Olympia 2012 Londons riskante Milliardenspiele

Olympia in London verschlingt Unsummen. Die Organisatoren hoffen auf einen Tourismusboom und ein besseres Image für das krisengeplagte Großbritannien. Es steht viel auf dem Spiel.
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Die Maskottchen für die Olympischen Spiele 2012 in London, Wenlock (links) und Mandeville. Quelle: dpa

Die Maskottchen für die Olympischen Spiele 2012 in London, Wenlock (links) und Mandeville.

(Foto: dpa)

LondonDas größte Sportereignis der Welt wird mit einem Paukenschlag beginnen: 81 Millionen Euro kostet die Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele 2012 in London – das ist doppelt so viel wie vorgesehen. 20.000 Menschen arbeiten daran, dass die Zeremonien für Olympia und die Paralympics reibungslos ablaufen. Oscar-Preisträger und Regisseur Danny Boyle inszeniert die Feier. Die Queen höchstpersönlich wird Weltolympiachef Jacques Rogge und Londons Organistionsleiter Sebastian Coe am 27. Juli begrüßen. Gerüchten zufolge treten gar Ex-Beatle Paul McCartney und Take That auf.

Manche Beobachter können angesichts des Aufwands nur den Kopf schütteln: Während die britische Regierung den Staatshaushalt drastisch zusammenstreicht, am Wohn- und Kindergeld den Rotstift ansetzt und mit ihrer Rentenreform gerade erst den größten Streik Großbritanniens seit mehr als drei Jahrzehnten ausgelöst hat, ist für Olympia nur das Beste gut genug. 9,3 Milliarden Pfund lässt sich das Land die Sommerspiele kosten, ein Vielfaches der ursprünglichen Planung.

Die pompöse Eröffnungsfeier macht nur einen kleinen Teil der Kostenexplosion aus – vor allem teure Sportstätten und Sicherheitsausgaben haben den Etat aus dem Ruder laufen lassen. Und der Rechnungshof hat bereits gewarnt, dass es zu weiteren Budgeterhöhungen kommen könnte.

Doch Kritik an den Milliardenspielen lassen die Verantwortlichen nicht gelten. Mehr Tourismus und mehr Geschäfte werde das Spektakel bringen, sagt der britische Sportminister Hugh Robertson. Organisationschef Coe spricht von „weltweit einmaliger Werbung“ für das Land.

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1 Kommentar zu "Olympia 2012: Londons riskante Milliardenspiele"

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  • Das erinnert mich ganz stark an die Katastrophe Elbphilharmonie hier in HH. Für mich sind die Verantwortlichen Verbrecher, die weggeschlossen gehören. Aber wir leben ja in einer Demokratie - in der dürfen die, die oben an den Freßtrögen sitzen auch bestimmen, wer ihre Freßorgien bezahlen darf! Der NDR ist auch so ein tolles Beispiel dafür. Was ist mit dem KIKA-Skandal (nie wieder was davon gehört z.b....). Alles ein gräßliches Geklüngel.

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