Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nord Stream Race Die Champions League des Segelns

Hart wie das Volvo Ocean Race: Beim Nord Stream Race treten die Meister der nationalen Segel-Ligen der Ostseeanrainer-Staaten gegeneinander an. Vor allem aus Russland wird viel Geld in das Rennen gesteckt.
Kommentieren
Die Rennboote sind in diesem Jahr baugleich für gleiche Bedingungen. Quelle: Lars Wehrmann
Jacht beim Nord Stream Race

Die Rennboote sind in diesem Jahr baugleich für gleiche Bedingungen.

(Foto: Lars Wehrmann)

HamburgWar die erste Etappe von Kiel nach Kopenhagen noch ein entspanntes Flautenrennen, bei dem die 60 Segler auf den fünf teilnehmenden Yachten vor allem mit unsteten Windbedingungen und Regen kämpfen mussten, hatte es die zweite Etappe von der dänische Hauptstadt bis nach Stockholm in sich. Bei Windstärken bis zu 30 Knoten (rund 55 km/h) in stockdunkler Nacht kamen die Crews auf den einheitlichen Rennyachten vom Typ ClubSwan 50 an ihre Grenzen.

„Es kommt nicht oft vor, dass ich beim Segeln Angst bekomme, aber letzte Nacht war es soweit. Es war wie ein Mini-Volvo Ocean Race“ sagte der erfahrene Offshore-Segler Martin Krite vom schwedischen Team, der vor fünf Jahren zur Siegercrew des Volvo Ocean Race gehörte. „Ich stand am Heck und war wirklich sehr nervös.“ Bei Bootsgeschwindigkeiten von bis zu 22 Knoten (40 km/h) zeigten die High-tech Rennyachten ihre Speedpotenzial, aber auch, wie aufmerksam sie gesegelt werden müssen. „Bevor wir die schwedischen Schären erreichten, ist das Boot aus dem Ruder gelaufen und lag mehrere Minuten auf der Seite” sagte Martin Krite, der mit seinem Team als erster ins Ziel kam.

Weniger Glück hatten die deutschen Segler, denen nach anfänglicher Führung nachts der Gennaker riss. Sie kamen auf den letzten Platz – ein herber Rückschlag, nachdem sie die erste Etappe in einem mehr als knappen Zieldurchlauf für sich entscheiden konnten.

Mit dem Sieg des schwedischen Teams zeigt sich jetzt, welche Skills und Erfahrungen nötig sind, um bei einer Regatta wie dem Nord Stream Race, das neben dem russischen Pipeline-Unternehmen maßgeblich von Gazprom unterstützt wird, erfolgreich zu sein. Neben einem gut funktionierenden Teamwork sind es vor allem Hochseeerfahrung und Seemannschaft.

Doch die überwiegend jungen Segler an Bord der fünf Schiffe haben nicht alle so eine beeindruckende Segel-Vita wie Martin Krite. Viele erleben zum ersten Mal so eine Hochseeregatta auf einem derart radikal auf Schnelligkeit getrimmten Schiff.

Rennen mit gleichen Booten
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Nord Stream Race - Die Champions League des Segelns

0 Kommentare zu "Nord Stream Race: Die Champions League des Segelns"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote