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Olympia Peking Rogge: "Tibet-Frage wird Olympia beeinflussen"

IOC-Boss Jacques Rogge ist sich sicher, dass die Olympischen Spiele im Zeichen des Tibet-Konfliktes stehen werden. Die Politik des IOC gegenüber China verteidigte der Belgier.

Die Situation in Tibet wird laut IOC-Präsident Jacques Rogge die Stimmung bei den Olympischen Spielen in Peking deutlich beeinflussen. In einem Interview mit der Schweizer Tageszeitung Le Temps sagte Rogge: "Die Atmosphäre wird in hohem Maß davon bestimmt werden." Der vielfach geäußerten Medienkritik, dass er "China nicht genug verteufelt" habe, widersprach der Belgier: "Wäre ich auf die Barrikaden gegangen, wäre ich im Westen der Held gewesen und die Spiele wären gescheitert."

Der Fackellauf vor den Sommerspielen (8. bis 24. August) wurde stark von Protesten gegen die chinesische Tibet-Politik beeinträchtigt. Rogge verteidigte die Politik des Internationalen Olympischen Komitees hinsichtlich der Stellungnahme zur Menschenrechtssituation in China. Nach langem Zögern hatte der IOC-Boss die Olympia-Gastgeber erst im April aufgefordert, ihrer "moralischen Verpflichtung" nachzukommen.

"Wir waren standhaft in unseren Forderungen an China, ohne Kompromisse. Leider gilt man gleich als Fußabtreter der Regierung, wenn man die Chinesen nicht anprangert", sagte Rogge. Da das IOC viel Kritik für seine Zurückhaltung einstecken musste, sieht Rogge "eine Krise im Ansehen aber nicht hinsichtlich der Funktionsfähigkeit."

© SID

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