting Guard der LA Lakers erzielte 37 Punkte und schnappte sich 14 Rebounds. Damit sicherte er sich bereits seinen vierten MVP-Award und zieht damit mit dem bisherigen Rekordhalter Bob Pettit gleich.

West All Star Griffin of the Clippers dunks as East All Stars Garnett and Pierce of the Celtics look on during the NBA All-Star basketball game in Los Angeles
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Neben Bryant überzeugte auch Center Blake Griffin von den Los Angeles Clippers für die West-Auswahl. Der Mann, der in diesem Jahr alle Chancen auf den "Rookie of the Year"-Award hat, steuerte auch im All-Star-Game einige spektakuläre Dunks bei. Im Slam-Dunk-Contest sprang er sogar über ein Auto und hämmerte dann den Ball in den Korb.

Howard of the Magic is greeted by James of the Heat during introductions before the NBA All-Star basketball game in Los Angeles
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Der East-All-Star Dwight Howard (R) von Orlando Magic wird von LeBron James begrüßt. Howard, einer der besten Spieler der vergangenen Saison, zeigte im All-Star-Spiel eine eher bescheidene Leistung: Mit sieben Rebounds und nur fünf Punkten war er seinen Mannschaftskollegen keine große Hilfe.

Mavericks' Nowitzki reacts after being eliminated from the Shooting Stars event during the NBA basketball All Star weekend in Los Angeles
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Dirk Nowitzki war auch in diesem Jahr wieder für die West All-Stars nominiert. Der Deutsche NBA-Star erzielte mickrige sechs Punkte und griff fünf Rebounds ab. Als Einwechselspieler kam er auch nur auf gut 14 Minuten Spielzeit.

NBA All-Star game
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Sogar während der Halbzeit war das All-Star-Game sehenswert. Die Pop-Sängerin Rihanna zeigte bei ihrer spektakulären Show viel Haut. Danach nahm sie wieder auf der Tribüne Platz, um das Ende des Spiels aus nächster Nähe zu erleben.

East All Star Stoudamire of the Knicks laughs with West All Star Anthony of the Nuggets during the NBA All-Star basketball game in Los Angeles
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Mit von der Partie waren auch Amare Stoudamire (rechts) von den New York Knicks und Carmelo Anthony (links) von den Denver Nuggets. Die könnten bald noch öfter miteinander lachen, denn die Knicks haben ein Angebot für Carmelo Anthony abgegeben, um ihn noch in dieser Saison aus Denver loszueisen.

Los AngelesDie Hollywood-Größen Jack Nicholson, Dustin Hoffman und Co. saßen in der ersten Reihe, die sportliche Show stimmte, und Dirk Nowitzki war mittendrin. Zum zehnten Mal in Serie gehörte Deutschlands bester Basketballer beim Allstar-Spiel der nordamerikanischen Profiliga NBA am Sonntag in Los Angeles zur erlesenen Elite, zum sechsten Mal gewann der Würzburger mit den „Besten aus dem Westen“ gegen die Auswahl der Eastern Conference - diesmal mit 148:143. Im Gegensatz zu seinem „Heimspiel“ im Vorjahr in Dallas, war Nowitzki mit sechs Punkten jedoch nur einer von vielen. Mann des Abends war Kobe Bryant, Guard der Los Angeles Lakers, mit 37 Punkten und 14 Rebounds.

Nur Stunden, nachdem sich Bryant als erster Sportler mit Hand- und Fußabdrücken auf Hollywoods „Walk of fame“ verewigen durfte, war er in eigener Halle einfach nicht zu stoppen. „Genießt die Show“, hatte er den 17.163 Fans vor dem Spiel noch über die Hallenlautsprecher zugerufen - und schwang sich anschließend zum Entertainer auf. Bryant machte, was er wollte und traf, wie er wollte. „Dies ist mein letztes Allstar-Game vor meinen heimischen Fans. Da wollte ich alles geben“, sagte Bryant. Der 32-Jährige war mit 37 Punkten bester Werfer des Abends, erzielte einen persönlichen Allstar-Game-Rekord und verfehlte die ewige Bestmarke von Wilt Chamberlain (42) aus dem Jahr 1962 nur knapp. Zudem wurde Bryant zum vierten Mal in seiner Karriere zum wertvollsten Spieler „MVP“ gewählt und zog mit Bob Pettit gleich.

„Man hat von Beginn an gemerkt, dass er diesen MVP-Titel wollte. Er hat den Ball nicht aus den Händen gegeben, aber das ist eben Kobe“, sagte Amare Stoudemire von den New York Knicks. „Er war unglaublich heute, sein Motor lief auf Hochtouren“, meinte LeBron James (Miami Heat), dem mit 29 Punkten, zwölf Rebounds und zehn Assists als einzigem Profi neben Michael Jordan in der 60-jährigen Geschichte des Allstar-Spiels ein „Triple Double“ gelang.

James führte die Auswahl der Eastern Conference nach einem zwischenzeitlichen 17 Punkte-Rückstand im Schlussviertel bis auf zwei Zähler heran (140:142). „So sollte ein Allstar-Game sein, hart umkämpft und spannend bis zum Schluss“, sagte Bryant. In der ewigen Rangliste des Spektakels ist Bryant mit 244 Punkten Vierter und könnte bereits im kommenden Jahr bei der 61. Auflage in Orlando den Führenden Michael Jordan (262) ablösen.

Doch derzeit ist fraglich, ob es überhaupt eine nächste Saison und

damit auch ein Allstar-Spiel geben wird. Der Arbeitstarifvertrag zwischen der Liga und ihren Profis endet am 30. Juni. Ein Treffen am Freitag in Los Angeles blieb erneut erfolglos. Sollten sich beide Seiten nicht auf einen neuen Kontrakt einigen, droht die Aussperrung der Spieler seitens der Vereinsbesitzer - der so genannte Lockout. Zuletzt hatte es in der Saison 1998/99 einen Arbeitskampf gegeben - damals startete die Liga mit mehrmonatiger Verspätung. Die Anzahl der Spiele wurde daher von 82 auf 50 reduziert.

  • dpa
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